Tolle Tipps und Tricks für Samsungs aktuelle Flaggschiffe

Samsungs Top-Modelle Galaxy S9 und S9+ bieten tolle Features, die allerdings teilweise nicht leicht zu finden sind. Mit unserer Hilfe können Sie das Potenzial der Smartphones perfekt ausnutzen.

Samsungs Assistent Bixby war sicherlich gut gedacht, ist aber nicht ganz so gut gemacht. Denn die geplante Alternative zu Siri, Cortana & Co ist für viele Nutzer keine - vor allem, weil der virtuelle Assistent immer noch kein deutsch versteht. Umso ärgerlicher ist es, dass Samsung Bixby eine eigene Taste spendiert. Diese befindet sich beim S9 und S9+ an der linken Seite des Gehäuses, sodass so manche Nutzer sie oft auch versehentlich drücken. Zum Glück lässt sich der Assistent deaktivieren. Rufen Sie dazu Bixby Home auf, indem Sie die Bixby-Taste drücken und dann auf dem Homescreen nach rechts wischen. Durch das Antippen des Zahnradsymbols in der rechten oberen Ecke des Displays öffnet sich ein Menü, indem sich via Schieberegler die Bixby-Taste deaktivieren lässt. Bixby Voice bleibt allerdings aktiv und reagiert auf Sprachbefehle, wenn Sie die Bixby-Taste gedrückt halten.

Cleverer als die Bixby-Tasten nur zu deaktivieren ist es, ihr eine neue Funktion zuzuweisen. Leider findet sich diese Möglichkeit nicht im Betriebssystem. Doch hier bietet der Play Store Hilfe. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang die besonders einfach zu bedienende App .

Viele Apps lassen sich im Querformat besser nutzen und auch die Betrachtung von Videos ist so deutlich komfortabler. Standardmäßig stellen S9 und S9+ Inhalte aber im Hochformat dar. Um das zu ändern, wählen Sie unter "Einstellungen" zuerst die Option "Anzeige" und dann "Startbildschirm". Hier lässt sich der aktivierte Punkt "Nur Hochformatmodus" mit einem Fingerdruck abschalten. Wenn Sie nun Ihr Display quer halten, dreht sich der Inhalt automatisch mit. Falls das nicht funktionieren sollte, ist wahrscheinlich in den Schnelleinstellungen - die Sie durch das Herunterwischen der Statusleiste erreichen - die Funktion "Bildschirm drehen" deaktiviert. Diese müssen Sie nun nur noch mit einem Fingertipp anschalten.

Samsung punktet bei den S9-Modellen auch mit dem tollen Surroundsound Dolby Atmos, der im Zusammenspiel mit den verbauten Lautsprechern der Hi-Fi-Marke AKG richtig gut klingt. Doch dieser ist standardmäßig abgeschaltet. Um Dolby Atmos zu aktivieren, öffnen Sie zuerst die Schnelleinstellungen und wischen Sie dann nach links. Durch das Anwählen des Eintrags "Dolby Atmos" aktivieren Sie den Surroundklang.

Eine weitere Stärke von Samsungs Flaggschiffen ist die variable mechanische Blende. Je nach der Stärke des Umgebungslichtes wechselt die integrierte Kamera zwischen einer f/1.5- und der f/2.4-Blende. Während die f/2.4-Blende für Tageslichtaufnahmen konzipiert ist, zeigt die f/1.5-Blende in Situationen mit wenig Licht ihre Stärken. Dabei funktioniert die automatische Blendenumschaltung generell gut. Allerdings lassen sich mit der manuellen Blendenwahl interessante Effekte erzielen. Wer das ausprobieren möchte, ruft den Pro-Modus der Smartphonekamera auf und tippt dann auf das zweite Symbol von links. Durch das Tippen auf den nun erscheinenden virtuellen Knopf ist der Wechsel zwischen den Blenden möglich.

Samsung bietet erstmals bei Smartphonekameras das Feature Super Slow Motion an. Damit ist es möglich, Videos in High Definition und in extremer Zeitlupe mit 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Die Super-Zeitlupe lässt sich sowohl manuell als auch automatisch starten. In jedem Fall sollte aber ausreichend Licht vorhanden sein, damit die Qualität am Ende überzeugt. Bei der automatischen Super Slow Motion zeigt die Kamera in der Displaymitte ein Quadrat an. Nach dem Start der Videoaufnahme durch den Nutzer beginnt die Aufnahme in Super-Zeitlupe, sobald sich etwas im Quadrat bewegt. Der manuelle Modus lässt sich durch das Tippen auf den Zeitlupe-Button aktivieren, der nach dem Drücken des Aufnahme-Knopfs erscheint. Die Wahl der manuellen Super-Zeitlupe empfiehlt sich vor allem dann, wenn nicht schon der erste Teil der Bewegung in Slow Motion aufgenommen werden soll. Denn die Aufnahmezeit ist wegen der sehr hohen Anzahl von Bildern recht begrenzt.

