Vereinzelt kommt es immer noch vor, dass ältere Führerscheine von deutschen Autofahrern im Ausland für Probleme bei Verkehrskontrollen sorgen. Um dem vorzubeugen, gilt es ein paar Dinge bei Autoreisen in andere Länder zu beachten.

Autofahrer, die bereits im Besitz eines Führerscheins im Scheckkartenformat (seit 1999) oder dem neuen EU-Führerschein sind, müssen sich bei Autoreisen ins EU-Ausland in der Regel keine Sorgen machen. Die Mitgliedsstaaten der EU und des Europäischen Wirtschaftsraumes haben sich dazu verpflichtet, die jeweiligen nationalen Führerscheine in gegenseitigem Einvernehmen anzuerkennen. Dennoch kann es in einzelnen Staaten trotzdem zu Problemen kommen.

Welche Schwierigkeiten können auftreten?

Kommen Sie im Ausland in eine Polizeikontrolle und zweifeln die örtlichen Beamten die Gültigkeit Ihrer Fahrerlaubnis an, müssen Sie das nicht so ohne Weiteres hinnehmen. Die Verbraucherzentrale rät Urlaubern dazu, sicherheitshalber die entsprechende EU-Verordnung zur internationalen Anerkennung der Fahrerlaubnis in der jeweiligen Landesprache der Urlaubsdestination auszudrucken. Dies können Sie ganz einfach über die Homepage der Verbraucherzentrale tun. Wird gegen Sie trotzdem ein Bußgeld verhängt, können Sie dieses im Anschluss an den Urlaub anfechten. Wichtig hierbei ist allerdings, dass auch der Grund für das Bußgeld in Form eines Strafzettels dokumentiert ist.

Das zahlen Fahrschüler in Deutschland für den "Lappen".

Keine Gültigkeit haben dagegen in der Regel Führerscheine, die an Personen im Alter unter 18 Jahren (Klasse A1) ausgegeben wurden - beispielsweise beim betreuten Fahren ab 17 Jahren. Keine Gültigkeit besitzen außerdem die Klassen L und T.

Regeln im Nicht-EU-Ausland

Unabhängig vom jeweiligen Führerschein (grau, rosa, Scheckkarte oder Internationaler Führerschein) gelten im Nicht-EU-Ausland die Bestimmungen, die das jeweilige Land beschlossen hat. Bewegen Sie sich also außerhalb der EU-Grenzen - egal, ob mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen - ist es in jedem Fall das Beste, wenn Sie rechtzeitig vor Reiseantritt einen Internationalen Führerschein beantragen, beispielsweise bei ihrem zuständigen Straßenverkehrsamt. Nähere Informationen über die Gültigkeit im Ausland erhalten Sie beim Auswärtigen Amt. Hier können Sie sich auch detailliert über die jeweiligen Landesbestimmungen informieren.

Wer noch im Besitz des rosa oder grauen Führerscheins ist und den Internationalen Führerschein beantragt, erhält bei der Ausstellung des Dokuments automatisch auch einen neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat. Die Kosten hierfür betragen gut 15 Euro.  © 1&1 Mail & Media / CF