Erinnern Sie sich noch?

Die ESC-Gewinner der letzten 25 Jahre

Am 14. Mai treffen sich Musikfreunde in Turin, um den Nachfolger der letztjährigen ESC-Gewinner Måneskin zu ermitteln. Doch erinnern Sie sich eigentlich noch an die anderen Sieger der vergangenen 25 Jahre?

1996 gewann Eimear Quinn mit dem Titel "The Voice". Es war der siebte (und bislang letzte) Sieg, den Irland beim Eurovision Song Contest holte. Kein Land konnte bis heute öfter gewinnen.

1997 schafften sie den bislang letzten Sieg für Großbritannien, dem Mutterland des Pops: Katrina and the Waves gewannen den Eurovision Song Contest mit dem Titel "Love Shine A Light".

1998 wurde diese Teilnahme zum Politikum: In ihrer Heimat Israel gab es Widerstand von konservativ-religiösen Kreisen, doch die transsexuelle Sängerin Dana International trat an und gewann mit "Diva" den Wettbewerb.

1999 holte Charlotte Nilsson (seit 2003 Perrelli) den Sieg nach Schweden. Ihr Song "Take Me To Your Heaven" überzeugte und landete sogar in Großbritannien in den Top 20 der Charts.

2000 hieß es "Fly On The Wings of Love": Niels "Noller" (damals 46, links) und Jørgen Olsen (damals 50) als Olsen Brothers gewannen für Dänemark. Bis heute sind die Brüder die ältesten Gewinner des ESC.

2001 konnte Estland zum ersten und einzigen Mal gewinnen: Sänger Dave Benton (links), Tanel Badar (rechts) und die begleitende Boyband 2XL gewannen den Wettbewerb mit dem Song "Everybody".

2002 kam der Siegertitel erneut aus einem der baltischen Staaten: Die lettische Sängerin Marie N. (Mitte) gewann den Eurovision Song Contest mit dem Song "I Wanna".

2003 gewann Sertab Erener für die Türkei, wo sie bereits zuvor zu den populärsten Popsängerinnen zählte: Mit "Everyway That I Can" landete sie anschließend einen europaweiten Charthit.

2004 gewann Ruslana mit "Wild Dances" den Wettbewerb für die Ukraine und landete ebenfalls einen europaweiten Hit, die Single erreichte Goldstatus in sieben Ländern.

2005 konnte Elena Paparizou mit "My Number One" für Griechenland gewinnen - obwohl sie in Schweden geboren wurde. 2014 trat sie dann im schwedischen Vorentscheid an, erreichte dort aber nur Platz vier.

2006 schrieben Monster Geschichte: Lordi sind die erste Hardrock-Band und bis heute der einzige Act aus Finnland, der den Wettbewerb gewinnen konnte. "Hard Rock Hallelujah" erreichte außerdem europaweit die Top 10.

2007 performte Marija Šerifović die auf serbisch gesungene Ballade "Molitva" und gewann für ihre Heimat. Der Siegertitel war der erste seit 1991, der kein Wort auf Englisch enthielt.

2008 gewann Dima Bilan, nachdem er sich 2006 noch Lordi geschlagen geben musste. Mit "Believe" gelang dem Sänger, der in seiner Heimat Russland ein Superstar ist, sein bislang einziger internationaler Hit.

2009 gewann Alexander Rybak den Eurovision Song Contest mit dem Titel "Fairytale", neun Jahre später trat er erneut für Norwegen an, belegte aber nur den 15. Platz.

2010 war die Sensation mit "Satellite" perfekt. Die von Stefan Raab gecastete Lena Meyer-Landrut eroberte erst Deutschland, dann ganz Europa: Schon vor ihrem Sieg stürmte ihr Debütalbum die deutschen Charts.

2011 ging der Sieg zum ersten Mal nach Aserbaidschan. Das Duo Ell & Nikki gewann mit "Running Scared", es sollte für beide der einzige Hit ihrer Karriere bleiben.

2012 triumphierte Schweden zum fünften Mal: Mit "Euphoria" lieferte Loreen einen der erfolgreichsten Gewinnertitel aller Zeiten. Die Single verkaufte sich 1,5 Mio. Mal und toppte die Charts zahlreicher Länder.

2013 freute sich Dänemark zum dritten Mal über einen Sieg: Nach Grethe & Jørgen Ingmann (1963) und den Olsen Brothers (2000) gewann Emmelie de Forest den Eurovision Song Contest mit "Only Teardrops".

2014 gewann nicht nur Österreich, sondern auch eine Botschaft der Toleranz: Die Travestiekünstlerin Conchita Wurst riss Europa mit ihrer Hymne "Rise Like A Phoenix" vom Hocker.

2015 feierte Måns Zelmerlöw seinen größten Erfolg: Seit seiner Teilnahme an einer schwedischen Castingshow 2006 war er in seiner Heimat bereits ein Star, mit "Heroes" holte er den sechsten Sieg für Schweden.

2016 gewann Jamala aus der Ukraine. Ihr Song "1944", der mit seiner Jahreszahl auf die Vertreibung der Krimtartaren durch Stalin anspielte, wurde von Russland als politische Provokation begriffen.

2017 überraschte eine Klavierballade auf Portugiesisch alle: Auf dem Papier hatte man Salvador Sobral keine großen Chancen vorhergesagt - und trotzdem gewann er mit "Amar pelos dois" für sein Heimatland.

2018 dagegen holte eine (Mit-)Favoritin den Sieg: Die israelische Sängerin Netta gewann den Eurovision Song Contest mit ihrem Titel "Toy".

2019 durften sich die Niederlande freuen: Duncan Lawrence gewann mit "Arcade" für sein Heimatland den fünften Titel beim Eurovision Song Contest.

2020 musste der Wettbewerb abgesagt werden, 2021 meldete er sich eindrucksvoll zurück: Die italienische Rockband Måneskin gewann mit "Zitti e buoni" und eroberte in ganz Europa vorderste Chartplätze.

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