Der Kurs der Ferrari-Aktie klettert seit Jahren stetig nach oben. Mittlerweile wird das Unternehmen aus Maranello an der Börse mit 52,5 Milliarden Euro bewertet – und damit deutlich teurer als der gesamte Stellantis-Konzern (Börsenwert: 47,5 Milliarden Euro). Zu den 14 Marken des immerhin viertgrößten Autoherstellers der Welt gehört auch die ehemalige Ferrari-Mutter Fiat.

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Ferrari selbst entwickelt sich an der Börse schon seit einiger Zeit deutlich besser als der automobile Durchschnitt, kann sogar die eindrucksvollste Performance unter den Europäischen Autobauern vorweisen und ist eines der drei stärksten Unternehmen an der Mailänder Börse. Allein in diesem Jahr legte der Aktienkurs um rund 35 Prozent auf 270 Euro zu. Dieser Trend orientiert sich an anderen Luxusmarken wie dem Branchenführer Moët Hennessy – Louis Vuitton SE. LVMH bildet mit seinen 75 Luxusmarken und einer Marktkapitalisierung von rund 440 Milliarden Euro die Spitze der Europäischen Börsen-Riesen.

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Ferrari-Trennung von Fiat

Ferrari ging im Jahr 2015 nach der Trennung von Fiat an die Börse. Der Wert damals: zehn Milliarden Euro. Größter Investor ist seither die Exor NV – die Holdinggesellschaft der Agnelli-Familie, die übrigens auch 14 Prozent des Stellantis-Konzerns besitzt. Zudem hält Piero Lardi Ferrari, der Sohn von Firmengrüner Enzo Ferrari, zehn Prozent der Ferrari-Aktien. In nur acht Jahren haben Ferrari-Anleger ihr Vermögen verfünffacht. Der Branchenschnitt für Autoaktien lag im gleichen Zeitraum bei rund 50 Prozent.

Fiat schloss sich damals zunächst mit Chrysler zu Fiat Chrysler Automotive (FCA) zusammen und fusionierte 2021 mit der französischen Groupe PSA zum Stellantis-Konzern. Als viertgrößter Autohersteller der Welt setzte Stellantis 2022 mit seinen 14 Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel, Vauxhall, Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Abarth, Maserati, Chrysler, Dodge, Ram und Jeep weltweit fast sechs Millionen Fahrzeuge ab. Die knapp 300.000 Stellantis-Mitarbeiter erwirtschafteten damit einen Umsatz von rund 150 Milliarden Euro.

Mini-Umsatz – Mega Cash Flow

Ferrari wirkt dagegen wie ein Zwerg. Die Italiener kommen gerade auf fünf Milliarden Euro Umsatz pro Jahr und beschäftigen nicht einmal 5.000 Menschen. Im Jahr 2022 liefen 13.221 Ferrari-Modelle aus den Hallen in Maranello – mehr als jemals zuvor. Dabei verdient Ferrari hohe fünfstellige Beträge an jedem verkauften Auto. Andere Quellen sprechen sogar von 150.000 Euro Gewinn pro Auto. So oder so ist die Marke mit dem "Cavallino Rampante" im Wappen längst die profitabelste unter den Autobauern.

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Bis 2026 will Ferrari große Aktienanteile zurückkaufen, um wieder ein Privatunternehmen mit mehr Freiheiten zu werden. Doch nicht erst seit dieser Ankündigung kennen auch die Preise für Ferrari-Modelle nur noch den Weg nach oben. Den jüngst vorgestellten SUV Purosangue lassen sich die Italiener mit einem Basispreis von 380.000 Euro vergolden. Die kompakte Hybrid-Berlinetta Ferrari 296 GTB startet dagegen schon bei rund 270.000 Euro.  © auto motor und sport

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