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Ferrari 166 MM/212 Export "Uovo": Fahrendes Ei für den Höchstbietenden

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Der Ferrari 166 mit der Fahrgestellnummer 024MB erblickte im Jahre 1950 als klassischer Roadster das Licht der Welt – oben ohne versteht sich. Einer Kooperation zwischen der Carozzeria Fontana und dem Künstler Franco Reggiani auf Initiative des Grafen und zweifachen Mille-Miglia-Siegers Giannino Marzotto hat er die charakteristische Form zu verdanken, die ihn heute so begehrt macht. © 1&1 Mail & Media / CF

Der Ferrari 166 MM/212 Export "Uovo" entsprang einer Kooperation zwischen der Carozzeria Fontana und dem Bildhauer Franco Reggiani. Die Bilder zeigen deutlich, was den italienischen Sportwagen so besonders macht.
Nach 20 schier endlosen Jahren im Verborgenen, bietet sich nun die einmalige Gelegenheit, das Unikat zu betrachten – und zu ersteigern.
Graf Marzotto setzte den Wagen bei verschiedenen Straßenrennen wie der Mille Miglia ein. Da braucht es natürlich das passende Aggregat – in diesem Fall ein V12 aus dem Ferrari 212 Export.
Richtungswechsel werden über ein klassisches Holzlenkrad mit Ferrari-Emblem umgesetzt.
Bei Ferrari selbst soll man übrigens nicht gerade restlos begeistert von dem Umbau gewesen sein.
Die Motorhaube des Ferrari 166 MM/212 Export "Uovo" ist mit einem zusätzlichen Lederriemen gesichert.
Die Umbaumaßnahmen zielten aber ohnehin eher darauf ab, bei Autorennen konkurrenzfähig zu sein.
Giannino Marzotto war ein erfahrener Rennfahrer und konnte mit dem eigenwilligen Ferrari die Coppa della Toscana für sich entscheiden.
Einige Monate zuvor musste der Graf bei der Mile Miglia noch das Handtuch werfen. Grund waren technische Probleme.
Die stark abgerundete Form der Karosserie sollte vor allem aerodynamische Vorteile bringen.
Von hinten betrachtet, wird das eiförmige Design besonders deutlich.
Der Kühlergrill und die klassischen Scheinwerfer fügen sich perfekt in das Gesamtbild des Ferrari 166 MM/212.
Nachdem das Unikat einige Jahre in Übersee verbracht hat, wurde es 1986 wieder nach Italien zurückgeholt und dort aufwendig restauriert. Seit 1997 warteten Autofans vergeblich darauf, das Ei auf vier Rädern zu Gesicht zu bekommen.
Bis 2017: Heuer war der scheue Sportwagen bereits im Rahmen der Pariser Rétromobile zu bestaunen. RM Sotheby’s hat’s möglich gemacht.
Nun wird das Auktionshaus den Ferrari in Monterey an den Höchstbietenden versteigern.
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