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Artcurial: Seltene Oldies unterm Hammer

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Am 20. Oktober bringt das französische Auktionshaus Artcurial fast 80 Oldtimer zum Verkauf. Einzelne Exemplare kommen auf einen Schätzwert von bis zu 450.000 Euro. Darunter sind viele Maserati-, Ferrari- und Lamborghini-Sportwagen. © 1&1 Mail & Media

Bis zu 400.000 Euro könnte dieser Maserati aus dem Jahr 1962 bei der Auktion in Paris erlösen. Der 3500 GT gilt als Antwort auf den Ferrari 250 GT. Mit seinen 235 PS erreicht der "Dreizack" ein Spitzentempo von 220 Stundenkilometern.
Designikone Sergio Pininfarina gab den Anstoß zu diesem Dino-Modell. Pininfarinas Entwurf Dino Berlinetta GT zeigte der Hersteller auf der Turiner Motorshow 1966. Das zum Verkauf stehende Modell importierten die Italiener ursprünglich in die USA, ehe das Auto 1985 wieder nach Europa kam. Der Dino mit einem Tachostand von 37.340 Kilometern soll einen Preis von bis zu 210.000 Euro erzielen.
Der erste US-Importeur für Jaguar, Charles Homburg, kaufte dieses Fahrzeug 1956. Über verschiedene Stationen landete der XK 1998 in den Niederlanden. Der gut erhaltene Original-Lack wird durch das authentische Interieur mit grünen Ledersitzen und bemaltem Holz ergänzt. Schätzpreis: bis zu 105.000 Euro.
Auf gerade einmal 23 Jahre kommt der Lamborghini LM002. Der Geländewagen war beim Autosalon Genf 1977 eine echte Überraschung, weil niemand mit einem Lambo-Offroader gerechnet hatte. Rund 120.000 Euro soll das Auto einbringen, das ursprünglich für den arabischen Markt bestimmt war.
Der Traction war für Citroën ein voller Verkaufserfolg. Der Autobauer stellte das Modell über 20 Jahre her. Die Kombination aus Monocoque-Fahrerkabine, unabhängigen Bremsen und tiefer, eleganter Karosserie war heiß begehrt. Das seltene Cabriolet (rund 160.000 Euro wert) hatte fast ununterbrochen seine Heimat in der französischen Region um Poitiers.
Den Porsche mit der Chassis-Nummer #51951 ließ sein Besitzer 2011 komplett überholen, um danach beim Oldtimer-Rennen Mille Miglia zu starten. Der 356 in metallic-blau soll 160.000 Euro kosten.
Dieses Modell war in den 1960ern Pace-Car beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Seitdem ist nur die Lackfarbe verändert worden. Zwischen 2007 und 2013 unterzog sein damaliger Besitzer den Ferrari einer kompletten Restauration. Der italienische Sportwagen liegt bei einem geschätzten Wert von rund 200.000 Euro.
Der 4,7-Liter-Motor des Ghibli hat es in sich: Mit einer Leistung von 310 PS kommt der Maserati aus dem Jahr 1968 auf eine Geschwindigkeit von mehr als 250 Stundenkilometern. Tachostand: 66.030 Kilometer, Schätzwert: 90.000 Euro.
Der erste Käufer schenkte dieses Matra-Coupé 1967 seiner Frau zur Geburt der gemeinsamen Tochter. Zum 40. Geburtstag der Tochter überließ die Mutter den Sportwagen ihrem Sproß. Die neue Besitzerin ließ den Matra für 30.000 Euro restaurieren, den Artcurial jetzt auf 40.000 Euro schätzt.
Ursprünglich hatte Ferruccio Lamborghini mit Sportwagen nichts am Hut. Aber als er auf der Turiner Motorshow 1965 den Miura präsentierte, hatte er offensichtlich schon länger seine Einstellung geändert. Das in Paris zu versteigernde Modell gehört dem Präsidenten des französischen Lamborghini-Fanclubs und kommt auf einen sensationellen Schätzpreis von 450.000 Euro.
Der 2+2-Sitzer Mondial von Ferrari ist ein echter Kraftprotz mit einer Leistung von 600 PS und einem Spitzentempo von mehr als 250 Stundenkilometern. Der junge Ferrari-Hüpfer unter den vielen Oldtimern der Artcurial-Auktion soll mindestens 32.000 Euro einbringen.
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