Aktuell kursiert eine Meldung bei Facebook, die den tragischen Tod des Entertainers Stefan Raab vermeldet. Er soll Selbstmord begangen haben. Doch Vorsicht ist geboten, denn der Post ist eine Falle. Es geht um geschmacklose Abzocke.

Stefan Raab hat Selbstmord begangen, verkündet der Beitrag, der in seiner Aufmachung an eine Breaking-News-Meldung erinnern soll. Raab sei der Stress zu viel geworden, heißt es in dem Posting weiter, den "Bild" in einem Screenshot abgebildet hat.

"Im Alter von 49 Jahren wurde Stefan Raab heute um 23:29 Uhr tot in seinem Garten aufgefunden", lautet die Nachricht. Familienmitglieder hätten sich noch nicht offiziell geäußert.

Geschmacklose Abzocke

Und das hat auch einen schlüssigen Grund: Es gibt nichts zu vermelden. Stefan Raab lebt und der Facebook-Beitrag ist geschmacklose Abzocke.

Damit befindet sich Raab in fragwürdiger Gesellschaft prominenter Untoter: Auch Arnold Schwarzenegger, Tom Cruise oder Paul McCartney wurden schon für tot erklärt, obgleich sie noch munter unter den Lebenden weilten. Der Fall von Stefan Raab ist aber besonders perfide.

Die Hinterhältigkeit liegt in der Gestaltung des Postings. Dieser ist nämlich sehr stark an einen offiziellen Beitrag des TV-Senders ProSieben angelehnt und suggeriert damit fälschlicherweise Seriosität und Echtheit.

Doch gutgläubige Facebook-Nutzer sollen damit einfach nur in eine Klick-Falle gelockt werden. Bei der Meldung über den Selbstmord-Tod von Stefan Raab soll es sich um eine Art Phishing-Seite handeln.

Wer auf den Post klickt, muss davon ausgehen, dass seine Daten "abgefischt" werden. Wird in der Folge das Postfach von massenhaftem Werbe-Spam überflutet, hat man die Bestätigung.

Also, aufpassen beim Surfen in Facebook! Nicht alles ist immer so wahr, wie es scheint.

Stefan Raab beendete Karriere 2015

Stefan Raab hatte sich Ende 2015 vom Bildschirm zurückgezogen. "Ich habe mich entschlossen, zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen", hatte ProSieben den 48-Jährigen damals zitiert.

Grimme-Preis-Träger Raab etablierte bei ProSieben neben der Unterhaltungssendung "TV Total" auch die Spielshow "Schlag den Raab" und diverse Spektakel wie die "Wok WM".

Er besitzt eine treue Fangemeinde. Auch bei dem Songwettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) zeigte sich der TV-Produzent aus Köln als geschickter Fernsehmacher.

Aus seiner Castingshow "Unser Song für Oslo" ging 2010 die deutsche ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut hervor. Für den Wettbewerb "SSDSGPS − Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star" hatte er bereits im Jahr 2005 den Grimme-Preis erhalten.

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