Feminismus ist eines der am häufigsten diskutierten Wörter der neuen Zeit. Schon lange bedeutet Feminismus aber nicht mehr, dass Frauen alle Männer hassen, sondern dass sie sich für eine Gesellschaft einsetzen, in der es keine Ungleichheiten mehr zwischen Mann und Frau gibt. Viele Männer bezeichnen sich mittlerweile sogar selbst als Feministen und stehen für Frauenrechte ein. Wir haben für Sie zehn Bücher zusammengestellt, die Sie als überzeugte Feministin, oder auch Feminist, unbedingt lesen sollten.

Alle Bestenlisten hier in der Übersicht

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1. "Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories" von Chimamanda Ngozi Adichie

Neben dem legendären TED-Talk findet man in dem Buch "Mehr Feminismus!" auch vier neue Stories von Chimamanda Ngozi Adichie.

Der ein oder andere kennt vielleicht den TED-Talk-Podcast von Adichie unter dem Titel "We should all be feminists!". Für alle, die lieber ein Buch in der Hand halten, als einen Podcast zu hören, hat die junge nigerianische Aktivistin dieses Werk veröffentlicht. Sie thematisiert viele geschlechterspezifische Probleme, Rollenerwartungen und Sexualität. Gleichzeitig lehrt sie uns aber auch, wie wir mit gängigen Klischees brechen können, um der jetzigen Situation zu entkommen und die Welt zu einem toleranteren Ort zu machen. Neben den bereits aus dem Podcast bekannten Geschichten erzählt das Buch auch noch vier neue Stories voller Charme und Wortwitz.

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2. "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski

Patriarchat ist ein Wort, das für einige sicher veraltet ist, für manche ist es aber noch harte Realität. Frauen werden in Geschlechterrollen gezwängt, ob es ihnen passt oder nicht. Viele Dinge, die für Männer in Ordnung sind, stellen für Frauen auch im 21. Jahrhundert noch Tabus dar. Stokowksi ist Online-Kolumnistin beim "Spiegel" und hat in ihrem Buch die wichtigsten Texte ihrer Karriere zusammengetragen und kommentiert. Dabei geht sie auf Themen wie Feminismus, Pornos, Gender-Studies, aber auch Unisex-Toiletten ein und lässt dem Leser dabei seine eigene Gefühlswelt. Wer wütend ist, der darf es weiterhin sein, wer über manche Dinge schmunzeln kann, der wird es durch ihre humorvolle Schreibweise auch tun.

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3. "Good Night Stories for Rebel Girls: 100 außergewöhnliche Frauen" von Elena Favilli

Dieses Buch versammelt die Geschichten von 100 Frauen, die Beeindruckendes geleistet haben.

Immer noch dürfte eine der häufigsten Antworten eines Mädchens auf die Frage, was es denn später mal werden will, diese sein: Prinzessin. Dabei sind diese Tage längst vorbei. Frauen segeln alleine über den Atlantik, fliegen ins All und fahren Autorennen. Frauen haben seit Jahrhunderten als Wissenschaftlerinnen die Gesetze der Physik erforscht und als Autorinnen unsere Fantasie beflügelt. "Good Night Stories for Rebel Girls" richtet sich vor allem an die jüngere Leserschaft, um Mut zu machen und zu motivieren. Elena Favilli hat die Lebensgeschichten von 100 inspirierenden Frauen in einem Buch vereint, um zu beweisen, dass auch Mädchen alles werden können, wovon sie träumen. Außerdem enthält das Buch Illustrationen von über 60 verschiedenen, aufstrebenden Künstlerinnen.

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4. "Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau" von Simone de Beauvoir

Neben neuen Werken zum Thema Frauenpower und Feminismus gibt es natürlich auch zahlreiche Standardwerke. Wer sich dafür interessiert, wie die Anfänge der Frauenpower-Bewegung ausgesehen haben und welche Themen die Gesellschaft zu der Zeit bewegt haben, dem empfehlen wir "Das andere Geschlecht" der berühmten Simone de Beauvoir. In dem Buch wird klar zwischen dem biologischen Geschlecht und dem gesellschaftlichen Geschlechterbild unterschieden. Es wird aufgezeigt, wie limitiert die Freiheiten einer Frau sind und wie schwierig es aufgrund des Geschlechts ist, sich selbst zu entfalten. Dazu hat die Philosophin viele feministische Texte neu interpretiert und mit diesem Werk den Grundstein für die heutigen Gender Studies gelegt.

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5. "The Future Is Female" von Scarlett Curtis

Das Buch "The future is female!" enthält Essays von diversen Frauen.

Viele prominente Frauen wie Emma Watson oder Kat Dennings setzen sich öffentlich für die Rechte der Frauen und deren Gleichberechtigung ein. Überall wird über Feminismus diskutiert und was die Bewegung für die Gesellschaft bedeutet. Außerhalb von Interviews weiß man allerdings nur wenig darüber, wie die modernen Feministinnen denn selbst über das Thema denken, das ihnen so am Herzen liegt und was sie überhaupt dazu bewegt hat, aktiv zu werden. Curtis hat die Geschichten unterschiedlichster Frauen - vom Hollywood-Superstar, bis zur Vollzeit-Aktivistin - zusammengetragen und in ihrem Buch veröffentlicht. Es wird klar, dass Feminismus nicht mehr nur bedeutet, sich gegen etwas aufzulehnen, sondern auch ein Miteinander zu schaffen, das Problemen wie Mansplaining und Body Shaming trotzt.

