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Neue Technik im alten Gewand

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Nostalgie auf zwei und vier Rädern © Autonews

Nostalgie auf zwei und vier Rädern - Sie kennen es vielleicht aus dem Fernsehen: Sendungen über den Alltag in früheren Jahrzehnten laufen immer gut. Nostalgie ist das Lagerfeuer, um das alle herumsitzen und sagen: Damals, weißt du noch? Ein ganz ähnliches Gefühl überkommt uns auch bei Retro-Fahrzeugen wie dem Fiat 500. Sie tragen unsere Gedanken in eine vermeintlich bessere Zeit. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen Modelle, die zwar alt aussehen (oder einen alten Namen tragen), aber moderne Technik aufweisen.
LEVC TX - Das klassische London-Taxi ist zurück, genauer gesagt: der LEVC TX mit Plug-in-Hybrid. Dessen Optik zitiert deutlich die klassischen "Black Cabs" mit ihren Rundungen, dem hohen Dach und dem großen Grill. Allerdings wurden die etwas verschnörkelten Linien versachlicht, hinzu kommt Tagfahrlicht. 70 Meilen, umgerechnet 112 Kilometer weit, geht es ausschließlich mit Strom. Schaltet sich der Verbrenner dazu, sind bis zu 644 Kilometer möglich.
Borgward BXi7 - Im Fall von Borgward ist der Retro-Gedanke anders gelagert: Bewusst hat man bislang auf eine Neuauflage der legendären Isabella verzichtet, denn China steht im Mittelpunkt. Dort kommen auch die Eigentümer her. Und so baut Borgward diverse SUVs. Sie dürften 2019 nach Deutschland kommen, dann mit Plug-in-Hybrid oder Elektroantrieb. Nicht die Optik ist hier nostalgisch, sondern der Markenname.
VW Käfer Elektro-Cabrio - Robert Tönnies, Neffe von Schalke-04-Präsident Clemens Tönnies, fragt sich: Wie sorgt man für E-Auto-Begeisterung und weckt die Emotionen der Menschen? Antwort: Mit einem Oldtimer! Dessen Eckdaten: Keine Rarität als Grundlage für den Stromumbau, aber ein Cabrio mit Alltagstauglichkeit und hohem Bekanntheitsgrad. Und so fiel die Entscheidung auf das VW Käfer Cabriolet. Vor anderthalb Jahren begann die Elektrifizierung eines 1971er-Modells, Produktionskosten rund 119.000 Euro. Nun sollen bis zu 25 weitere Exemplare gebaut werden. Neu ist übrigens die Idee von Strom-Käfern nicht: Die Firma Zelectric ist mit dieser Marktlücke in Kalifornien erfolgreich.
Fiat 500 Anniversario - Im Fall des aktuellen Fiat 500 zitiert man oft und gerne die Historie des "Cinquecento". Das beginnt schon beim knuffigem Design, welches der aktuelle 500 seit 2007, dem 50. Geburtstag des Urahns trägt. Zum 60-jährigen Jubiläum gibt es jetzt ein besonderes Sondermodell im Look des Fiat 500 von 1957 und einer Farbe von damals.
Lambretta V-Special - Die Lambretta ist wieder da. Der von der italienischen Firma Innocenti entworfene und von 1947 bis 1971 gebaute Kultroller gehört zu den bekanntesten und am häufigsten produzierten Zweirädern der Welt. Nun feiert die italienische Marke ihren 70. Jahrestag mit der Einführung eines neuen Modells namens V-Special. Das neue Moped hat ein kantiges Retro-Design, das sich offenbar an der Lui 50 und 75 sowie der Lambretta GP/DL vom Ende der 60er-Jahre orientiert. Im Angebot sind Motoren von 50 bis 200 Kubik, 2018 soll eine Elektroversion folgen.
Porsche 911 - Als der Porsche 911 im Jahr 1963 erstmals gezeigt wurde, hätte wohl niemand gedacht, dass 2017 die Marke von einer Million gebauten "Elfern" erreicht wird. Doch der 911 hat viele Krisen überstanden, weil er seinem Konzept treu geblieben ist, aber technisch stets das Maximum herausholte.
