Auto

70 Jahre Porsche: Sportwagenbauer zwischen Tradition und Moderne

Kommentare1

Porsche hat in der Automobilwelt schon früh Kultstatus erreicht. Großen Anteil am beinahe schon ikonischen Image haben zweifellos die zahlreichen Erfolge im Motorsport. In Wahrheit aber träumen viele Autoenthusiasten von einem eigenen Zuffenhausener für die heimische Auffahrt. Auch hier hat Porsche mittlerweile eine beachtliche Zahl erfolgreicher Serienmodelle vorzuweisen. © 1&1 Mail & Media / CF

Angefangen hat alles mit dem legendären 356 „Nr.1“ Roadster. Das war im Frühsommer 1948. Mit ihm verwirklichte Ferry Porsche gewissermaßen seinen eigenen Traum von sportlichen Fahren. Tugenden wie das geringe Gewicht, eine angemessene Motorleistung und die aerodynamisch günstig geformte Karosserie machten ihn für damalige Verhältnisse von Beginn an zu einer einzigartigen Fahrmaschine.
1963 folgte dann ein automobiler Paukenschlag, der bis heute so eng wie kein anderes Modell mit einer Marke verbunden wird: der Porsche 911.
Mit dem von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander entworfenen Elfer gelang binnen kürzester Zeit der Aufstieg in den Olymp der stilgprägenden Sportwagenbauer weltweit.
Die Grundform mit der charakteristischen Silhouette und der prägenden Dachlinie konnte zu den aktuellen Modellen konservieren. So macht der 991.2 keinen Hehl aus seinem familiären Hintergrund.
Doch die Modellhistorie von Porsche umfasst auch Modelle, die nicht ganz den Legendenstatus des 911 erreichen konnten, wohl aber ihren Beitrag zum Erfolg der Marke leisteten. So etwa der Porsche 928.
Der vergleichsweise schwere, dafür aber stark motorisierte Gran Turismo sollte ursprünglich sogar den 911 ablösen. Das tat er bekanntlich nicht, wurde aber immerhin parallel von 1977 bis 1995 produziert.
Ein ähnliches Schicksal wie der 928 hat der Porsche 924 vorzuweisen. Allerdings muss zwischen den beiden Modellen noch mal klar differenziert werden.
Zwar rollte der 924 wie genau wie der 928 mit Frontmotor und Heckantrieb vom Band, musste aber mit kleineren Vierzylindermotoren auskommen. Außerdem bekam der 924 mit dem 944 und dem 968 sogar noch zwei Nachfolger.
Bis heute legendär ist der Porsche 959. In seinem Debütjahr 1986 war er mit mehr als 315 km/h das schnellste Serienfahrzeug der Welt.
In der jüngeren Vergangenheit rundete Porsche sein Angebot nach unten ab. Der Porsche Boxter stellt seitdem den Einstieg in die Porsche-Welt dar. Wer kein Freund von Stoffmützen ist, kann stattdessen auch zum Cayman mit festem Dach greifen. Er wird seit 2005 und inzwischen schon in der dritten Generation gebaut.
Und sogar für Freunde luxuriöser Gleiter hat Porsche seit geraumer Zeit etwas Passendes im Angebot. Seit 2017 ist der Panamera sogar als Shooting-Brake-Variante zu haben.
Ein gewagtes Kapital schlugen die Zuffenhausener dann im Jahre 2002 auf. Nicht alle Sportwagen-Puristen und Porsche-Fans konnten sich auf Anhieb mit dem Porsche SUV anfreunden.
Das Gleiche gilt auch für die Einführung des Macan im Jahre 2014 – wenn auch in abgeschwächter Form. Der unbestreitbare Erfolg der Hochbeiner scheint Porsche aber Recht zu geben.
Zwar gehören Modelle wie der 911 mitsamt der Tugenden, die sie zu begehrten Sportwagen gemacht haben auch heute noch zum gefragtesten, was die Automobilwelt zu bieten hat. Im Laufe de Jahrzehnte blieben Umwälzungen und neue Trends ebenfalls nicht aus. Porsche schafft es dabei stets die Tradition hochzuhalten, ohne sich neuen Ansätzen und Technologien zu verschließen. Bestes Beispiel dafür ist die Mission-E-Familie. Bereits vor knapp drei Jahren überraschte Porsche die Fachpresse und die eigenen Fans mit der ersten Konzeptstudie.
Jüngst folgte dann bereits der erste Ableger des Konzeptfahrzeugs. Und der markiert schon auf den ersten Blick einen großen Schritt zur bevorstehenden Serienreife des Mission-E-Konzeptes.
Neue Themen
Top Themen