Die Displays der neuen S9-Serie sind mit einem Seitenverhältnis von 18,5:9 alles andere als Standard. Kein Wunder also, dass nicht alle Apps dafür optimiert sind. Meistens erfolgt der Ausgleich durch das Einblenden von unschönen dunklen Balken nach dem Start der jeweiligen App. Diese lassen sich glücklicherweise oft einfach eliminieren. Durch das Tippen auf diese Balken erscheint in der Regel der Text "Für Vollbild hier tippen". So lässt sich eine bildschirmfüllende Anzeige in Sekundenschnelle realisieren.

Ähnlich wie Apple bietet auch Samsung mit den neuesten Smartphones die Gelegenheit, Emojis selbst zu kreieren. Starten Sie dazu die Kamera und wählen Sie im Bereich "AR-Emoji" die Option "My Emoji erstellen". Bewegen Sie nun Ihr Gesicht so, dass es sich mitten im eingeblendeten Kreis befindet, und nehmen Sie gegebenenfalls die Brille ab. Nun heißt es Mund schließen, lächeln und das Foto aufnehmen. Nachdem Sie dem Smartphone Ihr Geschlecht verraten haben, erstellt es ein 3D-Modell von Ihnen. Dieses lässt sich noch nur durch die Wahl von Haut- und Haarfarbe sowie Frisur, Kleidung und Accessoires verfeinern. Nach der Bestätigung der Auswahl mit "Ok" ist Ihr persönliches Emoji fertig. Sie können nun noch weitere AR-Emojis erstellen sowie die insgesamt achtzehn vorgefertigten Emotionen nutzen.

Sie möchten Ihre AR-Emojis bestimmt nicht nur selbst betrachten, sondern auch an andere verschicken. Das ist mit dem Galaxy S9 oder S9+ besonders einfach möglich, weil das Smartphone die selbst erstellten Emojis einfach zu der Auswahl an herkömmlichen Piktogrammen hinzufügt. Bei Apps wie dem Facebook Messenger oder WhatsApp können Sie die Auswahl einfach durch einen Druck auf das eckige Emoji-Symbol - das sich bei der Standardtastatur über der Zahlenreihe befindet - aufrufen, das gewünschte Exemplar aussuchen und mit einem Fingerdruck verschicken.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Smartphonegehäuses dient nicht nur der Zugriffsbeschränkung. Mit einer Wischgeste nach oben bzw. unten können Sie auch automatisch das Benachrichtigungsfeld auf dem Display öffnen und schließen. Die dafür notwendige Einstellung müssen Sie zuvor nur im Bereich "Erweiterte Funktion" unter dem Eintrag "Fingersensorgesten" aktivieren.

Die Navigationsleiste lässt sich in mehrfacher Hinsicht individualisieren. Gehen Sie dazu zu den "Einstellungen" und wählen Sie im Bereich "Anzeige" die Option "Navigationsleiste". Hier können Sie etwa die Anordnung der Tasten von "Letzte Apps, Home und Zurück" durch die invertierte Reihenfolge "Zurück, Home und letzte Apps" ersetzen. Zudem lässt sich eine beliebige Farbe für die Navigationsleiste festlegen.

Dank des Fomats von 18,5:9 bietet das Display eine große Fläche, ohne dabei übermäßig breit zu wirken. Allerdings ist es gerade für kleine Hände nicht einfach, den oberen Rand des Bildschirms zu erreichen, um das Menü mit den eingegangenen Benachrichtigungen durch Herunterziehen zu öffnen. Abhilfe schafft hier die Option "Benachrichtigungs-Feld schnell öffnen", die Sie bei "Einstellungen" im Bereich "Anzeige" unter dem Punkt "Startbildschirm" finden. Ist diese aktiviert, genügt es, in der Displaymitte nach unten zu wischen, um das Benachrichtigungsmenü zu öffnen.

Wenn Sie an genaueren Informationen über Ihre Fotos interessiert sind, besteht der herkömmliche Weg darin, das gewünschte Bild erst zu öffnen und dann auf das "Menü" und schließlich auf den Eintrag "Details" zu tippen. Das ist allerdings - vor allem bei einer Vielzahl von Schnappschüssen - sehr umständlich. Bei S9 und S9+ lässt sich das beschleunigen. Denn detaillierte Angaben zu einem geöffneten Bild - wie Auflösung, Blende, ISO sowie Aufnahme- und Belichtungszeit - zeigen Samsungs Flaggschiffe automatisch an, wenn Sie nach oben wischen.© IDG