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Hätten Sie’s gewusst: In diesen Autos schlägt das Herz einer anderen Marke

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Autohersteller neigen dazu, Ihre Alleinstellungsmerkmale hervorzuheben, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Der Einsatz von Motoren anderen Marken passt da meist nicht in die Kommunikationsstrategie – kommt aber häufiger vor, als so mancher Autofahrer erwartet. © 1&1 Mail & Media / CF

Alfa Romeo gehört bekanntlich zum FCA-Konzern – genau wie Sportwagenspezialist Ferrari. Kein Wunder also, dass sich die Ingenieure des einen Traditionsherstellers in den Regalen des anderen bedienen. Im Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio etwa kommt der kraftvolle Ferrari F154 als V6 mit 2,9 Liter Hubraum zum Einsatz.
Das Aggregat sorgt mit zwei Zylindern und einem Liter Hubraum mehr auch im Ferrari California-Nachfolger Portofino für sportliche Fahrleistungen.
Lamborghini befeuert den keilförmigen Huracán mit einem V10 aus dem Audi-Regal.
Genauer gesagt, mit exakt jenem Aggregat, das auch den Audi R8 antreibt. Übrigens: Auch das Chassis des Huracán wird in Neckarsulm gefertigt. Konzernmutter VW setzt hier eindeutig auf Synergieeffekte.
Bleiben wir bei hochmotorisierten Sportwagen. Pagani ist bekannt für eigenständige Lösungen, die höchsten Ansprüchen genügen. Insbesondere auf ein einzigartiges Exterieur legen die Designer und Ingenieure offenkundig Wert. Bestes Beispiel ist der Huayra. Beim Motor allerdings verlässt man sich auf das Know-how eines viel größeren Autobauers.
Bei besagtem V12-Biturbo mit 6 Liter Hubraum und bis zu 800 PS handelt es sich nämlich um einen leicht abgewandelten Mercedes-Benz M 275/M 285. Mercedes-AMG hat das Aggregat über Jahre hinweg in zwei Hubraumvarianten und in verschiedenen Topmodellen eingesetzt.
Aber bei Daimler geht’s auch umgekehrt: Sowohl in der A-Klasse als auch in B-Klassse, CLA und Co. verpflanzt Mercedes Motoren aus französischer Produktion.
Und zwar von Renault. Den unter anderem aus der A-Klasse bekannten 1,5-Liter-Turbodiesel setzen die Franzosen selbst beispielsweise im Scénic ein.
Der Smart Forfour sieht in seinen Proportionen dem Renault Twingo nicht nur ausgesprochen ähnlich …
… er greift auch auf die gleiche Motorenpalette wie der flinke Franzose zurück.
Aston Martin und Daimler pflegen eine gute Zusammenarbeit. Bestes Beispiel: Unter der traumhaft schönen Karosse des DB11 arbeitet auf Wunsch ein Affalterbacher Herzstück: Der bewährte und drehmomentgewaltige 4-Liter V8 mit satten 510 PS.
Der Motor verrichtet unter anderem auch im AMG C63 seinen Dienst. Aston hat den V8 natürlich noch leicht abgewandelt, um ihn speziell auf den DB11 abzustimmen.
Der GT86 bietet viel Fahrspaß zum toyotatypisch fairen Kurs. Doch das finden Interessenten auch bei seinem Zwilling.
Der Subaru BRZ ist weitgehend baugleich mit dem GT86 und leiht ihm sogar seinen charakteristischen Vierzylinder-Boxer mit zwei Liter Hubraum. Beide Modelle laufen übrigens von Subaru-Bändern.
Jeder Autobegeisterte weiß um den ganz besonderen Status des McLaren F1 – sowohl als Straßenfahrzeug als auch als Rennbolide. Was viele nicht wissen: McLaren suchte schon früh händeringend nach einem adäquaten Motor für das Projekt. Fündig wurde die britische Sportwagenschmiede in Bayern.
Der V12-Sauger des F1 stammte als (S70) ursprünglich aus der CSi-Variante des BMW 850 und wurde später in abgewandelter Form im legendären Le-Mans-Sieger BMW V12 LMR eingesetzt.
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