Auch wenn niemand in die Zukunft sehen kann, eines ist sicher: Stau und stockenden Verkehr wird es auf Deutschlands Autobahnen und Fernverkehrsstraßen auch 2017 geben. Wer sich allerdings ein paar Gedanken dazu macht, wann genau er mit dem Auto auf Reisen geht, kann erheblich viel Zeit sparen und Stress vermeiden. Und so geht’s.

Einfach jeden Stau und jede Verkehrsbehinderung umfahren, ohne Zeit zu verlieren – der Traum vieler Autofahrer lässt sich trotz technischem Fortschritt zwar auch im nächsten Jahr nicht erfüllen, doch viel Technik braucht es auch überhaupt nicht, um zeitfressende Staus rechtzeitig zu umfahren oder sie einfach zu meiden. Der ADAC weist in seinem Staukalender 2017 auf die größten Engpässe des Jahres hin. Wer also die großen Touren des Jahres zeitig plant und dabei ein paar Grundregeln befolgt, kann Zeit sparen und seine Nerven schonen.

Am Gründonnerstag droht der Verkehrskollaps

Den ersten deutschlandweiten Stautag erwarten die Experten des Automobilclubs an Ostern, genauer: am Gründonnerstag. Zwar müssen Reisende über das gesamte Osterwochenende mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen, aber am 13. April könnten mit Abstand die meisten Autofahrer im Stau stecken. Auch den Nachmittag des Ostermontags sollten Autofahrer mit Stau-Allergie besser meiden, denn zu dieser Zeit machen sich die meisten Kurzurlauber auf den Heimweg und lassen den Verkehr auf vielen Autobahnen des Landes gehörig anschwellen.

Auch den Mittwoch, 24. Mai 2017 sollten Sie sich in Ihrem Kalender rot anstreichen. Der Tag vor dem bundesweiten Feiertag Christi Himmelfahrt könnte wie jedes Jahr für massenhaft längere Staus in Deutschland sorgen. Das Gleiche gilt für den 2. Juni: Es ist der erste Freitag des Sommermonats und zugleich derjenige, an den das Pfingstwochenende 2017 anschließt. Sollten Sie nicht davon überzeugt sein, dass an diesem Datum viel los sein wird: Laut ADAC war dieser Freitag der staureichste Tag des Jahres 2016.

Kritische Sommersaison ab Mitte Juli

Im kommenden Sommer müssen Sie sich als Autofahrer nicht nur auf den Hitzestau in Ihrem in der Sonne geparkten Auto vorbereiten, auch mehrere große Verkehrsstaus werden ab Mitte Juli erwartet. Besonders kritisch soll es zwischen dem Wochenende des 14. und 16. Juli und dem ersten Augustwochenende werden, so der ADAC. Während in diesen drei Wochen zu jeder Zeit mit erhöhter Staugefahr zu rechnen ist, dürfte der Höhepunkt am letzten Juliwochenende erreicht sein. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Zu diesem Zeitpunkt haben alle Bundesländer Sommerferien.

Grundsätzlich sind auch alle Freitage vor verlängerten Wochenenden mit starkem Verkehrsaufkommen belastet. 2016 war das etwa am 30. September der Fall, da am Montag den 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit war und viele den zusätzlichen Tag nach dem Wochenende für einen Kurzurlaub nutzten. Der ADAC verzeichnete hier besonders viele Verzögerungen.

Staugefahr Dienstags und Mittwochs am geringsten

Generell sollten Sie beachten, dass der Reiseverkehr in die Urlaubsgebiete an Freitagen und vor Feiertagen immer in den Nachmittags- und Abendstunden (zwischen 13:00 und 20:00 Uhr) am stärksten ist. An Samstagen und Sonntag ist es dagegen eher der Vormittag, der mit dichterem Verkehr belastet ist (zwischen 09:00 und 15:00 Uhr). Beim Rückreiseverkehr gibt der ADAC für Freitage die Zeiten zwischen 14:00 und 19:00, für Samstage von 11:00 bis 18:00 sowie für Sonntage von 14:00 bis 20:00 Uhr als die staureichsten Reisezeiten an. Tipp: Während der Schulferien und insbesondere in den großen Sommerferien sollten Sie einen Dienstag oder Mittwoch für die An- oder Abreise wählen. Erfahrungsgemäß rollt es an diesen beiden Tagen am besten.© 1&1 Mail & Media / CF