Der neue Film "Transformers: Aufstieg der Bestien" ist weltweit in den Kinos gestartet. Und mit ihm ein historischer Porsche 911 Carrera RS 3.8. Bei lediglich 55 jemals gebauten Exemplaren des Sportwagens aus Zuffenhausen könnte man glauben, dass er nur als schmückendes Beiwerk im actiongeladenen Hollywood-Streifen zu sehen ist, der übrigens in den 1990er-Jahren spielt. Doch weit gefehlt.

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Als Autobot, sprich als automobiler Vertreter des Guten, kämpft er unter dem Namen Mirage an der Seite von Optimus Prime gegen die Decepticons (die Bösen im Transformers-Universum). Bevor jetzt Fans von Fahrzeugen mit H-Kennzeichen Sturm laufen, sei versichert, dass kein Originalfahrzeug Schaden genommen hat. Denn für die Filmproduktion wurden fünf gleich aussehende Filmautos produziert, die jedoch alle eine andere Spezialfähigkeit besitzen. So kreierten die Filmemacher ein Fahrzeug, dass mit hoher Geschwindigkeit rückwärtsfahren kann. Ein anderes bereiteten sie für Stunt-Szenen vor, während sich ein Drittes für Szenen, bei denen der Schauspieler im Wageninneren im Fokus steht, von außen steuern lässt. Lediglich für den Sound verwendeten die Produzenten die Motorengeräusche des Originalfahrzeugs.

Es gab bereits einen Mirage

Wer sich jetzt fragt, ob ihm der Name Mirage, was so viel heißt wie Fata Morgana beziehungsweise Luftspiegelung, im Kontext des Begriffes Transformers nicht bekannt vorkommt, dem sei gesagt: Gut aufgepasst! In der Comicversion des Romans kommt der bis zu sechs Meter große Cybertronier Mirage zum Einsatz, der sein automobiles Leben als Ferrari 458 Italia fristet.

Im Film Transformers 3 fährt er jedoch unter dem Namen Dino. Warum? Hasbros (Hasbro ist Lizenzinhaber für Transformers-Spielfiguren) größter Konkurrent Mattel besaß zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Films eine exklusive Lizenz für Ferrari-Spielzeug. Und da Ferrari nicht wollte, dass in der Produktplatzierung der Name eines Hasbro-Spielzeugs als Markenzeichen erscheint, wurde der Name Mirage nie genannt. Damit der rote Ferrari nicht namenlos durch den Film rasen musste, verpassten ihm die Hasbro-Verantwortlichen den Namen Dino, was zugleich als eine Hommage an Enzo Ferraris erstgeborenen Sohn Alfredo "Dino" Ferrari gedacht war.

Deutsche Hersteller im Transformers-Universum

Im Laufe der vielen Transformers-Dekaden erschienen immer mehr tranformierbare Automobile sowohl in den Comics als auch auf den Kinoleinwänden. Darunter einige Fahrzeuge mit deutschen Wurzeln. So wundert es nicht, dass bereits Porsche, Mercedes, Audi und Volkswagen ihre Auftritte bekamen. Im Gewand eines Porsche sind bislang zwei Autobots bekannt: Jazz und Dead End. Beide Transformers spielen in den Comicwelten an der Seite von Optimus Prime. Von Dead End ist immerhin der Modellname bekannt: Maroon Porsche 928.

Die nicht gerade für spektakuläre Sportwagen bekannte Marke VW bekam einen ganz besonderen Autobot zugesprochen: Bumblebee. Als erster Autobot überhaupt landet er 1987 auf der Erde und übernimmt den VW Käfer von Charlie (gespielt von Hailee Steinfeld). Erst etwas später transformiert er sich zum bekannteren Chevrolet Camaro.

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Aus dem Hause Mercedes haben es bislang drei Fahrzeugmodelle in die Transformerswelt geschafft: Soundwave (Mercedes-AMG SLS), Drift (Mercedes-AMG GT-R) und Wheeljack (Mercedes-Benz E550). Letzterer ist in den Transformercomics als Partner des italienischen Mirage bekannt geworden. Sein Rufname Que ist eine Anspielung auf den berühmten James Bond-Tüftler Q und sein Kopf eine Mischung aus Einstein und Emmet Brown (Zurück in die Zukunft). Im Kleid eines R8 stellt Audi gleich zwei automobile Schauspieler, wovon jedoch nur ein Name bekannt ist: Sideways.

In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen ein Porsche 911 (964) Cabrio von Fußball-Legende Diego Maradona aus dem Jahr 1993.  © auto motor und sport

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