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50 Filme, zwei Oscars, acht Ehen: Das Leben von Hollywood-Ikone Elizabeth Taylor

Elizabeth Taylor wurde am 27. Februar 1932 als Tochter US-amerikanischer Eltern in London geboren. Ihr Vater Francis arbeitete als Kunsthändler, ihre Mutter Sara war Schauspielerin.

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs verließ die Familie Europa und siedelte nach Beverly Hills über. Elizabeths Mutter wünschte sich für ihre Tochter eine Karriere als Kinderschauspielerin.

Und so überzeugte sie den Universal-Chef John Cheever Cowdin, die neunjährige Elizabeth Taylor für eine kleine Rolle in einer Filmkomödie zu besetzen.

Produzent Samuel Marx castete die zehn Jahre alte Elizabeth Taylor für den "Lassie"-Film "Heimweh". Der Streifen wurde zum Erfolg und Taylor erhielt einen Siebenjahresvertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer.

1944 wurde sie erstmals für eine Titelrolle besetzt: In "Kleines Mädchen, großes Herz" spielte sie Velvet Brown. Aufgrund des großen Kinoerfolgs entschloss sich MGM, Taylor groß herauszubringen.

1946 war Elizabeth Taylor im Kinderklassiker "Lassie - Held auf vier Pfoten" zum letzten Mal in einer Kinderrolle zu sehen, ehe sie zum Teenie-Star gemacht wurde.

Ende der 40er, kurz bevor sie 18 wurde, folgte der nächste Image-Wechsel. Ab 1949 machte MGM die Schauspielerin zu seiner "Leading Lady". Ihr Debüt hatte sie in dem Spionagethriller "Verschwörer".

Ihre ersten großen Erfolge als "erwachsene" Schauspielerin hatte sie mit dem Filmstudio Paramount, an das MGM sie Ende 1949 verlieh. In "Ein Platz an der Sonne" spielte sie neben Montgomery Clift.

1950 folgte Taylors öffentlichkeitswirksame Hochzeit mit dem Hotelerben Conrad "Nicky" Hilton. Lange halten sollte die Ehe nicht: Sie ließ sich bereits nach einem Jahr wieder von ihm scheiden.

Dafür strafte das Filmstudio die junge Schauspielerin mit Nebenrollen ab. Die Scheidung und zahlreiche Liebesaffären brachten Taylor erstmals negative Schlagzeilen ein.

Sie wurde nun vermehrt für Rollen verwöhnter junger High-Society-Damen eingesetzt, was ihr ein Image als Luxus-Lady bescherte - später besaß sie eine der wertvollsten Juwelensammlungen der Welt.

Von 1952 bis 1957 war sie mit Michael Wilding verheiratet, die beiden bekamen zwei Söhne.

Kurz darauf heiratete sie den Filmproduzenten Michael Todd. Sie bekamen eine gemeinsame Tochter. Todd kam 1958 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Die trauernde Elizabeth begann eine Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes, Eddie Fisher - ein Skandal. Für Fisher, der ihr vierter Ehemann wurde, konvertierte die Schauspielerin zum Judentum.

1960 erhielt Taylor für die Rolle in "Telefon Butterfield 8" ihren ersten Oscar als beste Hauptdarstellerin. Zuvor war sie bereits dreimal nominiert.

1963 folgte mit "Cleopatra" ihr größter Film überhaupt. Am Set der zwei Jahre andauernden Dreharbeiten begann sie eine Affäre mit ihrem Co-Star Richard Burton, der ihr fünfter Ehemann werden sollte.

Bevor Burton und Taylor 1964 heirateten, erfuhren sie einen regelrechten "Shitstorm" von Presse, Paparazzi und sogar der Politik. Ihr Brautkleid war gelb, die Farbe ihres Kleides aus "Cleopatra".

Die erste Ehe mit Burton wurde ihre längste: In zehn Jahren spielte das Paar in zehn gemeinsamen Filmen mit, darunter in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", der ihr einen zweiten Oscar bescherte.

1974 beendeten die beiden ihre Ehe. Nur ein Jahr später schworen sie sich erneut die ewige Liebe, die dieses Mal nur neun Monate hielt.

Mitte der 1970er Jahre ebbten die große Erfolge langsam ab. Ihre letzten Kinoauftritte wurden kaum beachtet. Ihre siebte Ehe mit US-Senator John Warner beschleunigte das Ende ihrer Filmkarriere.

Nach der Ehe mit Warner begab sie sich in den 1980ern mehrmals in eine Entzugsklinik. 1991 heiratete sie ein achtes Mal: den Bauarbeiter Larry Fortensky, von dem sie sich 1995 scheiden ließ.

Nach einigen kleineren Rollen hängte sie ihre Schauspielkarriere 2001 endgültig an den Nagel. Nach vielen gesundheitlichen Problemen starb Elizabeth Taylor am 23. März 2011 an einer Herzinsuffizienz.

Bei ihrer Beerdigung erfüllte sich Elizabeth, die zeitlebens Produzenten und Regisseure mit ihrem Zuspätkommen verärgerte, einen letzten Wunsch: Ihr Sarg kam 15 Minuten zu spät am Friedhof an.

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