Es geht mal wieder los: Wenn Sie mit Ihrem Auto schon bald in die großen Ferien aufbrechen, werden Sie sich vor einer Aufgabe ganz bestimmt nicht drücken können: dem Packen des Kofferraums, beziehungsweise des gesamten Pkw. Auf der Fahrt in den Urlaub mutiert das Familienauto nämlich rasch zu einem regelrechten Transporter. Doch welche Gegenstände sollten wohin? Mit diesen Tipps werden Sie zum professionellen Einpacker!

Der Sommer ist da, die Ferien haben angefangen: Der große Urlaub steht kurz bevor. Wer seine Urlaubsziel fest im Blick hat, sogar die Route geplant und das Auto durchgecheckt hat, muss eigentlich nur noch eine Aufgabe meistern. Richtig: Es geht ums Packen des Autos. Anstatt einfach alle Gepäckstücke wahllos zu verstauen, sollten Sie sich dafür jedoch etwas mehr Zeit nehmen, denn hier kann man viel falsch machen. Der TÜV Süd hat dazu einige Tipps zusammengestellt, damit Sie sicher ankommen.

Das Auto muss es tragen können: Immer das Gewicht im Blick haben

Ganz am Anfang steht der Taschenrechner: Denn das zulässige Gesamtgewicht Ihres Pkw darf niemals überschritten werden, ganz egal wie viel Gepäck in der Hofeinfahrt steht. Ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Pkw gibt Aufschluss. Dabei sollten Sie bedenken, dass die Angabe "Zulässiges Gesamtgewicht" der Autohersteller nur den Fahrer mit pauschal 75 Kilogramm Gewicht mit einberechnet – Beifahrer und weitere Insassen müssen Sie also selbst hinzuaddieren. Um die maximale Zuladung zu erfahren, ziehen Sie die "Leermasse" von der "Zulässigen Gesamtmasse" einfach ab, sagt der TÜV.

Auch wenn es aufwendig erscheint: Die maximale Beladung ist von den Herstellern nicht umsonst angegeben. Wenn Sie zu viel einpacken, können Bremsen und Fahrwerk überlastet werden, das Fahrverhalten wird unkalkulierbar. Kurzum: Ihr Pkw ist nicht mehr verkehrssicher. Aber auch mit einem im zulässigen Rahmen beladenen Auto müssen Sie sich auf ein verändertes Verhalten des Autos einstellen: Längere Bremswege und langsameres Beschleunigen gehören etwa dazu. Ein Überholmanöver kann also bedeutend länger dauern. Und auch an der roten Ampel sollte Sie früher als sonst auf das Bremspedal treten. Enge oder schnelle Kurven sollten außerdem deutlich langsamer gefahren werden.

Der Ort ist wichtig: Richtiges Beladen ist das A und O

Der zweite Schritt ist das Sortieren des Gepäcks: Was ist sperrig, was ist schwer und was ist leicht und weich oder muss in einer Box verstaut werden? Generell gilt: Je schwerer ein Gegenstand ist, desto näher sollte er nach unten beziehungsweise in Richtung Fahrzeugmittelpunkt verstaut werden. Heißt konkret: Schwere Koffer gehören im Kofferraum nach ganz vorne unten. Auch wenn der Fußraum der Rückbank oder die Rückbank selbst auch infrage kommen: Schwere Stücke sollten immer in das Gepäckabteil. Wer keine Lücken lässt, verhindert das Verrutschen der Ladung effektiv. Als Helfer eignen sich außerdem Expander, Trennwände und Transportkisten. Kleine Gepäckteile sollten ohnehin in einer Box gelagert werden, damit sie nicht im Auto herumfliegen können.

Wenn Sie vollen Laderaum Ihres Kombis nutzen wollen, müssen Sie sich ein stabiles Trenngitter besorgen – am besten ein Originalteil des Herstellers, empfiehlt der TÜV. Nur dieses kann schwere Ladung davor bewahren, bei einem Bremsmanöver aus dem Heckabteil nach vorne zu rutschen. In diesem Fall müssen Sie die Außenspiegel des Fahrzeugs jedoch neu einstellen – durch den Rückspiegel sehen Sie dann nichts mehr. Wichtig: In die Dachbox gehören nur leichte Teile. Achten Sie außerdem darauf, dass das Gepäck nicht einseitig ins Auto gepackt wird – Schlagseite der Karosserie ist in jedem Fall zu vermeiden. Tipp: Sicherheitsrelevante Gegenstände wie der Verbandskasten, Warnwesten oder das Warndreieck sind zum Schluss und in Griffnähe einzuladen.

Das Licht nicht vergessen

Wenn alles geschafft ist und die Fahrt losgehen kann, sollten Sie bei Autos, die keine automatische Leuchtweitenregulierung der Scheinwerfer haben, von Hand nachstellen – sonst blenden Sie womöglich den Gegenverkehr.© 1&1 Mail & Media / CF