Dieser Oldtimer könnte bei einer Auktion einen Rekordpreis erreichen: Der Dodge Charger Daytona ist ein begehrter US-Klassiker, von dem nur wenige Hundert Exemplare entstanden sind. Von dem in "Spring Green Metallic" lackierten Fahrzeug existieren sogar nur zwei. Ursprünglich diente das Auto als Homologationsmodell für den Rennsport.

Spätestens seit den "Fast and Furious"-Filmen ist der Dodge Charger eines der bekanntesten US-Muscle-Cars auf dem ganzen Planeten: Fieser Blick, ausladendes Blech, und ein dicker Motor unter der Haube sind die Merkmale des Klassikers. Doch beim Anblick des Dodge Charger Daytona kommen selbst Fans erst einmal ins Grübeln. Das soll ein Charger sein? Aber sicher! Der 1969 nur ein Jahr lang gebaute Wagen verfügt über eine aerodynamisch optimierte Front mit Klappscheinwerfern, einen Nascar-Motor und einen einmaligen Riesenspoiler auf dem Heck. Eines der nur 503 gebauten Exemplare soll jetzt bei einer Auktion versteigert werden.

Dodge Challenger Daytona leistet 426 PS

Das seltene Modell, dass bei "Mecum-Auctions" zwischen dem 6. und 15. Januar 2017 ersteigert werden kann, ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Schmuckstück. Zum einen, weil die Originallackierung mit dem klingenden Namen "Spring Green Metallic" nur bei zwei Modellen jemals zum Einsatz kam. Zum anderen, weil es sich bei dem 426 PS starken V8-Motor unter der riesigen Haube der Blechburg um ein getuntes Aggregat aus dem Hause Chrysler handelt. Nur 69 weitere Charger Daytona tragen den Hemi-Motor mit Nascar-Historie zwischen den beiden Vorderrädern. Und schließlich ist da noch die äußerst geringe Laufleistung zu erwähnen: Nur 21.126 Meilen (rund 33.800 Kilometer) soll der straßenzugelassene Renner auf dem Zähler haben.

Für den Rennsport gemacht

Das 47 Jahre alte US-Car ist eines der wertvollsten Muscle Cars überhaupt. Der Zweitürer mit dem markanten Heckspoiler und dem spitz zulaufenden Bug war seiner Zeit als Homologationsmodell für den Rennsport gedacht. Heißt: Dodge musste eine bestimmte Menge davon im freien Verkauf absetzen oder zumindest produzieren, um ihn bei offiziellen Nascar-Rennen einsetzen zu können - eine Vorschrift von Motorsportbehörden, die auch heute noch in einigen Rennserien Anwendung findet.

Schon in den letzten Jahren konnten einige Modelle Verkaufspreise nahe einer Million US-Dollar erreichen. Sogar einen Scheunenfund des gleichen Modells hat "Mecum-Auctions" Anfang des Jahres für knapp 90.000 US-Dollar an den Mann bringen können – obwohl das Auto nicht viel mehr als ein Haufen Rost war. Der jetzt angebotene, fast neuwertige Dodge Charger Daytona könnte nach bisherigen Schätzungen die Millionenmarke knacken.© 1&1 Mail & Media / CF