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6. "Feminist Fight Club: Wie sich Frauen am Arbeitsplatz erfolgreich durchboxen" von Jessica Bennett

Ein Bereich unseres täglichen Lebens, an denen Frauen immer noch jeden Tag mit teils schwerwiegenden Ungerechtigkeiten zu kämpfen haben, ist der Arbeitsplatz. Wussten Sie zum Beispiel, dass Frauen in Meetings viel häufiger unterbrochen werden als Männer? Neben der viel diskutierten Gender Pay Gap müssen sich Frauen auch Problemen wie Sexismus am Arbeitsplatz stellen. Humorvoll und charmant lehrt uns Bennett, wie wir uns schlagkräftige Antworten aus dem Ärmel schütteln und wie wir unsere Interessen auch wirklich durchsetzen können.

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7. "Bitch Doktrin: Gender, Macht und Sehnsucht" von Laurie Penny

Hinter diesem provokanten Titel verbirgt sich ein wichtiges Buch für den modernen Feminismus. Laurie Penny distanziert sich klar vom Kampf gegen die Männer und greift stattdessen den derzeitigen Status quo an. Sie ruft zu mehr Fairness sowie zur drastischen Umverteilung von Einfluss und Macht auf.

Aktuelle Themen aus der Gegenwart, wie beispielsweise die Präsidentschaftswahl in den USA bis hin zu Hass-Reden gegen Migranten und Anhänger der LGBTQ-Community sind der Nährboden dieses Werkes. Für Penny bedeutet Feminismus nicht nur, sich für die Rechte der Frauen einzusetzen, sondern für die Rechte von jedermann, egal welcher Hautfarbe oder welcher sexuellen Orientierung. Frech und wortgewandt fordert sie von ihren Leserinnen eine Bitch zu sein: sich nicht zu schnell beeindrucken und den Mund verbieten zu lassen.

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8. "Wenn Männer mir die Welt erklären: Essays" von Rebecca Solnit

Rebecca Solnit gehört zu den wichtigsten feministischen Stimmen unserer Zeit.

Rebecca Solnit gilt als eine Schlüsselperson der feministischen Bewegung. In ihrem Buch aus dem Jahr 2015 nimmt sie die Probleme der Kommunikation zwischen Mann und Frau genauer unter die Lupe. Für sie ist klar, dass eine gute Verständigung häufig an männlicher Arroganz scheitert und an der Annahme, dass Frauen sowieso nichts von dem verstehen, was ein Mann zu sagen hat. Sie analysiert dabei nicht nur familiäre Probleme, die für Frauen häufig als normal gelten, sondern befasst sich auch mit ständig auftretenden Sex-Skandalen und ungleich verteilten Machtverhältnissen. Direkt und ungeschönt vermittelt uns die Autorin, dass wir noch weit entfernt sind von einer Gleichstellung der Geschlechter und dass wir genau deswegen die Stimme erheben müssen.

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9. "Stand Up" von Julia Korbik

Für viele ist die feministische Bewegung mit einigen Klischees verbunden. So rasieren sich Feministinnen nie die Achseln, haben immer schlechte Laune und hassen alle Männer. Auch die Frage, ob wir Feminismus heutzutage überhaupt noch brauchen, da wir ja schon eine weibliche Bundeskanzlerin haben, steht im Raum. Kobrik räumt mit vielen gängigen Klischees auf und zeigt ihren LeserInnen, dass es gerade in Zeiten von Topmodel-Sendungen und Dating-Shows, bei denen Frauen herumgereicht werden wie Trophäen, wichtiger denn je ist, Position zu beziehen und für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu kämpfen. Sachlich und dennoch locker erzählt sie, warum es so schlimm ist, dass sich auch heute noch immer mehr junge Frauen für Schönheits-OPs entscheiden und warum es das große Ziel ist, dass Frauen und Männer für dieselbe Arbeit auch denselben Lohn erhalten sollten.

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10. "Warum Feminismus gut für Männer ist" von Jens van Tricht

Die bisher vorgestellten Bücher wurden allesamt von Frauen geschrieben. Nun gibt es aber auch Männer, die sich der feministischen Bewegung angeschlossen haben und Seite an Seite mit den Frauen für deren Gleichberechtigung kämpfen. Jens van Tricht ist einer davon. Humorvoll beschreibt der Niederländer, warum selbst Männer unter der von ihnen geschaffenen Ungleichbehandlung leiden und thematisiert dabei die schon längst überholte Vorstellung von purer Männlichkeit. Männer könnten mehr und härter arbeiten als Frauen, sie müssen sich besser durchsetzen können und überhaupt in allen Lebensbereichen mehr Stärke zeigen. Und was ist das Resultat? Männer erleiden viel öfter einen Herzinfarkt als Frauen und neigen häufiger zu Suizid. Van Tricht beleuchtet den Feminismus aus einer männlichen Perspektive und erläutert zahlreiche Gründe, warum beide Geschlechter von dieser Bewegung profitieren.

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