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65 Jahre Kultstatus: Ewig junger VW Bulli feiert großen Geburtstag

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Ob bei Hippies, Handwerkern, Reiselustigen, Surfern oder Familien – der VW Bulli genießt als Transporter für alle Fälle seit jeher einen besonderen Status. Jetzt feiert der ewig junge Wolfsburger, der im März 1950 das Licht der Welt erblickte, seinen 65. Geburtstag. © 1&1 Mail & Media / CF

Bevor der legendäre Kosename entstand, hieß der Bulli "nur" VW T1, Typ 2. T für Transporter, 1 für erste Generation und Typ 2, weil das Kultmobil auf Basis des Käfers (Typ 1) hergestellt wurde.
Entworfen wurde der Niedersachse von einem Holländer. Volkswagens Generalimporteur Ben Pon stellte den ersten Entwurf bereits nach wenigen Strichen fertig.
Der Schlüssel zum Erfolg ist einfach: Der VW bietet Platz, ist robust und finanziell erschwinglich – ideale Voraussetzungen für eine harte Nachkriegszeit und den Aufbruch in eine neue Ära. Ab dem 8. März 1950 lief der Bulli für mindestens 5.850 D-Mark vom Band. Zum Vergleich: Heute wird bei der Konfiguration eines neuen Modells schnell die 40.000-Euro-Marke überschritten.
Schnell machte sich der T1 als zuverlässiger Arbeiter oder als Symbol einer leichten Lebensphilosophie einen Namen.
Bereits nach vier Jahren wurden 100.000 VW T1 abgesetzt, von dem es schnell über 30 verschiedene Varianten gab.
Volkswagen musste, wie hier in Hannover, die Produktion mächtig ankurbeln, um die hohe Nachfrage zu bedienen.
Gut erhaltene Versionen vom Bulli haben längst einen ansehnlichen Sammlerwert. Insbesondere für den Fensterbus Samba werden sechsstellige Beträge gehandelt.
Stolze 50 Jahre hielt sich der T1 auf dem Markt: In Brasilien schaffte es der T1 bis ins Jahr 2000. In der Summe wurden 2,9 Millionen Bullis verkauft. In Deutschland fiel dagegen bereits im Jahr 1967 der Vorhang, fortan wurde der T2 vertrieben.
Ab der 1979 erschienenen dritten Generation sagte sich VW von der ursprünglichen Käfer-Inspiration los. Es war gleichzeitig der letzte VW-Transporter mit Heckaggregat. Kurios: Porsche-Mitarbeiter bauten in einer Mini-Serie den Motor eines 911er Carrera ein. Sie wollten beim Transport ihres Equipments mehr Power haben.
Bis 1989 musste VW an die Konkurrenz einige Marktanteile einbüßen. Der T4 und später der T5 brachten den Bulli dann in ein moderneres Automobilzeitalter. Was bleibt: Die T-Serie als beliebtes Nutzfahrzeug.
Technisch liegen zwischen dem hochmodernen und mit Assistenzsystemen und Infotainment-Paketen ausgestatteten T5 und dem Urmodell Lichtjahre. In puncto Kultstatus bleibt der T1 jedoch wohl auf ewig unerreicht.
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