An diesem Wochenende treffen Hitzewelle und Reisewelle aufeinander. Urlaubern drohen kilometerlange Staus und stundenlanges Warten – und das bei unerträglichen Temperaturen.

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Urlauber, die am kommenden Wochenende mit dem Auto verreisen wollen, brauchen viel Geduld: Weder in Richtung der Urlaubsziele noch auf den Rückreise-Routen sei eine störungsfreie Fahrt möglich, wie der Auto Club Europa (ACE) mitteilt.

Doch nicht nur Autobahnen, auch einige Bundesstraßen in Deutschland dürften stark belastet sein. Der ADAC rechnet gar mit "Dauerstaus" - das kommende Wochenende werde eines der verkehrsreichsten der Sommersaison.

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Hinzu kommt, dass für das Wochenende erneut Temperaturen von weit über 30 Grad prognostiziert werden. Autofahrer sollten daher ausreichend Getränke auf die Reise mitnehmen und über einen Sonnenschutz für das Auto nachdenken, sonst kann die Hitze im schlimmsten Fall zu Dehydrierung, Kreislaufversagen oder einem Hitzschlag führen.

Kinder und Tiere sollten auch bei kurzen Pausen keinesfalls im Auto zurückgelassen werden! Die Temperaturen im Auto können binnen weniger Minuten lebensgefährlich sein.

Reisen am Wochenende besser vermeiden

Beide Automobil-Clubs raten Autofahrern, nach Möglichkeit unter der Woche – etwa Dienstag oder Mittwoch – in den Urlaub zu starten. Außerdem sollten Reisende unbedingt auf den Verkehrsfunk achten und unterwegs Echtzeit-Kartendienste nutzen.

Als Hauptreisezeiten nennt der ACE:

  • Freitag zwischen 13:00 bis 20:00 Uhr
  • Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Sonntag zwischen 14:00 bis 20:00 Uhr

Besonders in den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar sowie um Berlin, Hamburg, Stuttgart und München sei das Staurisiko sehr hoch. Außerdem kann es auf den Routen zur Nord- und Ostsee sowie explizit auf folgenden Strecken zu Staus oder Behinderungen kommen:

  • A1: Puttgarden - Lübeck - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln; beide Richtungen
  • A2: Dortmund - Hannover - Berlin; beide Richtungen
  • A3: Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt/Main - Köln - Arnheim; beide Richtungen
  • A4: Dresden - Erfurt; beide Richtungen, Kircheimer Dreieck - Erfurt, Aachen - Köln - Olpe; beide Richtungen
  • A5: Kassel - Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel; beide Richtungen
  • A6: Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg; beide Richtungen
  • A7: Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte; beide Richtungen
  • A8: Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg; beide Richtungen
  • A9: Berlin - Nürnberg - München; beide Richtungen
  • A10: Berliner Ring
  • A11: Berlin - Dreieck Uckermark
  • A19: Berlin - Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
  • A20: Lübeck - Rostock; beide Richtungen
  • A23: Hamburg - Heide
  • A24: Berliner Ring - Dreieck - Wittstock/Dosse
  • A40: Venlo - Duisburg - Essen; beide Richtungen
  • A45: Dortmund - Gießen
  • A61: Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen, beide Richtungen
  • A72: Hof - Leipzig
  • A81: Stuttgart - Singen
  • A93: Rosenheim - Kiefersfelden; beide Richtungen
  • A95: München - Garmisch-Partenkirchen
  • A96: München - Lindau
  • A99: Umfahrung München

Staus auch in Österreich und der Schweiz

Im Nachbarland Österreich sind besonders die Transitrouten stark staugefährdet. Vor allem auf den Autobahnen A10 (Tauern), A11 (Karawanken) A12 (Inntal), A13 (Brenner) und A14 (Rheintal) kann es zu Staus kommen, und auch auf dem Fernpass dürfte es am Wochenende voll werden.

Hauptreisezeiten sind hier:

  • Freitag ab 13:00 Uhr
  • Samstag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr

Rückreisende Richtung Norden müssen sich vor den Grenzübergängen zu Deutschland auf Wartezeiten einstellen - vor allem am Samstag- und Sonntagmittag.

Auch in der Schweiz bleibt die Lage höchst angespannt, vor allem die Transitrouten sowohl in südlicher als auch nördlicher Richtung sind betroffen. Vor dem Gotthard-Tunnel müssen Autofahrer mit Blockabfertigung rechnen.

Als Alternative für die Gotthard-Route kann die Strecke St. Margarethen - Bellinzona gelten, obwohl auch dort Verzögerungen und Staus zu erwarten sind. (jwo/dpa)

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