So verbessern Sie Festnetztelefone mit Mobilteil.

Die Reichweite von WLAN kann mit einem zusätzlichen Router oder einem Repeater verbessert werden. Analog dazu ist die Vorgehensweise, wenn Sie die DECT-Abdeckung für Festnetztelefone mit Mobilteil verbessern möchten. Als Alternative zum DECT-Repeater kann auch eine ältere Fritzbox diese Aufgabe übernehmen.

Falls Sie für DECT-Telefonate die Fritzbox oder einen anderen Router als Basisstation verwenden, kann es passieren, dass Sie bei schlechter Funkverbindung mit Gesprächsabbrüchen oder Aussetzern konfrontiert sind. Ebenso weist ein störendes Knackgeräusch darauf hin, dass die Qualität des Signals nicht optimal ist. Ähnlich wie beim WLAN wird ja auch der Funkstandard DECT, der im Bereich von 1.880 bis 1.900 Megahertz arbeitet, von baulichen Gegebenheiten oder störenden Sendern anderer Geräte beeinflusst. Die Sprachqualität nimmt also mit der Entfernung zur Basisstation ab.

Das Problem ist nun klar - aber gibt es dafür eine Lösung? Ja, nämlich dann, wenn Sie einen DECT-Repeater dazwischenschalten. Ein Beispiel dafür ist der Fritz DECT 100 aus dem Hause AVM, der allerdings etwa 75 Euro kostet. Falls Sie aber noch eine alte Fritzbox besitzen, so können Sie diese Aufgabe damit erledigen. Es kommen sowohl das Modell 7270 in Version 3, die Fritzbox 7390 oder die Fritzbox 7240 infrage.

Dafür können Sie aber als Basisstation alle Fritzboxen, die über eine DECT-Funktion verfügen, verwenden. Der Verstärker sollte wie der WLAN-Repeater an einer Stelle positioniert werden, an der eine optimale Verbindung zur Basisstation besteht und beim Telefonat keine Qualitätsprobleme auftreten. Wenn Sie darauf achten, kann der Repeater die DECT-Funkstrecke im optimalen Ausmaß verlängern. Die Telefone müssen übrigens wie bisher bei der Basisstation und nicht beim DECT-Repeater angemeldet werden.

Um die Zusammenarbeit zwischen Box und Repeater zu ermöglichen, müssen die Energiesparmaßnahmen und die Tastensperre abgeschaltet werden, zusätzlich müssen Sie die DECT-Verschlüsselung aktivieren. Sie gehen also ins Routermenü auf "System - Taten und LEDs - Tastensperre" und deaktivieren die Option "Tastensperre aktiv". Im nächsten Menü "DECT - Basisstation" darf die Option "DECT-Funkleistung verringern" nicht aktiviert sein, dafür muss der Haken bei "Nur sichere DECT-Verbindungen zulassen" gesetzt werden. Achten Sie auch darauf, dass Sie die vierstellige PIN bei der Anmeldung gesetzt haben.

Bei jener Fritzbox, bei der die Reichweite erhöht werden soll, gehen Sie in das Menü "DECT", in dem Sie die Auswahl "Repeater" finden sollten. Nun klicken Sie darauf, suchen die Option "DECT-Repeater aktiv" und aktivieren diese. Unter "Anmeldung" muss nun der PIN-Code, den Sie in der Basisstation vergeben haben, eingetragen werden. Mit "Übernehmen" speichern Sie die Einstellungen dauerhaft ab. Ab sofort blinkt die DECT-LED an der Fritzbox, und das zeigt Ihnen, dass sich der Repeater im Anmeldemodus befindet. Sie müssen nun nur noch an der DECT-Basisstation die DECT-Taste drücken, und zwar so lange, bis diese ebenfalls blinkt. Sobald beide Leuchten erloschen sind, wurde die Verbindung zwischen Repeater und Basisstation erfolgreich hergestellt.© IDG