Mit diesen Tricks schonen Sie den Handy-Akku

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Von
Jasmin Herzog

Wer den ganzen Tag unterwegs war, kennt das Problem, dass der Akku am Abend versagt: Keinen Saft mehr fürs Navi oder die Lieblingsplaylist. Telefonieren, Simsen, Fotografieren ade. Gut zu wissen, dass es sinnvolle und wirklich einfache Tricks gibt, um den Handy-Akku zu schonen und dafür zu sorgen, dass er möglichst lange durchhält.

Ganz grundsätzlich: In den Einstellungen des Smartphones unter dem Punkt "Akku" kann man schauen, was sich wirklich im Innenleben des Handys abspielt. Am besten den Cache der energiefressenden Apps leeren - das könnte schon mal helfen.
Klar ist, dass Streamingdienste wie Spotify oder Netflix jede Menge Strom ziehen. Es gibt aber auch viele Apps wie Facebook, die durchgehend aktiv sind, selbst wenn sie gerade nicht genutzt werden: Die ständige Synchronisation im Hintergrund verbraucht nicht nur Datenvolumen, sondern auch Energie. Abhilfe kann die "Messenger Lite"-App schaffen, die weniger Daten und Akku verbraucht, da sie lediglich Grundfunktionen beinhaltet.
Systemupdates können nerven. Aber es empfiehlt sich wirklich immer, die aktuelle Version von Apps und Betriebssystem auf dem Handy zu haben, um Batterie-Laufzeit zu sparen. Android arbeitet kontinuierlich daran, den Energieverbrauch zu optimieren. Auch bei allen anderen Apps kann durch regelmäßige Aktualisierungen der Akkuverbrauch reduziert werden.
Energiesparen geht auch, indem die Displayhelligkeit selbst eingestellt wird und nicht die automatische Regelung aktiviert ist. Der Grund: Der Sensor sammelt ununterbrochen Informationen über die Umgebungshelligkeit, und die Hardware versucht die Helligkeit zu jedem Zeitpunkt anzupassen.
Jeder sollte sich fragen: "Brauche ich wirklich die 'Autoplay'-Funktion bei Facebook oder reicht es, wenn ich Videos in meinem Newsfeed manuell starte?" Sinnvoll ist es, in der Facebook-App unter "App-Einstellungen" den Punkt "Videos nie automatisch abspielen" auswählen. Ausschalten sollte man auch Funktionen wie WLAN, Bluetooth, Hotspot, GPS, NFC und mobile Daten, wenn sie gerade nicht benötigt werden.
Tatsächlich ist auch der Vibrationsalarm bei Anrufen oder Nachrichten ein Akkufresser. Wer sowieso ein Freund der Ruhe ist, der schaltet am besten gleich alle Töne aus: Unter der Option "Töne" kann die Lautstärke der Anwendungen geregelt und Tastentöne abstellen werden.
Der Sprachbefehl "Ok Google" aktiviert auf einem Android-Smartphone den Google Assistant. Wer diese Funktion nicht nutzt, sollte sie deaktivieren, um den Akku zu schonen: Unter Sprachen & Eingabe - Bildschirmtastatur - Google Spracheingabe - lässt sich die "OK Google"-Erkennung ausschalten.
Es gibt Dinge, die mag ein Akku gar nicht: Eine Handynutzung bei Kälte unter 10 °C oder Hitze über 35 °C zum Beispiel. Wenn möglich, sollte sie in der Zeit soweit wie möglich eingeschränkt werden. Zudem sollte der Akku nicht mit Wasser in Berührung kommen, damit er möglichst lange lebt.
Früher sollten Handys vor neuer Stromzufuhr komplett entladen sein. Heute jedoch raten Experten dazu, Smartphones mit Lithium-Ionen-Akkus nur im Bereich zwischen 30 und 80 Prozent zu halten und es mit Strom zu füttern, bevor die gesamte Energie verbraucht ist.
Wen weiterhin Panikattacken vor einem leeren Akku plagen, der greift am besten auf einen externen Akku zurück, den er immer bei sich trägt. Power Packs gibt es mittlerweile in allen Größen, Farben, Formen und Kapazitäten.
Sonnenanbeter können sich einen externen Solarakku zulegen und diesen beim Sonnetanken neben sich legen. Diese besonders praktischen und stromsparenden Lösungen, die das Handy voll aufladen können gibt es bereits für rund 10 Euro.