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PS-Vorfahren: So haben sich die Modelle von früher bis heute verändert!

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Genspender, PS-Vorfahren oder einfach nur Vorgänger-Modelle: Viele Baureihen der internationalen Hersteller gibt es schon seit 40, 50 oder sogar 60 Jahren. Dabei hat sich nicht nur bei der Technik, sondern auch beim Design viel getan. Einige Modelle sind aber auch nach Jahrzehnten noch ganz klar zuzuordnen. © 1&1 Mail & Media / CF

Genspender, PS-Vorfahren oder einfach nur Vorgänger-Modelle: Viele Baureihen der internationalen Hersteller gibt es schon seit 40, 50 oder sogar 60 Jahren. Dabei hat sich nicht nur bei der Technik, sondern auch beim Design viel getan. Einige Modelle sind aber auch nach Jahrzehnten noch ganz klar zuzuordnen - so auch die amerikanische Sportwagenikone Chevrolet Corvette Stingray. Nach der Corvette C1 (1953 bis 1962) folgte 1963 mit der Corvette C2 (bis 1967) das erste Stingray-Modell. Schon damals konnte die Stingray mit bis zu 450 PS und 7,0 Litern Hubraum glänzen. Die Beschleunigung des 425-PS-Modells lag bereits bei beachtlichen 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit 455 PS und einer Beschleunigung von 4,2 Sekunden auf Tempo 100 ist die aktuelle Corvette C7 Stingray (seit 2014) da kaum flotter unterwegs.
Auch das kultige Ponycar Ford Mustang ist seinem Wurzeln treu geblieben. Seit 1964 in Produktion war die erste Version (bis 1973) noch reichlich schwammig und mit bis zu 225 PS (305 PS in der Shelby-Version) unterwegs. Allein den ersten drei Produktionsjahren verkaufte sich der Ur-Mustang über 1,2 Millionen mal. Mit dem aktuellen Modell kommt der Mustang übrigens erstmals offiziell nach Europa und muss nicht eigens über den Importeur bezogen werden. Je nach Modell liegt der Grundpreis beim neuen Mustang (ab 2015) zwischen 37.000 und 42.000 Euro. Bei den Motoren stehen 317 oder 421 PS zur Auswahl. Der Ur-Mustang startet 1964 umgerechnet mit einem Preis von circa 18.000 US-Dollar.
Der Vorgänger des RS4 hieß noch RS2 und wurde von 1994 bis 1996 insgesamt 2,891 Mal gebaut. Mit einem damaligen Preis von 98.900 D-Mark war der RS2 bereits bei seiner Einführung alles andere als ein Schnäppchen. Dafür leistete der Sportkombi aber schon damals 315 PS, verfügte über einen permanenten Allradantrieb und hatte unter anderem die Außenspiegel des Porsche 993. Tempo 100 wurde bereits nach 5,4 Sekunden erreicht, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 262 km/h. Nach dreijähriger Produktionspause kam der Familiensportler dann 1999 als RS4 zurück. In der aktuellen Variante (seit 2012) leistet der Audi inzwischen stolze 450 PS.
Ein Klassiker, wie er im Buche steht: Optisch hat die erste Generation des GTI mit der aktuellen nichts mehr am Hut - die Legende lebt aber weiter. 1976 hatte VW mit dem 110 PS starken GTI den Grundstein für ein ganzes Segment in der Kompaktklasse gelegt. Über eine Höchstgeschwindigkeit von 182 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,2 Sekunden können heutige GTI-Fahrer allerdings nur müde lächeln - dafür aber nicht über den Preis: Der Golf I GTI kostete zu seiner Markteinführung gerade mal 13.850 Euro, heute dafür ein Vielfaches. Aktuell steht der Golf VII GTI mit 220 PS und einem Grundpreis von 29.225 Euro in der Wolfsburger Autostadt.
Auch der VW Polo kann auf eine lange Reihe an Vorgängern zurückblicken (seit 1975). Den unverwechselbaren Charme der alten Modelle hat der Kleinwagen in jüngster Zeit aber verloren. Dabei war das Ur-Modell anfangs als Sparversion des Audi 50 angedacht und sogar noch unter dem VW Käfer positioniert. Mit den Jahren wuchs der Polo aber vor allem im Umfang und ist heute bereits größer als ein Golf II. Die Top-Motorisierung der ersten Generation lag zum Ende der Bauzeit bei 60 PS (Polo GT). Der Einstiegsbenziner des aktuellen Polo (seit 2014) leistet exakt genau so viele Pferdestärken.
