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80 Jahre "Silberpfeile": Die legendären Grand-Prix-Rennwagen von Mercedes-Benz

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Der Spitzname wurde zum Mythos: Zunächst bezeichnete der Begriff "Silberpfeil" nur die legendären Rennwagen von Mercedes-Benz, die in den 1930er-Jahren den Rennsport dominierten. Doch nach Überraschungssiegen mit dem 300 SL in den 1950ern wurde der Spitzname erneut bemüht - später auch für die silberfarbenen Formel 1-Boliden von McLaren-Mercedes. Wir geben einen Überblick über die legendärsten "Silberpfeile". © 1&1 Mail & Media / CF

Mit dem 750-Kilogramm-Formelwagen, der von einem 3,4-Liter-Achtzylinder-Reihenmotor mit 280 PS angetrieben wurde, fuhren die Mercedes-Piloten insgesamt 16 bedeutende Rennsiege ein.
1937 trat Mercedes mit dem neu entwickelten W 125 an und dominierte die gesamte Saison. Beim Großen Preis von Monaco 1937 siegte Manfred von Brauchitsch vor seinem Teamkollegen Rudolf Caracciola - beide im W 125.
Der erfolgreiche Bolide brachte es mit seinem 5,7-Liter-Achtzylinder-Reihenmotor zunächst auf 592, später auf bis zu 646 PS und knackte die 300-km/h-Marke.
In den Saisons 1938 und 1939 trat Mercedes mit dem W 154 an - hier beim Goodwood Revival 2012 zu sehen. In den 427 bis 474 PS starken "Silberpfeilen" mit Dreiliter-V12 sicherte sich Mercedes-Fahrer Rudolf Caracciola 1938 seinen dritten Europameistertitel.
Der Mercedes W 165 wurde 1938 für den Großen Preis von Tripolis entwickelt, bei dem der Hubraum in der Saison 1939 auf 1.500 Kubikzentimeter begrenzt wurde.
Der Rennwagen, hier beim Goodwood Festival of Speed 2011 zu sehen, leistete mit seinem 1,5-Liter-V8 bis zu 254 PS und brachte Mercedes beim Großen Preis von Tripolis 1939 einen Doppelsieg ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurd der Mythos "Silberpfeil" mit dem Mercedes 300 SL (W 194) wiederbelebt, der einen überraschenden Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans einfuhr. Hier ist der älteste existierende SL bei der Le Mans Classic 2012 zu sehen.
1953 setzte Mercedes bei Rennen aus, um den W 196 für die Saison 1954 zu entwickeln. Trotz einiger Probleme galt der Rennwagen gegenüber der Konkurrenz als überlegen. Mercedes gewann alles, was es zu gewinnen gab, unter anderem siegte Juan Manuel Fangio beim Großen Preis von Deutschland 1954.
Der "Silberpfeil" von 1954 verfügte über einen 2,5-Liter-Motor, der zunächst 257, ab Sommer 1955 dann 280 PS leistete. Die Höchstgeschwindigkeit des rund 700 Kilogramm schweren Boliden lag bei 280 bis 290 km/h.
Der 300 SLR wurde für die 1955 neu eingeführte Sportwagen-Weltmeisterschaft vom W 196 abgeleitet. Den ersten Renneinsatz absolvierte der neue "Silberpfeil" bei der Mille Miglia im Mai.
Mit seinem auf drei Liter aufgebohrten Hubraum und 266 PS war der Bolide, hier bei der Mille Miglia 2012 zu sehen, der Konkurrenz von Jaguar und Ferrari eigentlich unterlegen. Dennoch gewann Mercedes 1955 die Sportwagen-Weltmeisterschaft.
Lange Zeit war es danach ruhig um den Mythos "Silberpfeil". Erst Ende der 1980er-Jahre tauchte der Begriff als Bezeichnung für die silberfarben lackierten Sauber-Mercedes in der Sportwagen Weltmeisterschaft wieder auf.
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