Citroën-Jumper-Umbau - Die französische Automobilgeschichte hat so manche Ikone hervorgebracht. Darunter gibt es auch einen Lieferwagen, wie er französischer nicht sein könnte: der Typ H von Citroën. Er wurde von 1948 bis 1981 gebaut, also nicht weniger als 33 Jahre, und war einer der am weitesten verbreiteten Kleintransporter in Frankreich. Die frontgetriebene Wellblech-Büchse mit dem unverwechselbaren, kantigen Äußeren wurde 1947 vorgestellt, feiert also dieses Jahr ihren 70. Geburtstag. Zu diesem runden Jubiläum beschlossen ein Italiener namens Fabrizio Caselani und der bekannte Designer David Obendorfer, den Typ H wieder auferstehen zu lassen. Möglich macht das ein Kit, mit dem sich ein moderner Lieferwagen in einen Typ-H-Nachbau verwandeln lässt. Basis ist der eher langweilige Citroën Jumper, nur 70 Kits werden hergestellt.
Lada 4x4 - Vom Vorreiter zum Oldtimer ab Werk: So könnte man die Karriere des 1976 vorgestellten Lada Niva, der heute 4x4 heißt, beschreiben. Über 40 Jahre später bietet der Lada 4x4 in der Urban-Version zwar eine Klimaanlage und eine Sitzheizung, aber eben auch echten Allradantrieb und ein kerniges Fahrgefühl. Billig ist der Russe in mancher Hinsicht, der Spaßfaktor ist unbezahlbar.
David Brown Mini Remastered - Erinnern Sie sich noch an den David Brown Speedback GT? Der 2014 vorgestellte Wagen basierte auf dem Jaguar XKR, hatte aber ein Blechkleid im Stil eines Aston Martin DB5. Nun ist David Brown Automotive wieder da, diesmal mit einer modernen Version des klassischen Mini. Der Mini Remastered besitzt im Grunde die bekannte, von Alec Issigonis entwickelte Optik des Originals. Doch die Karosserienähte wurden entfernt, ein neuer Aluminium-Grill eingebaut, Bullet-Außenspiegel mit Ein- und Ausstiegsleuchten angeschraubt und der Wagen bekam spezielle LED-Heckleuchten, die vom Speedback GT inspiriert sind. Unter der Haube arbeitet eine getunte Version des Mini-Motors mit 1.275 ccm und etwa 50 Prozent mehr Leistung. Bremsen und Fahrwerk wurden verstärkt und die Viergang-Handschaltung neu abgestimmt. David Brown schweißt auch zusätzliche Karosserieträger in den Mini, ...
Ruf CTR - Fans des Porsche 911 und der Marke Ruf schwärmen bis heute vom legendären Nordschleifen-Ritt des Ruf CTR Yellow Bird im Jahr 1987. Der Ruf CTR sieht zwar auf den ersten Blick aus wie ein Porsche 911 Turbo der ersten Generation mit zeitgemäßem 80er-Jahre-Tuning, ist allerdings eine komplette Neuentwicklung aus dem Hause Ruf. Klar, die optische Ähnlichkeit mit dem legendären "Yellow Bird", der 2017 bereits 30 Jahre alt wird, ist mehr als nur gewollt. Aber: Der Ruf CTR ist anders, ganz anders. Eine Carbon-Karosserie sitzt auf einem selbst konstruierten Kohlefaser-Chassis mit integriertem Überrollkäfig. Im Heck des CTR sitzt ein wassergekühlter Sechszylinder-Boxermotor. Dank doppelter Turboaufladung holt Ruf 710 PS und 880 Newtonmeter aus dem Triebwerk. Das reicht für einen 0-100-Wert von nur 3,5 Sekunden - handgeschaltet! Die Höchstgeschwindigkeit ist noch beeindruckender: ...
Alpine A110 (2017) - Die Marke Alpine lebt wieder und zitiert beim ersten neuen Modell sich selbst. Das beginnt beim Namen A110, setzt sich beim Design im Stil der alten A110 fort und mündet in einem Mittelmotor. Dabei handelt es sich um einen 1,8-Liter-Turbobenziner mit 252 PS Leistung und 320 Newtonmeter Drehmoment. In 4,5 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, bei 250 km/h wird abgeregelt.
Morgan 4/4 1.6 - Ladenfrische Oldtimer werden immer seltener. Eine Ausnahme ist der Morgan Plus 4. Abgesehen von einigen kurzen Unterbrechungen wird er optisch kaum verändert seit 1950 gebaut. Und zwar mit einem Rahmen aus Eschenholz. Einstiegsmodell ist der 4/4, unter dessen Haube ein 1,6-Liter-Motor von Ford arbeitet. Das Leergewicht liegt bei knapp unter 800 Kilogramm.
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