VW versteht es wie kaum ein anderer Autohersteller Klassiker am Leben zu erhalten - so auch den VW "Bulli". Der moderne VW T6 profitiert noch heute vom coolen Image der ersten Baureihe T1, die erstmal 1950 in Serienfertigung vom Band lief. Ursprünglich als Transporter geplant, mauserte sich der VW Bus schnell zum Kult-Van für Großfamilien und war ein zentrales Symbol der Flower-Power-Bewegung Ende der 1960er Jahre. Heute kosten Exemplare der ersten Generation in gutem Zustand so viel wie ein neuer T6 (seit 2015) oder deutlich mehr. Seine Funktion als Transporter und nobler Lifestyle-Van hat sich der VW Bus aber bis heute erhalten.
Seit 1963 baut Porsche den 911er. Die erste Generation hörte dabei noch auf die Zahlenkombination 901. Die "0" in der Modellbezeichnung hatte sich zu dieser Zeit aber bereits Peugeot gesichert, weshalb Porsche sein Sportcoupé ab 1964 unter der Bezeichnung "911" auf dem Markt platzierte. Als erster Antrieb diente damals ein 2,0-Liter-Boxermotor mit 130 PS. Der Grundpreis lag bei 21.900 D-Mark. Das aktuelle Modell startet bei 90.417 Euro und wird von 350 PS angetrieben. Betörend und legendär waren und sind aber die Karosserielinie und die ausgewogenen Fahreigenschaften, die den 911er zur weltweiten Sportwagenikone machten.
Der Gentleman unter den Geländewagen hat ebenfalls eine lange Tradition und stellt diese auch heute noch stolz zur Schau. Das erste Modell (ab 1970) gilt noch heute als Wegbereiter moderner SUVs. Nach über 40 Jahren Bauzeit befindet sich der Luxus-Offroader aber lediglich in der vierten Generation, ist aber mehr denn je das Luxusflaggschiff des britischen Geländewagen-Bauers und weltweit das Maß aller Dinge, wenn es um luxuriöse Offroader geht. Die erste Generation wurde noch bis 1985 als Dreitürer angeboten.
Der legendäre Land Rover Defender (früher Serie I, II, III) wird im Januar 2016 nach fast 70 Jahren Bauzeit vorerst eingestellt. Der Nachfolger könnte auf der Land Rover-Studie DC100 basieren. Seinen Namen trägt der knorrige Offroader erst seit 1990. Ursprünglich für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt, ist der kantige Geländewagen, der seine Ursprungsform nie aufgegeben hat, heute auch ein gern gesehener Gast in der Großstadt. Dass die Erfolgsgeschichte Anfang 2016 vorerst ein Ende findet, ist den neuen Abgas- und Fußgängerschutzvorschriften geschuldet.
Auch bei Rolls-Royce hat sich über die Jahre viel getan. Das einst runde Image mit dem riesigen Kühlergrill der alten Cloud-Modelle (von 1955 bis 1966) und den runden Kulleraugen ist einer modernen kantigen Linienführung gewichen - aus der Wolke ("Cloud") wurde der Geist ("Wraith"). Während die Luxuslimousine Silver Cloud I bei seiner Markteinführung 5.078 Britische Pfund kostete, schlägt ein Wraith heute mit mindestens 280.000 Euro zu Buche.
Wenn es um Luxuslimousinen geht, dann wird die S-Klasse wohl nie aus der Mode kommen. Offiziell trägt die Baureihe aber erst seit 1972 (Typ 116) den Modellnamen. Aber auch die vorherigen Versionen, angefangen beim Mercedes 105 (1954 bis 1959) gelten heute als Vorfahren der S-Klasse. Während das aktuelle Flaggschiff aus Stuttgart mindestens 81.753 Euro, wurden beim Typ 116 anfangs 23.800 D-Mark (entspricht circa 38.000 Euro) fällig. Mit weit über 2,5 Millionen verkauften Exemplaren ist die S-Klasse außerdem eine der erfolgreichsten Luxuslimousine der Automobilgeschichte.
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