Durch Einsatz einfachster Mittel wie Fernglas, Tassen oder Wassertropfen lassen sich mit der iPhone-Kamera sensationelle Fotos schießen. Erfahren Sie, wie einfach das geht.

Sie brauchen keine kostspielige Ausrüstung, um mit der iPhone-Kamera geniale Fotos zu schießen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachsten Mitteln die tollsten Bilder zaubern können.

1. Wassertropfen auf der Linse fungiert als Supermakro

Um Ihrer iPhone-Kamera ein zu spendieren, reicht ein Wassertropfen auf der Linse. Einfach Finger im Wasserglas eintauchen und einen Tropfen auf der Linse absetzen. Der Tropfen verrutscht nicht - selbst wenn man das iPhone senkrecht hält.

Wenn Sie sich mit der iPhone-Kamera etwa einen Zentimeter nah am Motiv befinden, funktioniert der Wassertropen wie ein Makro-Objektiv. Das Motiv sollte daher statisch und die Umgebung möglichst hell sein. So entsteht eine Makro-Aufnahme mit Schärfe im Mittelpunkt und Unschärfe am Rand des Bildes.

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2. Ihr Fernglas wird zum Tele-Objektiv

Das Objektiv der Kamera beim iPhone 6 besitzt eine Brennweite von 28 Millimetern. Für Porträt- und Landschaftsaufnahmen ist es gut geeignet. Als Teleobjektiv für weit entfernte Motive taugt die iPhone-Kamera indes weniger. Das Fernglas im Urlaubsgepäck können Sie jedoch als Teleobjektiv für das iPhone nutzen.

Sie müssen nur das Fernglas vor die iPhone-Linse halten und das gewünschte Motiv fixieren. Mit ein bisschen Geschick ist das nicht allzu schwer. Auf jeden Fall lassen sich damit viel bessere Ergebnisse erzielen als mit der digitalen Zoomfunktion. Wenn Sie wollen, können Sie auch einen iPhone-Adapter für Ferngläser (iPhone 4/5/6) wie von für rund 60 Euro erwerben.

3. Durch Drehen in der Tasse gelingt ein sauberes Panorama

Mit der Panoramafunktion brauchen Sie das iPhone lediglich in die von der Foto-App angezeigte Richtung zu drehen. Oftmals sind bei Freihandaufnahmen schwarze Ränder zu sehen. Diese lassen sich mit einem einfachen Trick vermeiden.

Manche Tiere haben Fähigkeiten fast wie Superhelden entwickelt.

Das beste Resultat erzielt man, wenn beim Schwenken des iPhones das Objektiv immer in der Drehachse bleibt. Man nennt den idealen Punkt auch . Wenn Sie das iPhone in eine mit Servietten oder Korken ausgepolsterte Tasse stellen, nachdem Sie die Fotos-App gestartet haben, können Sie die Panoramaaufnahme über die Laut-Leise-Taste starten. Fixieren Sie dazu mit einer Hand die Tasse und drehen Sie mit der anderen Hand die Tasse um deren eigene Achse. Auch wenn Sie den Nodalpunkt nicht erreichen, sind die Aufnahmen allemal besser als freihändige Panoramaaufnahmen.

4. Beeindruckende Fotos im Gartenteich

Wer spontane Unterwasseraufnahmen im Gartenteich machen möchte, stellt das iPhone, das bekanntlich nicht wasserdicht ist, einfach mit der Kamera nach unten in ein großes Glas und taucht es halb unter Wasser.

Auf diese Weise sind auch Effekte möglich, bei denen sich die eine Bildhälfte unter Wasser und die andere darüber befinden. Der Trick funktioniert mit dem iPhone 6 Plus aufgrund der Größe nicht ganz so gut.

5. Ausgeglichene Fotos bei Sonnenlicht

Gegenlichtaufnahmen sind reizvoll, weil sich der Vordergrund wie ein Scherenschnitt abhebt. Ist ein hellerer Vordergrund gewünscht, bedarf es zusätzlichen Lichts von vorn. Hierbei hilft der Blitz des iPhones. Hierzu müssen Sie die Blitz-Funktion in der Kamera-App von "Auto" auf "Ein" stellen. Dadurch wird der Blitz automatisch bei jeder Aufnahme ausgelöst. Ist der Blitz bei extremem Gegenlicht zu schwach, um das Motiv aufzuhellen, können Sie sich mit hellen, das Licht reflektierenden Flächen behelfen. Verwenden Sie hierfür ein weißes Handtuch oder den silbernen Boden einer Strandmatte.

6. Dynamische Luftaufnahmen mit dem iPhone

Das Duell der Fußballgames ist ähnlich spannend wie der echte Clasico.

Indem Sie das iPhone kurz vor der Aufnahme in die Luft werfen, erzeugen Sie unglaublich dynamische Bilder. Stellen Sie hierzu den Selbstauslöser auf drei Sekunden und werfen Sie das iPhone unmittelbar vor der Selbstauslösung in die Luft. Da das iPhone bei diesem Trick beschädigt werden kann, sollten Sie sehr vorsichtig sein und auf einen weichen Untergrund achten.

7. So wird die Schutzhülle zum Farbfilter

Wenn Sie eine halbtransparente Schutzhülle nutzen, können Sie diese als Objektivfilter verwenden. Hierzu entfernen Sie lediglich die Hülle und halten diese vor das Objektiv. Schwarz-weiße Bilder lassen sich damit ideal umsetzen. Während ein Rotfilter einen gesättigteren Himmel bewirkt, stellt ein Grünfilter bei Landschaftsaufnahmen das Grün differenzierter dar. Schwarz-Weiß-Fotografen arbeiten hier bevorzugt mit Gelb- oder Orangefiltern. Unter diesen Gesichtspunkten sollten Sie künftig Ihre Schutzhüllen auswählen.

8. Zeitraffereffekte mit dem iPhone

Ab iOS 8 ist eine Zeitraffer-Funktion an Bord, die die Intervalle für die Aufnahmen selbstständig ermittelt. Möchten Sie Tilt-Shift-Effekte einbauen, dann verwenden Sie die App Miniatures Pro. Zur Fixierung des iPhones eignet sich entweder ein mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe befestigter iPhone-Halter oder ein heruntergeklappter Sonnenschutz.

9. 60 fps anstatt Slo-Mo-Funktion

Die Slo-Mo Funktion der iPhone-Kamera ist genial. Wenn Sie allerdings Videos am Mac nachbearbeiten wollen, sollten Sie Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Das iPhone 6 unterstützt diesen Modus. Vorteil: Sie können Videos mit halber Geschwindigkeit abspielen, ohne dass es dabei ruckelt. Der Effekt kommt besonders gut bei herumtollenden Kindern und Tieren. Sie schalten in den Einstellungen unter "Fotos & Kamera" von den voreingestellten 30 fps auf 60 fps um.

Dass die Fotos in Hochglanz-Magazinen viel imposanter sind als die eigenen Urlaubsfotos, ist nicht zwangsläufig dem besseren Equipment der Profis geschuldet. Mit diesen Tipps gelingen auch Ihnen richtig gute Aufnahmen.

10. Die Kabelfernbedienung des Kopfhörers wird zum Auslöser

Das Starten einer Video-Aufnahme oder das Auslösen eines Fotos ist auch über die Kabelfernbedienung eines Apple-Kopfhörers möglich. Um Aufnahmen aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu machen, betätigen Sie einfach die Laut-Leise-Tasten an der Fernbedienung.© IDG