Ob Kurztrip oder lange Reise - wer Hunde oder Katzen im Auto mitnimmt, muss wissen, wie die Haustiere richtig transportiert werden. Ein Unfall kann ansonsten schnell böse enden.

Das lange Pfingstwochenende steht vor der Tür und auch bis zu den Sommerferien ist es nicht mehr lange hin. Familien, die Haustiere besitzen, mit dem Auto in den Urlaub fahren und dabei die tierischen Begleiter nicht zuhause lassen wollen, sollten sich Gedanken über den richtigen Transport der Vierbeiner machen. Wer Fiffi und Co. einfach auf die Rückbank oder in den Kofferraum verfrachtet, muss bei einem Unfall mit bösen Konsequenzen für Mensch und Tier rechnen. Eine fachgerechte Sicherung während der Autofahrt ist daher unerlässlich.

Erhöhte Gefahr mit Tieren an Bord

Tiere gelten rein rechtlich gesehen als Ladung und müssen dementsprechend gesichert werden. Viele Tierbesitzer gehen allerdings dazu über, vor allem Hunde einfach auf die Rückbank oder in den Kofferraum zu setzen. Dabei vergessen viele Autofahrer, dass Tiere nicht angeschnallt werden und bei einem Aufprall oder schon einem starken Bremsmanöver zum Geschoss werden können. Neben dem eigenen Wohl sollte daher auch an das Wohl der Tiere gedacht werden, die sich beispielsweise auf eine brenzlige Fahrsituation nicht so einstellen können wie Menschen. Der TÜV Rheinland rechnet beispielsweise vor, dass ein 20 Kilogramm schwerer Hund bei einer Vollbremsung bei Tempo 50 bereits eine Aufprallwucht von mehr als 500 Kilogramm entwickelt.

Ein weiteres Risiko besteht darin, wenn beispielsweise ein Hund oder eine Katze im Auto herumspringen und es infolgedessen zu einem Unfall kommt. In diesem Fall droht nicht nur ein hohes Bußgeld, sondern auch der Teilverlust der Kfz-Versicherungsansprüche.

Die richtige Sicherung für Hunde und Katzen

Das beste Transportmittel für die Vierbeiner ist die klassische Transportbox. Sie verhindert, dass die Tiere bei einem Unfall durch das Auto fliegen. Kleine Boxen können auf der Rückbank mit dem Sicherheitsgurt befestigt werden, große Boxen können im Kofferraum entsprechend angebracht und gesichert werden. Auch wenn viele Tiere nur widerwillig in eine solche Transportbox einsteigen, tun sie ihren Tieren damit etwas Gutes. Auch sie selbst sind bei einem Aufprall in den Boxen besser gesichert und vor anderen herumfliegenden Gegenständen geschützt. Bei der Installation im Kofferraum ist darauf zu achten, dass die Box möglichst quer zur Fahrrichtung und direkt an der Lehne der Rückbank angebracht wird. So können die Aufprallbelastungen, die bei einem Unfall auf das Tier einwirken, besser verteilt werden.

Eine weniger effektive Maßnahme stellen Haltegeschirre dar, die beispielsweise am Gurtsystem befestigt werden. Damit ist das Tier während der Fahrt zwar fixiert und kann nicht plötzlich im Auto herumspringen, allerdings ist das Tier bei einem Unfall selbst nicht besonders gut geschützt. Wer diese Art der Sicherung trotzdem vorzieht, sollte wenigstens darauf achten, dass das Haltegeschirr über möglichst breite Gurte verfügt und einen guten Verschluss besitzt.

Der TÜV Rheinland empfiehlt beim Kauf einer Tierbox darauf zu achten, dass das Produkt entsprechende Normen erfüllt. Dazu gehören die Crashtest-Prüfnormen ECE R17, ECE R126 und DIN 75410-2.  © 1&1 Mail & Media / CF