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11 Automarken, die keine Lust mehr auf Diesel haben

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Umweltverschmutzung, Skandale und drohende Fahrverbote machen den Diesel immer unattraktiver. Diese Marken sehen das ähnlich. © Motor1

Wie viel Zeit hat der Diesel noch? Halter sind maximal beunruhigt, Neuwagenkäufer verunsichert. Modelle mit Diesel verkaufen sich weit schlechter als noch vor wenigen Jahren. Manche würden den Diesel lieber heute als morgen zum Teufel jagen. Diese elf Autohersteller haben genau das bereits getan ...
In der aktuellen Smart-Generation ist für den Diesel kein Platz mehr. In Nordamerika ist die Marke seit 2017 sogar nur noch rein elektrisch unterwegs. Ein Schritt der in absehbarer Zeit auch in Europa folgen dürfte. Der Smart macht als reines Stadtauto mit E-Antrieb einfach am meisten Sinn und deutlich mehr Spaß macht er in dieser Variante auch.
Eigentlich war es schon länger klar, dennoch war die Ankündigung, die Porsche vor ein paar Tagen machte, ein Paukenschlag. In Zuffenhausen wird es künftig keinen Diesel mehr geben. Zuletzt hatte man die Selbstzünder aus dem Programm genommen, hielt sich aber deren Wiedereinführung offen. Der Dieselskandal hat am Image von Porsche genagt. Nun ist endgültig Schluss. "Als Sportwagenhersteller hat dieser Kraftstoff in unserem Sortiment schon immer eine untergeordnete Rolle gespielt und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere Zukunft mit anderen Antriebsformen gestalten wollen", so Oliver Blume, CEO des Sportwagenherstellers.
Der neue Volvo S60 ist das erste Modell der skandinavischen Marke, das komplett auf Dieselmotoren verzichtet und sein Angebot auf Benziner und Plug-in-Hybride konzentriert. Ab 2019 soll jeder neue Volvo mit mindestens einer elektrifizierten Variante erhältlich sein. Der Diesel dagegen fliegt aus dem Programm: "Volvo wird keine neue Generation von Dieselmotoren entwickeln", sagte Markenchef Hakan Samuelsson.
Lexus war 2013 die erste Marke, die bekannt gab, künftig komplett auf den Diesel zu verzichten. Damals dominierten Dieselmotoren den Markt, weshalb dieses Manöver durchaus riskant wirkte. Aus heutiger Sicht jedoch scheint der japanische Nobelhersteller viel richtig gemacht zu haben. Die Hybridtechnologie, die in allen Lexus-Modellen vorhanden ist, ist heute das große Markenzeichen des Unternehmens.
Jeep plant, bis 2022 zehn neue Modelle auf den Markt zu bringen - alle mit elektrifizierten Varianten. Zweifellos hat die amerikanische Marke eine spannende Zukunft vor sich. Unter anderem mit der Einführung eines SUV unterhalb des Renegade, der Rückkehr des großen Jeep Wagoneer oder der Veröffentlichung eines siebensitzigen Jeep Grand Cherokee.
Was für Alfa gilt, gilt auch für die anderen Marken des FCA-Konzerns. Fiat wird sich in Zukunft auf die Herstellung von Kleinfahrzeugen wie den 500 und seine Derivate konzentrieren, bei denen Hybrid- und Elektroantriebe besonders sinnvoll sind. Tatsächlich bestätigte die italienische Marke zu Beginn des Jahres, dass sie ab 2022 auf dieselbetriebene Modelle verzichten wird.
Obwohl Dieselmotoren Maserati in den letzten Jahren zu einer Umsatzsteigerung verholfen haben, liegt die Zukunft des Unternehmens in der Elektrifizierung. Zu diesem Zweck wird das italienische Unternehmen die Maserati Blue-Strategie entwickeln, die eine neue modulare Plattform, einen Allradantrieb, Elektroantriebe und Plug-in-Hybride umfasst.
Wer das meistverkaufte Elektroauto der Welt in seinen Reihen hat, ist in der privilegierten Position, relativ entspannt auf den Diesel verzichten zu können. Aufbauend auf des Leaf hat Nissan angekündigt, ab 2021 keine Verbrenner mehr in Europa zu verkaufen.
Diese neue Marke gehört zum chinesischen Mischkonzern Geely. Sie ist eine Tochtergesellschaft von Volvo und wird von Anfang an keine Dieselmotoren anbieten. Polestar wird anfangs auf Plug-in-Hybride und später nur noch auf rein elektrische Antriebe zurückgreifen. Das erste Modell wird 2019 der Polestar 1, ein Plug-in-Hybrid-Coupé mit 600 PS und 150 Kilometern elektrischer Reichweite.
Dank Modellen wie dem Prius, Auris oder dem beliebten Crossover C-HR wird der Name Toyota quasi mit Hybridtechnologie gleichgesetzt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das japanische Unternehmen auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon angekündigt hat, dass der Verkauf von Dieselfahrzeugen in Europa eingestellt wird. Auf der anderen Seite machte der Diesel ohnehin weniger 15 Prozent des Umsatzes auf dem alten Kontinent aus.
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