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Supercars mit H-Kennzeichen: Trotz 30 Jahren und mehr noch kein altes Eisen

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Supersportwagen sind keine neue Fahrzeuggattung der letzten zwei Jahrzehnte. Schon vor mehr als 30 Jahren gab es echte Supercars, die modernen Boliden in ihren Fahrleistungen kaum nachstehen. Diese Super-Oldies tragen heute schon ein H-Kennzeichen! © 1&1 Mail & Media / CF

Supersportwagen sind keine neue Fahrzeuggattung der letzten zwei Jahrzehnte. Schon vor mehr als 30 Jahren gab es echte Supercars, die modernen Boliden in ihren Fahrleistungen kaum nachstehen. Einer dieser Super-Oldies mit H-Kennzeichen ist der Aston Martin V8 Vantage (1977 bis 1989). Der luxuriöse Gran Turismo leistete seinerzeit zwischen 380 und 432 PS und war schon damals für eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 275 km/h gut.
Als Rallye-Legende berühmt geworden ist der Audi Sport quattro (1984 bis 1985) zwar kein klassischer Supersportwagen, dennoch hat er es faustdick hinter den Ohren. Seine mindestens 306 PS katapultieren den Kurvenkünstler in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und bis auf maximal 250 km/h.
277 PS klingen nicht gerade gewaltig, Optik und Fahrleistungen qualifizieren den BMW M1 (1978 bis 1981) dennoch als Supercar. Tempo 100 liegt nach 6,0 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 265 km/h erreicht. Richtig extrem war die Rennversion des M1: Mit optionalem Turbolader mobilisierte der Reihensechszylinder bis zu 850 PS.
Die zweite Generation der Chevrolet Corvette (1962 bis 1967) war schon damals eine Wucht. Mit dem 6,5-Liter-V8 "Big Block" ausgerüstet lieferte die C2 Stingray schon vor über 40 Jahren 425 PS. Tempo 100 wurde in knapp unter 5,0 Sekunden geknackt, die Höchstgeschwindigkeit lag bei über 270 km/h.
Aber auch die Nachfolgegeneration Corvette C3 (1967 bis 1982) stand dem in nichts nach. 435 PS waren eine echte Kampfansage. 1969 war zudem bereits das radikale Sportmodell ZL1 (430 PS) zu bekommen.
Nichts für schwache Nerven war auch der Ferrari 250 GTO (1962 bis 1964). Dank 297 PS war der Zwölfzylinder zu dieser Zeit schon mit bis zu 250 Sachen unterwegs. Tempo 100 erreichte die automobile Legende nach nur 5,6 Sekunden.
Noch brutaler wurde es dann mit dem Ferrari 288 GTO (1984 bis 1986). Sein 400 PS starker V8-Motor katapultierte die rote Flunder in 4,9 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis auf 305 km/h.
Was folgte, war der legendäre Ferrari F40 (1987 bis 1992). Dank 478 PS wurde Tempo 100 hier bereits nach 4,1 Sekunden geknackt, in der Spitze stehen schwindelerregende 324 km/h auf dem Tacho.
Der Ferrari Testarossa, später 512 TR und F512 M (1984 bis 1996) wirkte gegenüber dem F40 deutlich alltagstauglicher, auf der Autobahn war er dennoch ein ganz heißes Eisen. Schon 1984 brachte es der "rote Kopf" auf 390 PS und 295 km/h in der Spitze. Später ging es bis auf 446 PS und 315 km/h hinauf.
Der Ford GT40 (1964 bis 1968) gewann vier Jahre in Folge das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Je nach Version brüllten bis zu 380 PS im Heck - in der Le-Mans-Version sogar 520 PS. Das reichte schon damals für 320 km/h auf der langen Geraden. Heute tritt der aktuelle Ford GT das berühmte Erbe an.
Der Lamborghini Miura (1966 bis 1975) gehört ebenfalls zu den Vorfahren moderner Supersportwagen. Dank bis zu 385 PS waren auch damals schon Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h im Bereich des Machbaren.
Der Lamborghini Countach (1974 bis 1990) ist nicht nur optisch auch heute noch ein echtes Highlight. Mit einer Leistungsspanne von 355 bis 490 PS erreicht die Flunder zwischen 292 und 330 km/h.
Ganz früh, sehr stark, unglaublich elegant: Dass der legendäre Mercedes-Benz SL 300 (1954 bis 1963) ein Supersportwagen ist, sieht man ihm auf den ersten Blick an. 215 PS reichten je nach Übersetzung für bis zu 260 km/h in der Spitze.
Die erste Generation des Porsche 911 Trubo (1974 bis 1989) leistete erst 260, dann 300 PS. Geschwindigkeiten jenseits der 250 km/h waren schon damals kein Problem.
Auch der Porsche 959 (1986 bis 1988) kann inzwischen schon mit einem H-Kennzeichen bewegt werden. Dabei ist das "schnellste Serienfahrzeug des Jahres 1986" nun wirklich alles andere als ein Oldie. Dank 450 PS steht Tempo 100 nach nur 3,7 Sekunden auf dem Tacho, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 317 km/h.
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