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Italienische Traumwagen seit 100 Jahren: Maserati feiert 2014 großes Jubiläum

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Die Leidenschaft für automobile und flugtechnische Innovationen war es, die die fünf Maserati-Brüder Alfieri, Bindo, Carlo, Ernesto und Ettore dazu bewegte, am 1. Dezember 1914 eine eigene Werkstatt und Manufaktur zu gründen. Über die Jahrzehnte zur Stilikone avanciert, jährt sich die Gründung der Marke mit dem Dreizack 2014 zum einhundertsten Mal. © 1&1 Mail & Media / CF

Die Leidenschaft für automobile und flugtechnische Innovationen war es, die die fünf Maserati-Brüder Alfieri, Bindo, Carlo, Ernesto und Ettore dazu bewegte, am 1. Dezember 1914 eine eigene Werkstatt und Manufaktur zu gründen. Über die Jahrzehnte zur Stilikone avanciert, jährt sich die Gründung der Marke mit dem Dreizack 2014 zum einhundertsten Mal. Die lange Unternehmensgeschichte war geprägt von dem Streben nach technischer Innovation. So setzte Maserati schon in den 1920er-Jahren auf besonders leichte Materialien im Motorbau, beispielsweise beim Rennwagen Tipo 26C.
Bis in die 40er Jahre hinein baute Maserati ausschließlich Rennwagen. Beim 4CLT Monoposto handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 4CL, dessen 1,5-Liter-Reihenvierzylinder auf eine Leistung von 260 PS kam. In der Nachkriegszeit gewann das Modell 18 Grands Prix und fünf weitere Rennen.
Mit dem Maserati 3500 GT begann der Hersteller die Serienfertigung von Sportwagen für die Straße. Das Oberklasse-Modell lief von 1957 bis 1966 mit 220 bis 235 PS starken 3,5-Liter-Motoren vom Band. Bei dem hier abgebildeten 1959er Spyder handelt es sich um ein vom italienischen Designer Pietro Frua gestaltetes Einzelstück.
Dieses Modell steht wie kein zweites für die Marke mit dem Dreizack: Auf dem Turiner Autosalon 1963 stellte Maserati mit dem Quattroporte I den damals schnellsten Viertürer der Welt vor. Sein aus Sportwagen der Marke übernommener 4,2-Liter-V8 leistete bis zu 260 PS und stellte damit Konkurrenzmodelle von Mercedes und Jaguar in den Schatten. Später ergänzte der Autobauer das Angebot um einen 4,7-Liter-Motor mit 290 PS. In der Spitze erreichte die viertürige Limousine rund 220 km/h.
Die Tradition des Maserati Quattroporte überlebte auch die Übernahme des Unternehmens durch Alejandro de Tomaso im Jahr 1975. Die dritte Generation der viertürigen Oberklasse-Limousine lief von 1979 bis 1990 vom Band und markierte das Ende der klassischen Achtzylindermotoren. Seine 4,2- bis 4,9-Liter-Aggregate leisteten bis zu 300 PS.
Bis heute sorgt die luxuriöse Limousine für Begeisterung. Im Jahr 2012 präsentierte der Hersteller die mittlerweile sechste Generation des Quattroporte. Das Modell ist im Vergleich zum Vorgänger noch einmal deutlich gewachsen und misst nun 5,26 Meter in der Länge. Die V6- und V8-Benziner leisten 410 bis 530 PS, alternativ ist ein Diesel mit 275 PS erhältlich.
Ein weiteres aktuelles Modell mit Dreizack ist der Gran Turismo. Der seit 2012 erhältliche MC Stradale mit 460 PS starkem 4,7-Liter-V8-Benziner bildet die sportliche Speerspitze der Coupé-Baureihe.
Der 2013 gestartete Ghibli ist das mittlerweile dritte Modell des Herstellers, das nach dem Wüstenwind in der Sahara benannt ist. Die Limosuine ist in der Oberen Mittelklasse positioniert und mit Dreiliter-V6-Benziner oder -Diesel erhältlich. Der Ghibli ist das erste Modell der Firmengeschichte, das wahlweise von einem Selbstzünder befeuert wird.
Ausflug in SUV-Gefilde: Auf der IAA 2011 stellte der Hersteller die Studie Kubang vor, die als Maserati Levante in Serie gehen soll. Das Modell basiert auf der Plattform vom Jeep Grand Cherokee und soll mit den Dreiliter-V6- und -V8-Motoren der Marke ausgestattet werden. Voraussichtlich startet die Produktion im Laufe des Jahres 2014, der Verkauf dann 2015.
Es wird wohl nicht das letzte Modell bleiben: Noch handelt es sich um eine Studie, doch die Serienfertigung ist so gut wie beschlossen. Seine Premiere feierte der sportlche 2+2-Sitzer Alfieri auf dem Genfer Autosalon 2014 - angetrieben von einem 4,7-Liter-V8 mit standesgemäßen 460 PS. Das wäre auch für die Serienproduktion eine wünschenswerte Wahl.
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