Retromobile Paris: Juwelen der Baillon-Kollektion kommen unter den Hammer

Kommentare0

Es war die größte Wiederentdeckung für den Oldtimermarkt seit Jahren: Im September 2014 entdeckten zwei Experten in Westfrankreich die verschollene Kollektion von Roger Baillon. Der französische Unternehmer war ein leidenschaftlicher Sammler und wollte ein privates Automuseum gründen. Doch dazu kam es nie. Auf der Retromobile-Messe in Paris kommt ein Teil der Baillon-Kollektion mithilfe des Auktionators Artcurial unter den Hammer.

Matthieu Lamoure und Pierre Novikoff trauten ihren Augen nicht, als sie unter Gerümpel Schätze wie alte Ferrari oder Maserati zu Gesicht bekamen.
Zu den größte Hoffnungen in der Auktion gehört dieser Ferrari 250 GT SWB California Spider. Artcurial schätzt den Erlös auf maximal zwölf Millionen Euro ein.
Dieser knallgelbe Ferrari 275 GTB mit seiner langen Nase gehörte in früheren Zeiten der US-Schauspielerin Jane Fonda. Das Auktionshaus hofft, den geschichtsträchtigen Wagen, der nicht zur Baillon-Kollektion gehört, für über 3,2 Millionen Euro zu versteigern.
Ferrari 250 GTOs gehören unter den Oldtimern zu den gefragtesten Autos überhaupt. Von dieser Baureihe gibt es nur 39 Exemplare. Artcurial schätzt den Verkaufspreis auf maximal zwölf Millionen Euro.
Bei der Versteigerung in Paris soll auch ein Bugatti Type 43 Grand Sport unter den Hammer kommen. Das aus dem Jahr 1927 stammende Auto, das eine Höchstgeschwindigkeit von 177 Stundenkilometer erreicht, war damals der erste 100-Stundenmeilen-Wagen.
Für schlappe 1,2 Millionen Euro soll der Maserati A6G Gran Sport Frua weggehen. Sicherlich muss an dem Wagen aus der Baillon-Kollektion noch einiges verschönert werden, aber dann ist auch der Wert um einiges höher.
Aus der Baillon-Kollektion steht auch dieser Talbot Lago T27 zum Verkauf, der früher dem ägyptischen König Faruq I. gehörte. Geschätzter Preis: maximal 150.000 Euro.
Dieses "Grand Sport Coupé" soll dem Verkäufer bis zu 600.000 Euro einbringen. Die Karosserie des tiefliegenden Zweitürers entwarf Designer Iakov Saoutchik.
Wie viele seiner Leidensgenossen stand dieser Delahaye mehr als 50 Jahre in einer Scheune in Westfrankreich. Das stark mitgenommene Cabrio soll maximal 150.000 Euro bringen.
Aus dem Jahr 1925 stammt dieser Hispano Suiza, den Artcurial auf 300.000 Euro schätzt. Mit der Rennversion des Serienmodells fuhr Woolf Barnato zu einigen Rekorden.