So finden Sie den Weg von A nach B mit Googles Kartendienst. Google Maps ist ein überaus beliebter Dienst für die Bereitstellung von Online-Karten. Wir zeigen Ihnen einige Tricks, die Sie womöglich noch nicht kennen!

Ungebrochene Beliebtheit

Weltweit ist der am häufigsten genutzte Kartendienst. Diese Tatsache ist nicht weiter verwunderlich: Das Tool lässt sich sowohl auf dem Smartphone als auch auf Desktop-PCs und Notebooks hervorragend benutzen, ist darüber hinaus sehr einfach zu bedienen und stellt alles bereit, was der Privatanwender braucht. Dazu gibt es noch einige Nice-to-have-Features obendrauf, wie etwa : Damit können Sie in einer 3D-Ansicht durch Städte navigieren und so auf dem Sofa von einem digitalen Kurzurlaub träumen.

Nicht jede Funktion lässt sich jedoch intuitiv bedienen. Einige der besten Features sind recht versteckt und erst auf einen zweiten Blick einsehbar. Wir zeigen Ihnen, was Sie bis jetzt vielleicht verpasst haben! Übrigens: Die meisten der kommende Funktionen gibt es auch bei der Konkurrenz von Bing.

1. Erstellung eigener Karten

Erstellung eigener Karten.

Mit Google Maps können Sie auch selbst Karten erstellen. Dazu begeben Sie sich auf und melden sich dort mit Ihrem Google-Konto an. Anschließend können Sie eigene Karten designen. Dort legen Sie bestimmte Routen fest, fügen Linien ein oder setzen Markierungen. Das Resultat können Sie dann mit dem Freundeskreis teilen oder auch der Allgemeinheit im Internet zur Verfügung stellen. Sie dürfen hier auch Karten direkt aus Google Maps einfügen. Sie wollten schon immer eine eigene Karte mit Markierungen und Begrenzungen für eine Fahrradtour mit Freunden anfertigen? Google My Maps gibt Ihnen dazu die Gelegenheit!

2. Navigation in Innenräumen

Auch das funktioniert - teilweise. Die Indoor-Navigation wird von Google etwas stiefmütterlich behandelt, sie ist an einigen ausgewählten Orten in Deutschland aber verfügbar. Leider handelt es sich dabei nur um sehr wenige Plätze, da die meisten öffentlichen Räume (Museen beispielsweise) den Zugang für die Google-Kameras verwehren. Die Orientierung in Innenräumen ist außerdem nicht immer einfach, da sich die Gestaltung im Laufe der Jahre ändert und daher einige Orientierungspunkte vielleicht nicht mehr vorhanden sind. Ihre eigene Position wird innerhalb eines solchen Gebäudes auch selten wirklich genau umgesetzt. GPS dringt nicht durch dicke Betonwände, sodass WLAN-Signale zur Positionsbestimmung herhalten müssen - aber die sind sehr ungenau. Bei Interesse können Sie sich lieber das von Google anschauen: Damit können Sie zahlreiche Museen weltweit erkunden.

3. Bestimmung von Entfernungen

Google StreetView

Google blendet auf jeder Karte eine Skala ein, mit der Sie die Entfernung schätzen können - aber für genauere Angaben reicht es leider nicht. Brauchen Sie einfach mehr, sollten Sie sich den Entfernungsmesser anschauen. In der Desktop-Variante von Google Maps klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Ort, von dem aus Sie die Distanz zu einem anderen Punkt messen möchten. Daraufhin öffnet sich das Kontextmenü, in dem Sie "Entfernung messen" wählen. Jetzt wählen Sie einen anderen Ort mit der linken Maustaste. Google Maps wird Ihnen daraufhin die Entfernung der beiden Orte als Luftlinie anzeigen. Ziehen Sie mit der linken Taste an der Linie, können Sie auch etwas realistischere Wege (Straßen- oder Fußwege beispielsweise) einblenden lassen.

4. Stauwarnungen mit Google Maps

Dieses Feature funktioniert nur in größeren Städten in Deutschland. Das aktuelle Stauaufkommen erfahren Sie, indem Sie auf das Icon oben links klicken und dann den Punkt "Verkehrslage" auswählen. Das System orientiert sich an den Ampelfarben: Grüne Farben bedeuten freie Fahrt, bei roter Farbe können Sie schon mal das Zelt für einen längeren Aufenthalt aufschlagen. Interessant ist auch die Technik dahinter: Um eventuelle Staus zu berechnen, verwendet Google die Signale anderer Smartphones, die sich auf den Straßen befinden. Bewegen sich viele dieser Geräte nur sehr langsam, geht das System von einem Stau in diesem Gebiet aus. Leider funktioniert das jedoch nicht systemübergreifend, Google verwendet also nur Android-Smartphones als Grundlage.

5. Bessere 3D-Ansicht

Die schönste Übersicht vor Ort erhalten Sie, wenn Sie auf die Earth-Ansicht wechseln. Klicken Sie danach rechts auf das kleine 3D-Symbol und Google zeigt den aktuellen Kartenausschnitt in einer Art Vogelperspektive. Dies ist jedoch leider nicht an allen Orten verfügbar. Am Computer nutzen Sie dann das Mausrad, um in das Bild zu zoomen. Sie können die Kamera auch drehen, neigen und anderweitig verändern. Das sieht beeindruckend aus und macht einfach Spaß. Den Blickwinkel ändern Sie, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten. Um das wahre Ausmaß dieser Technologie zu testen, sollten Sie sich in die Großstädte dieser Welt begeben. Dreidimensionale Gebäude sehen beeindruckend aus und machen Lust auf Urlaub!

6. Teilen von Routen

Navigation in Innenräumen

Möchten Sie mit mehreren Autos zu einem bestimmten Ort fahren, teilen Sie am besten die Anfahrtswege mit Ihren Freunden. Berechnen Sie dazu zunächst Ihre Route, so wie Sie es mit Google Maps kennen (über die Schaltfläche "Route berechnen"). Oben links in den Optionen wählen Sie jetzt den Punkt "Karte teilen" aus. Anschließend spuckt Ihnen Google Maps eine extrem lange URL aus, die unter anderem diese Route enthält. Damit Sie die Empfänger nicht mit dieser URL erschlagen, wählen Sie jetzt "Kurz-URL". Der Link wird daraufhin zusammengeschrumpft und kann in zumutbarer Weise seinen Weg ins Postfach der Empfänger finden.

7. Google Maps zum Spaß!

Sind Sie in einer fremden Region unterwegs und möchten die Umwelt erkunden, können Sie dazu ebenfalls Google Maps nutzen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf Ihr Zielgebiet und wählen Sie dann "Was ist hier?" aus. Die Software zeigt Ihnen dann einige Sehenswürdigkeiten in der Umgebung - inklusive Fotos und einigen weiterführenden Informationen. Sie können hier auch Kinos, Restaurants und dergleichen mehr auswählen, um sich den Aufenthalt etwas zu versüßen. Bei Gefallen dürfen Sie einen Eintrag hinterlassen, sodass Sie beim nächsten Besuch vor Ort gleich das Restaurant wiederfinden, das Ihnen letztes Mal so gut gefallen hat.© IDG