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Mercedes-AMG Project One: Formel-1-Technik mit über 1.000 PS

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Mercedes lüftet auf der IAA 2017 das Geheimnis um den Supersportwagen aus Affalterbach: Das Mercedes-AMG Project One soll die Formel-1 auf die Straße bringen. Mit einem Antriebsstrang bestehend aus fünf Motoren wollen sich die Schwaben auf Anhieb an die Spitze der Sportwagenwelt katapultieren - und so sieht das Ganze aus! © 1&1 Mail & Media / CF

Mercedes lüftet auf der IAA 2017 das Geheimnis um den Supersportwagen aus Affalterbach: Das Mercedes-AMG Project One soll die Formel-1 auf die Straße bringen. Mit einem Antriebsstrang bestehend aus fünf Motoren wollen sich die Schwaben auf Anhieb an die Spitze der Sportwagenwelt katapultieren. Im Einzelnen: ein 1,6 Liter großer V6-Motor (abgeleitet aus dem Mercedes-Petronas-Formel-1-Rennwagen), zwei Elektromotoren an der Vorderachse ...
... ein weiterer direkt am Getriebe und der letzte treibt den Turbolader an. Macht zusammen 740 Kilowatt an Leistung. Oder etwas spektakulärer: über 1.000 PS. Das gewählte Design könnte man eher als unspektakulär bezeichnen. Es kommt einem LeMans-Prototypen näher als einem Formel-1-Fahrzeug.
Trotz des Antrieb-Quintetts lohnt ein genauerer Blick auf den Verbrennungsmotor, der sich Formel-1-gemäß direkt hinter der Fahrgastzelle befindet: Aus den sechs nur jeweils 266 Kubikzentimeter großen Brennräumen holt das Turboaggregat atemberaubende 670 PS.
Das ist natrülich auch dank der enormen Drehzahl von bis zu 11.000 Umdrehungen pro Minute möglich. Trotzdem soll der Motor für den Alltag standfest sein.
Zusammen mit den 163 an der Vorderachse und den 122 Elektro-PS am Getriebe soll das Auto in glatten 6,0 Sekunden auf 100 km/h stürmen.
Über 350 Stundenkilometer soll das AMG Project One maximal erreichen. Effizient soll das Auto trotzdem sein: Auf den thermischen Wirkungsgrad des Antriebes von 40 Prozent ist man bei Mercedes besonders stolz. Gut zu sehen: Die Airbox auf dem Dach.
F1-Technik unter der Hülle eines Straßensportlers: Pushrod-Aufhängungen mit liegenden Dämpfern und der Akku im Vorderwagen.
Innen geht es wohnlich, aber beengt zu: Hier ist alles dort, wo der Fahrer es vermuten würde. Das kleine Steuer erinnert an das Lenkrad eines Formel-Boliden.
Zwei Bildschirme, ein Lenkrad mit vielen bunten Knöpfchen und Sitzschalen wie im Rennauto: Spätestens hier wird dem Fahrer klar, mit welcher Fahrzeugklasse er es zutun hat. Einen Rückspiegel gibt es überdies nicht - diese Aufgabe erledigt eine "Mirrorcam" am Dachhimmel, die dem Fahrer einspielt, was hinten passiert.
Reduziert und dennoch futuristisch: die Schaltzentrale des Mercedes-AMG Project One.
Wie flach der Wagen tatsächlich ist, erkennt man aus dieser Perspektive. Trotz eher nüchternem Design ist hier jedes Flügelchen und jeder Luftleitkanal penibel auf die bestmögliche Aerodynamik abgestimmt.
Wie die aktuellen Formel-1-Fahrzeuge verfügt auch der Project One über eine massive Finne am Heck. Weit nach hinten ragt der Diffusor mit integrierter Auspuffanlage. Die Türen öffnen wie bei Lamborghini: nach vorne oben.
Dreiteilige Rückleuchten, gewaltiger Diffusor und ein Zentralauspuff mit zwei kleineren Wastegate-Röhrchen kennzeichnen die Rückansicht des Boliden.
Die "Power Unit" befindet sich unter dieser Heckscheibe mit Lüftungskiemen. Ohne den Verbrenner, also mit reiner Elektrokraft, soll der Supersportwagen übrigens 25 Kilometer weit fahren können.
Breitmaul-Bolide mit Straßenzulassung: Nur 275 Exemplare will Mercedes-AMG vom Project One bauen. Stückpreis: 2,3 Millionen Euro - plus Steuern, versteht sich.
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