Bei einer Urlaubsreise von nicht selten einigen Tausend Kilometern sollte möglichst nichts schiefgehen. Wenn das Auto richtig überprüft und fit ist, kann der Start in die Ferien entspannt gelingen.

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Vor Antritt einer Urlaubsfahrt ist es immer eine gute Idee, die Technik des Autos zu überprüfen. Ein solcher Reisecheck dauert nicht lange, kann aber möglicherweise eine Reparatur oder Autopanne im fremdsprachigen Ausland ersparen.

Viele wichtige Funktionsprüfungen können Autofahrer selbst durchführen. Der Autocheck vor der Abreise sollte so früh vorgenommen werden, dass noch Zeit bleibt, eventuell benötigte Teile zu beschaffen und zu montieren.

Reifen und Flüssigkeiten innerhalb von Minuten prüfen

Die Reifen benötigen eine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Ratsam sind jedoch wenigstens drei Millimeter für gute Haftung auch bei Nässe.

Für Urlaubsfahrten mit Gepäck und mehreren Passagieren sollte der Luftdruck etwas höher sein als sonst. Das erhöht die Sicherheit und reduziert gleichzeitig Verschleiß und Verbrauch. Die richtigen Werte dafür stehen im Handbuch.

Flüssigkeiten lassen sich am Auto einfach und schnell prüfen. Neben dem Ölstand ist der Pegel von Kühlflüssigkeit, Scheibenwischwasser und Bremsflüssigkeit zu checken. Nach dem Öffnen der Motorhaube sind alle Behälter zugänglich.

Sollte es an Bremsflüssigkeit fehlen, sind wahrscheinlich die Bremsbeläge stark verschlissen: Zeit für eine Bremsenprüfung in der Werkstatt. Dort wird neben den Bremsbelägen und Bremsscheiben auch der Zustand der Bremsflüssigkeit geprüft.

Scheibenwischer bei Bedarf frühzeitig austauschen

Verschlissene Scheibenwischer behindern die Sicht und nerven durch ihr Quietschen und Rubbeln auf der Scheibe. Sie zu reinigen, hilft zwar kurzzeitig, ist aber meist nicht ausreichend für eine längere Reise.

Frühzeitiges Ersetzen der Wischergummis hält für die nächsten Monate vor und erspart womöglich die Suche nach einem passenden Ersatzteil.

Fester Bestandteil der Reisevorbereitung ist die Prüfung der Lichtanlage. Sind sämtliche Blinker, das Bremslicht und auch das Fernlicht in Ordnung?

Wenn die Tour mit viel Gepäck gefahren wird, ist zudem eine neue Einstellung des Leuchtwinkels erforderlich. Sonst wird der Gegenverkehr geblendet.

Grundausstattung an Ersatzteilen erspart Ärger bei Defekten

Unterwegs oder am Urlaubsort sind möglicherweise manche Ersatzteile nicht so einfach zu beschaffen wie zu Hause. Oder die sprachliche Verständigung ist schwierig.

Deshalb sollten die wichtigsten Verschleißteile an Bord sein. Dazu gehört auf jeden Fall Ersatz für die benötigten Birnchen – eines von jeder Sorte. Auch die passenden Sicherungen sollten an Bord sein. Ein Keilriemen rundet die Grundausstattung an Ersatzteilen ab.

Unfallausrüstung trotz Gepäck erreichbar halten

Bei der Gelegenheit können Autofahrer gleich das Werkzeug und den Luftdruck in einem eventuell vorhandenen Ersatzrad prüfen. Wagenheber, Abschleppseil und Starthilfekabel sollten im Auto vorhanden und bei Bedarf erreichbar sein – also nicht ganz unten unter dem Gepäck begraben.

Speziell Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste sollten so angebracht sein, dass sie bei Bedarf schnell zur Hand sind. Zumindest in Deutschland ist nur eine einzige Warnweste Pflicht. Aber bei einer Panne ist es sicherer, wenn es für alle Mitreisenden eine Warnweste gibt.

In einigen Ländern gibt es spezielle Vorschriften für die Autoausstattung, die hierzulande oft unbekannt sind. So ist etwa in Spanien und Großbritannien das Mitführen von Ersatzbirnen vorgeschrieben.

In Großbritannien müssen Autos, die für den Rechtsverkehr ausgelegt sind, spezielle Abkleber ("Beam Converters") vor den Scheinwerfern haben. Diese verdecken das auf den rechten Straßenrand gerichtete asymmetrische Licht, das im britischen Linksverkehr den Gegenverkehr blenden würde.© 1&1 Mail & Media / CF

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