”Willkommen bei unserem Youth Portal”, so heißt es auf der neuen Facebook-Seite speziell für gleichgesinnte Jugendliche – ein Versuch, verlorene Zielgruppen zurückzugewinnen.

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”Mache Facebook zu deinem Facebook” – ein weiterer Slogan auf der speziellen Facebook-Jugendseite, die sich noch in der Entwicklung befindet, denn die Links auf der Seite führen noch nicht ans vorgesehene Ziel.

Jugendliche wechseln zu Instagram und Snapchat

Bekanntermaßen hat Facebook seit längerem ein Problem damit, die ursprüngliche Zielgruppe junger Leute an sich zu binden. Diese wandern immer mehr zu Instagram (was immerhin ebenso wie Whatsapp auch zu Facebook gehört) und Snapchat aus, wogegen sich auf Facebook tendenziell eher die Eltern-Generation tummelt. Da möchten ”coole Jugendliche” sich natürlich nicht einreihen.

Dem Vernehmen nach ist Facebook-Chef Mark Zuckerberg das Problem bekannt. Ob man aber mit diesem neuen Ansatz junge Leute zurückgewinnt? Denn der nächste Slogan auf der Seite heißt auf Deutsch ”Jugend in Bewegung”, was eher an altväterliche Pfadfinderbewegungen oder Ähnliches erinnert als an einen innovativen Aufbruch eines ”Youth Portals”.

Zwar wird dort in Aussicht gestellt: ”Finde Gleichgesinnte. Verbinde dich mit dem, was dich interessiert. Erstelle coole Dinge. Mit den Tools von Facebook ist alles möglich. Das sind die wichtigsten Orte für den Einstieg.”

Wenig mitreißende Aussichten

Aber was der Unterschied zum bisherigen Facebook sein sollte, wird dadurch noch nicht klar. Erst recht hört sich nicht mitreißend an, was der nächste Punkt in Aussicht stellt: ”Tipps und Ressourcen: Erfahre von anderen mit ihrer eigenen Stimme, was ihnen online wichtig ist. Lies die Geschichten von Veränderern und lass dich inspirieren, wie du mit Online-Tools deine Stimme finden sowie neue Gemeinschaften und engere Verbindungen aufbauen kannst.”

Vorläufiges Fazit : Facebook ist offenbar daran interessiert, seine originäre Zielgruppe junger Leute zurückzugewinnen. Das Problem ist erkannt, ob es auf diesem Weg aber gelöst werden kann, bleibt nach dem bisher Bekannten äußerst skeptisch abzuwarten.

Denn es ist doch für junge Leute alle Mal aufregender, eigene Fotos und Videos aus der Gruppe zu posten und coole Kommentare oder Likes et cetera abzugeben, als Anleitungen zu studieren, wie man online neue Freunde findet oder Facebook-Tools einsetzt.© Macwelt

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