Die Dachbox ist der ideale Helfer, um den Stauraum im Auto zu erweitern. Schon zu Preisen um 200 Euro gibt es brauchbare Modelle. Werden ein paar Regeln beachtet, ist der Gepäcktransport auf dem Autodach eine praktische und zugleich sichere Sache.

Ob Ski, Surfbrett oder Campingzelt: Sperrige Ausrüstung für Urlaub und Freizeit lässt sich am besten in der Dachbox unterbringen. Die Auswahl am Markt ist dabei groß. Am weitesten verbreitet sind robuste Kunststoffboxen mit einem Volumen von etwa 300 bis 500 Litern. Tests von ADAC und Dekra haben gezeigt, dass zwischen Preis und Qualität bei Dachboxen durchaus ein Zusammenhang besteht. Die Testsieger in Sachen bequeme Bedienung, Ausstattung, Dichtigkeit und Belastbarkeit kosten meist ab 400 Euro aufwärts. Doch schon ab etwa 200 Euro gibt es Boxen, die sicheren Transport der Ladung ermöglichen.

Dachbox nicht zu groß wählen

Eine Dachbox sollte nur so groß sein, wie wirklich nötig. Denn mehr Volumen bedeutet mehr Luftwiderstand, und der führt zu höherem Benzinverbrauch. Zudem muss sich die Heckklappe immer noch gut hochklappen lassen. Ein großer Vorteil kann es sein, wenn sich die Box von beiden Seiten öffnen lässt. So gelangt man immer leicht an den Inhalt, egal wie das Auto gerade geparkt wurde.

Wichtig: Jede Dachbox benötigt zur Montage einen Dachgepäckträger, aber nicht jeder Träger passt auf alle Dächer. Es gibt Grundträger für die Montage auf der Dachreling, in Regenrinnen, an Befestigungspunkten und in Türen. Fragen Sie im Zweifelsfall den Fachhändler – dieser kann im Zweifel ein passendes Modell vorschlagen.

Gute Innenausstattung erleichtert Gepäcksicherung

Neben dem Volumen der Box sowie einer stabilen Bauweise stellt die Ausstattung ein bedeutsames Qualitätsmerkmal dar. Vorteilhaft sind gummierte Matten gegen das Verrutschen der Ladung. Mit genügend Ösen im Innenraum lässt sich die Ladung zudem fest verzurren. Eingebaute Trennwände und Seitenfächer ermöglichen das rutschsichere Verstauen von Teilen.

Zuladung von Box und Dach beachten

Wer seine Dachbox vor einer Reise belädt, sollte auf zwei Dinge ein besonderes Augenmerk richten: das Beachten der Belastungsgrenze und sichere Beladung. Zunächst ist Herstellerangabe für die maximale Zuladung der Dachbox wichtig. Die beträgt meist 50 oder 75 kg. Das zweite Kriterium ist die höchste erlaubte Dachlast. Diese geht aus dem Fahrzeughandbuch hervor. Oft erlauben die Hersteller eine Dachlast während der Fahrt von 75 oder 100 kg. Weil der Gepäckträger und die Dachbox selbst schon einiges wiegen, ist die maximale Dachlast bei viel Gepäck schnell erreicht – oder überschritten. Überladen sollte man jedoch nie fahren, denn dann verlagert sich der Schwerpunkt des Autos zu weit nach oben, oder die Sicherheit der Dachbox wird gefährdet.

Für wirklich sicheres Beladen reicht die Anzahl der mitgelieferten Spanngurte häufig nicht. Zusätzliche Gurte kosten nur ein paar Euro, helfen aber enorm. Leerräume werden am besten ausgestopft, damit nichts verrutschen kann. Die schwersten Gepäckstücke kommen in den Kofferraum. Vorne in der Box macht sich etwa ein zusammengerollter Schlafsack gut – der fängt Ladung auf, die sich vielleicht doch selbstständig macht. Diese Vorkehrungen sollten den sicheren Transport in der Dachbox gewährleisten.© 1&1 Mail & Media / CF