Aus Bottrop rollt mit dem Brabus 930 das stärkste Supercar aller Zeiten an – zumindest gilt das für Modelle, die unter dem Brabus-Label gelauncht wurden. Der 930er basiert erneut auf dem Mercedes-AMG GT 63 S E Performance, brilliert aber mit einer neuen Evolutionsstufe.

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Mehr Druck für noch mehr Leistung

Gehen wir gleich in die Vollen. Dem vier Liter großen Biturbo-V8 pressen neue, größere Abgasturbolader noch mehr Luft in die Brennräume, den maximalen Ladedruck beziffert Brabus auf 1,8 bar. Eine neue Motorsteuerung, die mit einem Zusatzsteuermodul für jede Zylinderbank arbeitet, liefert neue Kennfelder für Zündung, Einspritzung und Ladedruckregelung. Im perfekten Zusammenspiel hauchen diese Maßnahmen dem Verbrenner 87 zusätzliche PS sowie 100 Nm mehr Drehmoment ein. Der V8 kommt so auf 726 PS und maximal 900 Nm. Der 150 kW starke Elektromotor im Hybridantriebskonzept bleibt unangetastet.

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Dennoch stehen dem Brabus 930 so in Summe 930 PS und ein System-Drehmoment von höchstens 1.550 Nm zu Buche. Bislang war bei 900 PS Schluss. So viel Power hat auch mit einem Leergewicht von 2,4 Tonnen leichtes Spiel. 100 km/h stehen bereits nach 2,8 Sekunden auf dem Tacho. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 316 km/h erreicht – natürlich elektronisch abgeregelt. Was ungehemmt möglich wäre, will man sich gar nicht vorstellen.

Auf Wunsch nahezu ungehemmt tönen dürfen Brabus-930-Piloten mit der Edelstahl-Sportabgasanlage samt Klappensteuerung. Das "Coming Home"-Programm besänftigt die Nachbarn, im Sport-Modus entweicht den vier Titan/Carbon-Endrohren mit 90 Millimeter Durchmesser ein extra kraftvoller V8-Sound. Und schweigt der V8, so macht die Endrohr-Galerie auch optisch mächtig Eindruck.

Sportlicher im Carbon-Look

Für den sorgen auch die Aerodynamik-Anbauteile, die aus Sichtcarbon geformt werden – wahlweise mit mattem oder glänzendem Finish. Ein neuer Frontspoiler, Aufsätze für die großen Lufteinlässe im Stoßfänger und ein spezieller Kühlergrill, der das Triebwerk mit mehr Atemluft versorgt, machen das Gesicht des Supercars noch markanter. Ein Diffusor-Einsatz liefert am Heck den neuen Rahmen für die Sportabgasanlage. Eher banal kommen da die neuen Carbon-Cover für die Außenspiegelgehäuse daher.

Bei 930 PS unter der Haube ist ein solider Fahrbahnkontakt unverzichtbar. Den realisiert der Brabus 930 über 21 und 22 Zoll große Schmiedefelgen, die vorn mit 275/35er-Reifen und hinten mit 335/25er-Pneus überspannt werden. Abgerundet wird das Fahrwerkspaket mit einem Tieferlegungsmodul für die Luftfederung. Das senkt die viertürige Coupé-Karosserie je nach Fahrprogramm um bis zu 20 Millimeter ab.

Auch im Interieur des Brabus 930 wird nicht gekleckert. Die Brabus-Sattler verlegen bis in den letzten Winkel edles Leder oder Microfaser Dinamica. Das Showcar trägt schwarzes Leder, das mit leuchtend roten Ziernähten und Biesen abgesetzt ist. Hinzu kommen perforierte Sitzmittelbahnen sowie verschiedene im Triangle-Design abgesteppte Bereiche. Weitere sportliche Akzente setzen Applikationen aus Carbon, rot lasierte Zierelemente sowie Türpins und Pedale aus Aluminium.

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Wer sich den stärksten Brabus aller bisheriger Zeiten in die Garage stellen möchte, sollte für ein Komplettfahrzeug 384.436 Euro bereithalten. Bringt der Kunde seinen eigenen AMG GT 63 S E Performance mit, fällt die Verwandlung in einen Brabus 930 etwas günstiger aus.  © auto motor und sport

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