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60 Jahre Volvo in Deutschland: Sechs Jahrzehnte "Schwedenstahl" in Bildern

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Während es viele ausländische Marken auf dem deutschen Automobilmarkt schwer haben, hat sich Volvo seine Nische erschaffen: Seit 60 Jahren gibt es die Autos aus Göteborg nun in Deutschland. Doch nicht immer lief es für die Schweden rund - ein Rückblick in Bildern. © 1&1 Mail & Media / CF

Während es viele ausländische Marken auf dem deutschen Automobilmarkt schwer haben, hat sich Volvo seine Nische erschaffen: Seit 60 Jahren gibt es die Autos aus Göteborg nun in Deutschland. Bei den Deutschen ist vor allem ein positiv belegter Begriff hängengeblieben, den sie mit dem Hersteller verbinden: "Schwedenstahl" - ein Begriff, den die Schweden in einer Werbekampagne in den 1960er Jahren einführten. Schon sehr früh setzte Volvo auf das Thema Sicherheit.
Auf Worte folgten Taten: Schon 1959 waren Volvo-Modelle als weltweit erste Pkw mit serienmäßigen Dreipunkt-Sicherheitsgurten ausgerüstet worden. Energieabsorbierende Stoßfänger, automatische Sicherheitsgurte im Fond und besonders geschützte Benzintanks kamen in den 1970er Jahren hinzu - hier zu sehen ein Volvo P1800 ES, der aufgrund seiner Heckscheibe im Volksmund auch "Schneewittchensarg" genannt wurde.
Große Kombis: Schon 1975 konnte man mit dem Volvo 245 ordentlich was einpacken. Die kantige Form der Karosserie, die eine besonders gute Nutzung der Grundfläche zuließ, wurde nach und nach zum Markenzeichen der Volvo-Modelle.
Der Volvo 240 wurde ganze 19 Jahre lang nahezu unverändert gebaut (1974 bis 1993) und ist heute ein gefragter Klassiker.
Preislich waren die Modelle von Volvo schon immer im oberen Segment eingeordnet - und damit für viele potenzielle Kunden uninteressant. Im Volvo 760 verbaute der Hersteller einen Sechszylindermotor, um in dieser Klasse - in der sich gewöhnlich Fahrzeuge von BMW und Mercedes tummelten - mitzuhalten.
Die gute Haltbarkeit der Volvo-Technik (der Volvo 850 ist vor allem durch seine extrem hohen Kilometerleistungen bekannt geworden) sprach sich jedoch herum und sorgte für Nachfrage: 1998 gelang Volvo das bis heute erfolgreichste Verkaufsergebnis in Deutschland: 42.267 Einheiten und ein Gesamt-Marktanteil von 1,1 Prozent.
1999 übernimmt Ford das Ruder bei Volvo. Es entstehen zahlreiche neue Modelle, darunter die Limousine Volvo S80. Das Design wird ein wenig abgerundet, bleibt aber dennoch typisch Volvo.
Trendsetter: Volvo bietet seine Kombis schon in den 1990er Jahren als "Cross Country"-Modelle mit erhöhter Bodenfreiheit und robuster Kunststoff-Beplankung an; ein Trend, der sich erst noch durchsetzen musste. Im Bild: der Volvo XC70 von 2013.
Cabriomodelle wie der Volvo C70 (im Bild: Modell von 2009) runden das Portfolio der Schweden schon seit den 1950er Jahren immer wieder ab.
2002 steigt der Hersteller in den SUV-Markt ein. Der Volvo XC90 kommt mit neuen Sicherheitsfeatures wie etwa einem Überrollschutz auf den Markt.
Der kleinere Volvo XC60 (ab 2008) avanciert sogar zum absoluten Bestseller auf dem deutschen Markt.
Die zweite Generation ist erst seit einigen Monaten auf dem Markt, könnte aber nahtlos an den Erfolg des Vorgängers anschließen. Seit 2010 gehört Volvo zum chinesischen Fahrzeugkonzern Geely - seitdem arbeiten nur noch Vierzylindermotoren unter den Hauben der schwedischen Modelle.
Schwedenstahl bleibt Schwedenstahl: Beim Thema Sicherheit schneiden die neuen Modelle des Herstellers jedoch nach wie vor sehr gut ab. Euro NCAP vergibt für den Volvo XC60 die höchste Punktzahl.
Und auch der klassische Kombi wurde 2016 mit dem Volvo V90 wieder mit ins Modellprogramm genommen - neben Diesel- und Benzinmotoren ist das Auto auch mit einem Hybridantrieb zu bekommen.
In Zukunft will sich die Marke noch stärker auf alternative Antriebe konzentrieren - der Polestar 1 setzt etwa auf einen leistungsstarken Hybridantrieb mit satten 600 PS. Aber auch für den reinen Elektroantrieb sind viele Modelle bereits heute vorbereitet.
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