Ölwechsel - Schritt für Schritt

Kommentare0

Hin und Wieder muss das alte Motorenöl durch neues ersetzt werden. Das ist gar nicht so schwierig, wie häufig gedacht wird. Wir zeigen, wie es geht.

Einen Ölwechsel in Eigenregie sollte man nur vornehmen, wenn man eine Grube oder eine Hebebühne verwenden kann, um sicher unter das Auto zu kommen. Anderenfalls ist trotz Mehrkosten der Weg in die Autowerkstatt vorzuziehen.
Zunächst muss neues Motoröl gekauft werden, zum Beispiel im Baumarkt oder an der Tankstelle. Wie viel und welche Sorte erfährt man aus der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Weiter benötigt man ein Auffanggefäß für das Altöl, einen Schraubenschlüssel für die Ölablass-Schraube, einen neuen Dichtungsring, einen neuen Ölfilter, einen Ölfilterschlüssel und am besten öldichte Handschuhe.
Damit das Öl später leicht abgelassen werden kann, sollte der Wagen zunächst ein wenig warm laufen. Dann wird er über die Grube oder auf die Hebebühne gefahren, der Motor abgestellt und der Öldeckel entfernt. Jetzt kann das alte Öl abgelassen werden.
Der nächste Schritt muss schon unter dem Wagen ausgeführt werden. Der Motor wird bei vielen Fahrzeugen von einem Bodenblech geschützt, das abmontiert werden muss, um an die Ölwanne zu gelangen.
Das Öl sammelt sich an der tiefsten Stelle des Motors, der Ölwanne. Dort befindet sich die Ölablass-Schraube. Unter ihr wird das Auffanggefäß platziert. Mit dem Schraubschlüssel öffnet man nun zügig die Ablass-Schraube, die möglichst nicht herunterfallen sollte.
Das warme Öl fließt in einem starken Strahl nach unten in den Auffangbehälter. Vorsicht, wenn etwas daneben geht, kann das teuer werden. Wenn Öl in den Boden eindringt, ist das Umweltverschmutzung und kann einige tausend Euro an Strafe kosten.
Die Ölablass-Schraube muss mit einer neuen Dichtung versehen werden. Dann setzt man sie wieder ein. Sie sollte kräftig aber nicht mit Gewalt festgezogen werden, da man die Ölwanne sonst beschädigen könnte.
Beim Ölwechsel ersetzt man auch den Ölfilter. Das dosenartige Gebilde lässt sich meist nur mit einem speziellen Ölfilterschlüssel lösen. Vorsicht, auch hier fließt Öl nach unten. Mit einem Tuch sollte der Anschluss für den Ölfilter gereinigt werden. Den neuen Ölfilter an der Kontaktfläche ein wenig einfetten und wieder aufschrauben.
Nun das frische Öl einfüllen. Am besten nimmt man zunächst nur einen halben Liter, um zu testen, ob die Ölablass-Schraube dicht ist. Ist dieser Test positiv ausgefallen, kann man den Rest der vorgeschriebenen Ölmenge nachgießen.
Ist der Öldeckel wieder aufgeschraubt, sollte man den Motor etwa fünf Minuten im Stand laufen lassen, damit sich das Öl gut verteilt. Dann wird der Motor abgestellt. Nach weiteren fünf Minuten kann man den Ölstand kontrollieren und wenn nötig noch ein wenig Öl nachgießen.
Das Altöl kann bei der Tankstelle oder dem Baumarkt entsorgt werden, bei dem man das neue Öl gekauft hat. Am besten lässt man sich beim Kauf eine Quittung geben, dann funktioniert die Rücknahme problemlos. Die städtischen Recyclinghöfe nehmen ebenfalls Altöl an