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Diese Fakten zu E-Autos sollten Sie kennen

E-Auto ist nicht gleich E-Auto, die drei gebräuchlichsten Arten sind der Hybrid (HEV) bzw. Plug-In-Hybrid (PHEV), der Range Extender (REEV) sowie das reine Elektroauto (BEV).

Das reine Elektroauto (BEV) ist lediglich mit einem Elektromotor ausgestattet. Über das Stromnetz wird die Batterie aufgeladen, zurückgewonnene Bremsenergie kann gespeichert werden.

Neben der Batterie hat ein REEV einen Verbrennungsmotor zur Verlängerung der Reichweite. Er liefert Strom für die Batterie, treibt das Fahrzeug aber nicht direkt an. Bei niedrigem Akku wird er automatisch zugeschaltet.

Beim HEV wird ein konventioneller Antrieb mit einem elektrischen vereint, über zurückgewonnene Bremsenergie oder den Verbrennungsmotor wird die Batterie aufgeladen.

Alltägliche Kurzstrecken können so rein elektrisch zurückgelegt werden, größere Distanzen stellen aber auch kein Problem dar. Wird die Batterie über das Stromnetz aufgeladen, handelt es sich um einen Plug-In-Hybrid.

Die Zahl der E-Autos steigt: 2021 wurden laut ADAC 681.410 Neuzulassungen in Deutschland registriert, das entspricht 25,6 % der Gesamtzulassungen. Insgesamt sind aktuell mehr als 1,38 Mio. E-Autos zugelassen.

Das beliebteste E-Auto 2021 in Deutschland ist der Tesla Model 3 mit 35.262 Neuzulassungen. Es folgen der VW e-Up! (30.797), der VW ID.3 (26.693), der Renault Zoe (24.736) und der Smart EQ Fortwo (17.409).

Die Reichweite hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem der Größe des Akkus. Durchschnittlich fuhren E-Autos 2020 hierzulande 352 km weit. Mit immer größer werdenden E-Autos wird auch die Reichweite steigen.

Laden können Sie Ihr E-Auto zu Hause oder an öffentlichen Ladestationen. Wer an einer normalen Steckdose lädt, sollte viel Zeit einplanen. Aufgrund der hohen Belastung ist dies aber keine Dauerlösung.

Schneller und sicherer geht es mit einer Wallbox, also einer Wandladestation, die an der hauseigenen Wand montiert wird.

Das Netz wird mehr und mehr ausgebaut: Anfang 2022 gab es etwas über 52.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte, davon etwa 7.700 Schnellladepunkte, die Tesla-Supercharger (derzeit 112) sind darin nicht enthalten.

Informieren Sie sich vor längeren Fahrten, wo Ladestationen vorhanden sind. Haben Sie stets den passenden Steckertyp und das Ladekabel parat.

Kosten und Art der Bezahlung unterscheiden sich je nach Anbieter. Ladekarten vereinfachen inzwischen den Zugriff auf die meisten öffentlichen Stationen.

E-Autos müssen gesetzliche Anforderungen hinsichtlich Sicherheit erfüllen. Alle elektrischen Komponenten müssen "eigensicher" sein, sodass im Fall eines Defekts oder Unfalls der Stromfluss der Batterie unterbunden wird.

Bei einer Panne besteht laut ADAC keine elektrische Gefährdung. Arbeiten an E-Autos sollten aber nur von ausgebildeten Personen ausgeführt werden, Finger weg von Hochvoltkomponenten und orangefarbenen Leitungen.

E-Autos genießen Sonderrechte, wenn sie das E-Kennzeichen besitzen. Städte und Kommunen können auf Grundlage des Elektromobilitätsgesetzes zum Beispiel geringere Parkgebühren und Vorrechte beim Parken einräumen.

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