Treten Sie ins Pedal! Das brauchen Sie zum Umstieg auf Fahrrad oder E-Bike

Ein längst nicht mehr seltener Anblick: Hunderttausende Deutsche fahren täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ob nun einzig mit Muskelkraft oder mit zusätzlichem Motorantrieb - Radfahrer schonen Luft und Umwelt und bewahren Straßen vor der Überfüllung. Was es braucht, um auf zwei Räder umzusteigen, erfahren Sie in der Galerie. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Während man vor zehn, fünfzehn Jahren Rad fahrende Pendler einzig und alleine mit vermeintlich besserwisserischen Altgrünen wie dem Ex-Bundestagsmitglied Hans-Christian Ströbele in Verbindung brachte, hat sich an dem Bild längst etwas geändert.
Diese zwei Herren etwa, der britische Premierminister Boris Johnson und Ex-Gouvernator Arnold Schwarzenegger, gelten als passionierte Radfahrer. Umweltschutz ist eben schick - auch in konservativeren Kreisen.
Wichtig ist zuallererst die Wahl des passenden Gefährts. Für längere Strecken von über fünf Kilometern bietet sich ein modernes E-Bike an. Mit der zusätzlichen Motorkraft kommt man ohne zu schwitzen ans Ziel - vorteilhaft bei Kundenkontakt.
E-Fahrräder gibt es mittlerweile in allen möglichen Ausprägungen - etwa auch als E-Mountainbike. Damit ist der After-Work-Tour keine Grenze gesetzt.
Für kürzere Strecken genügt auch der olle Drahtesel. Wobei: Retro ist chic und was alt aussieht, muss nicht alt sein.
Besonders angesagt sind seit einigen Jahren auch wieder Rennräder. Ob nun in alt aus Stahl oder modern aus federleichtem Carbon: Von A nach B kommt man in vielen Städten kaum schneller.
Vor allem, wer auf Rennrad oder E-Bike mit hohen Geschwindigkeiten über Radweg, durch Parks und auf Straßen saust: Ein Helm ist wärmstens empfohlen. Pflicht ist er allerdings nach wie vor nicht.
Es muss nicht der sportlich geformte Mountainbike-Helm sein: Der Markt für den richtigen Kopfschutz ist riesig - und auch schlichtere Modelle machen, was sie sollen. Nämlich den Kopf bei einem möglichen Unfall schützen.
Und wer sagt eigentlich, dass ein Helm kein Fashionstatement sein kann?
Wohl Pandemie-geschuldet häufiger zu sehen, doch gar nicht so unpraktisch ist auch ein Mund-Nase-Schutz beim Fahrradfahren. Mit den richtigen Modellen können sogar die Abgase vom sonstigen Verkehr weitgehend abgehalten werden. Und auch das Virus hat so auf vollen Fahrradwegen weniger Chancen.
Die ganze Familie auf Tour - und das über Stock und Stein: Moderne Fahrradanhänger sind stabil und ordentlich gefedert. Die Topmodelle eignen sich auch als Kinderwagen, den man sogar beim Joggen vor sich herschieben kann.
Klassisch können Sohnemann und Tochter aber auch im Kindersitz Platz nehmen. Dafür benötigt es im Normalfall einen Gepäckträger. Ein Helm sollte für die Knirpse selbstverständlich sein.
Laptop, Papierkram und Co. sind am sichersten in einem wasserdichten Fahrradrucksack.
Taschen für Fahrräder gibt es zudem in ganz verschiedenen Formen - ob für den Gepäckträger, im Rahmen oder am Lenker. Vor allem sollten die Packmöglichkeiten aber nicht bei der freien Fahrt stören.
Modern und praktisch für die tägliche Radfahrt sind kompakte, lange Regenmäntel.
Eine Regenhose, die auch über die Schuhe reicht, komplettiert das perfekte Regenoutfit. Die Hosen lassen sich einfach über die eigentliche drüberziehen und leicht wieder abnehmen.
Bestens sichtbar wird man mit einer Warnweste. Schön sieht das zugegebenermaßen nicht aus. Aber: safety first. Dünne und kompakte Rad-Windjacken haben häufig ebenfalls reflektierende Elemente.
Handschuhe machen die Fahrt bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius um einiges angenehmer, bei Minusgraden sind sie zudem unabkömmlich. Dabei sollten sie nicht allzu dick sein, um noch Gefühl in den Fingern zu haben. Richtige Fahrradhandschuhe haben zudem Grip.
Sicher abgestellt ist das Fahrrad nur angeschlossen. Ob mit einem Kettenschloss (Vorderreifen) oder einem Faltschloss (Hinterreifen), ist dabei jedem selbst überlassen. Faustregel: Ein Schloss sollte um die zehn Prozent des Fahrradwertes kosten. Gerade bei einem E-Bike sollte man hier also nicht das Sparen anfangen.
Mehr als eine Viertelmillion Fahrräder werden in Deutschland jährlich geklaut - und das nicht nur im offenen Raum, sondern auch aus Garagen und Kellern. Wer sich ein neues leistet, sollte also über eine Fahrrad-Diebstahlversicherung nachdenken. Häufig gibt es diese als Option zur Hausratsversicherung.