Barn find mal anders: Diese Ferrari standen 2004 plötzlich im Freien, nachdem Hurrikan Charly den Schuppen weggeblasen hatte, in dem die Sammlung stand. So kamen die Sportwagen ungewollt an die Öffentlichkeit, das Bild der Preziosen ging um die Welt und die Kollektion wurde bekannter, als es der Besitzer wollte. Fast 20 Jahre nach dem stürmischen Outing kommen die teils gut erhaltenen, teils recht ramponierten Sportwagen unter den Hammer.

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Auktion während der Monterey Car Week

RM Sotheby's hat vom 17. bis 19. August 2023 im kalifornischen Monterey die "Lost & Found Collection" versteigert, eine Ferrari-Sammlung, die Hurrikan Charly 2004 plötzlich ans Licht der Öffentlichkeit brachte, als das Hallendach über den Preziosen wegflog und die Seitenwände der Halle einstürzten. Die 20 Sportwagen aus den 60er bis 90er-Jahren werden ohne Mindestpreis angeboten.

Die Zustände der 20 Ferrari sind recht unterschiedlich. Das älteste Modell, ein 500 Mondial Spider Series I, scheint nur noch in Fragmenten vorhanden zu sein. Dabei handelt es sich um den zweiten von 13 Mondial mit Karosserie von Pinin Farina. Die Scuderia Ferrari setzte das Auto 1954 bei Rennen ein: Die Historie verzeichnet Starts bei Mille Miglia, Targa Florio und Imola Grand Prix. Das Auto war 50 Jahre bei demselben Besitzer. RM Sotheby's hatte den Wert des Ferrari-Fragments auf umgerechnet 1,1 bis 1,45 Millionen Euro geschätzt. Der Verkaufspreis lag bei umgerechnet 1,725 Millionen Euro – eine halbe Million über dem unteren Estimate.

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Ferrari Einzelstück für 2,1 Mio. Euro

Ein 330 GT steht praktisch ohne Lack da und ein bronzefarbener 365 GT kostete trotz einer üblen Delle im Dach umgerechnet 108.192 Euro, was etwa ein Viertel unterhalb des Schätzwertes lag. Während manche Fahrzeuge recht staubig sind, wirkt das jüngste Auto der Sammlung, ein Ferrari Testarossa von 1991 für umgerechnet 113.344 Euro, vergleichsweise gut erhalten. Ein 250 GT Coupé Speciale von 1956 sollte umgerechnet 1,55 bis 2,1 Millionen Euro einbringen: Seiten- und Heckscheibe fehlen, der Lack ist stumpf, die Karosserie rostig. Doch das Einzelstück mit einer Karosserie von Pinin Farina gehörte König Mohammed V. von Marokko und war danach 49 Jahre bei demselben Besitzer. Eine Restaurierung könnte lohnen, lockt RM Sotheby's. Bei der Auktion erzielte der Ferrari aus prominentem Vorbesitz umgerechnet 1,52 Millionen Euro.  © auto motor und sport

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