So finden Sie das beste Notebook für Business-Anwendungen.

Notebooks für den Geschäftsbereich müssen andere Kriterien erfüllen als Geräte für Privatanwender. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei einem Business-Notebook ankommt.

Wer ein erstklassiges Business-Notebook sucht, muss viel Geld investieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich vor dem Kauf mit den Eigenschaften zu beschäftigen, die für den eigenen Beruf benötigt werden. Ist es sinnvoll, auf einen Allrounder mit erstklassiger System- und Grafikleistung zu setzen, der sich für ganz vielfältige Aufgaben eignet, oder sollte lieber eine Notebook-Tablet-Kombination gewählt werden, die sich sowohl für mobiles als auch stationäres Arbeiten am Schreibtisch anbietet? In einigen Fällen werden gar keine aufwendigen Features benötigt, sondern lediglich Akkulaufzeit und Anschlüsse müssen stimmen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Geräte für welche Aufgaben ideal sind.

In der Regel streben Business-Notebooks eine gesunde Mischung aus Akkulaufzeit, Bildschirmqualität, Design, Leistung und Preis an. Das Surface Book 2 von Microsoft will hingegen keine Kompromisse machen und in allen Bereichen glänzen. Die Leistung wird durch 4-Kern-CPUs der Intel Core-Generation 8 sowie Nvidia-Grafikkarten wie eine GTX 1050 und eine GTX 1060 erreicht. Diese Komponenten zahlen sich insbesondere bei der Videobearbeitung aus. Der Bildschirm verfügt über eine Auflösung von 3000 x 2000 Pixeln, was bei Multimediaarbeiten ein großes Plus ist. Ebenfalls sehr angenehm ist, dass trotz der hohen Leistung der einzelnen Bestandteile des Geräts die Akkulaufzeit bei zehn Stunden liegt.

Diese erstklassige Qualität hat aber auch ihren Preis. So kostet die Top-Ausstattung dieses Multitalents 3.000 Euro. Diese Investition ist nur dann sinnvoll, wenn mit dem Gerät vorwiegend Multimediaaufaben erledigt werden sollen, die eine hohe Rechenleistung notwendig machen. Wenn mit dem Notebook vor allem Texte geschrieben, Tabellen erstellt und Präsentationen vorbereitet werden sollen, dann genügt ein Modell ohne zusätzliche GPU vollkommen aus. Hier bieten sich zum Beispiel das Dell XPS 13 und das Lenovo ThinkPad X1 Carbon an, die sich durch eine starke CPU und schnelle SSDs auszeichnen. Hinzu kommt, dass die unzureichende Kühlung des Surface Book den Prozessor verlangsamt und die zumeist besseren Treiber in anderen Geräten sorgen dafür, dass auch die Geschwindigkeit der NVMe-SSD beim Surface Book nur mittelmäßig ausfällt.

Wer im Beruf gerne flexibel ist, sollte auf sogenannte Convertibles setzen. Hierbei handelt es sich um Geräte, die sowohl als Notebook als auch als Tablet verwendet werden können. Modelle wie das HP Elitebook x360 und das Toshiba Portégé X20W bieten den Vorteil, dass der Bildschirm auf das Gehäuse gelegt werden kann. Das ist besonders dann praktisch, wenn Kunden oder Kollegen etwas präsentiert werden soll. Das Elitebook eignet sich hierbei speziell für den Einsatz unterwegs, da es mit einem Eigengewicht von einem Kilogramm gut transportierbar ist und eine beachtliche Akkulaufzeit von acht Stunden mitbringt. Eine zusätzliche Stärke solcher Convertibles ist, dass sie über den universell einsetzbaren Anschluss Typ C mit Thunderbolt 3 verfügen. Hierdurch ist es leicht möglich, das Gerät mittels Docking-Station und Kabel mit einem Drucker, einer Festplatte, einer Maus, einem Monitor, oder dem Netzwerk zu verbinden.

In vielen Berufen werden vor allem Texte, Tabellen und Präsentationen erstellt. Hierfür ist es entscheidend, eine ergonomische Tastatur zur Verfügung zu haben. Ebenso ist es sinnvoll, wenn ein entsprechendes Notebook eine möglichst lange Akkulaufzeit bietet, um auch unterwegs genutzt werden zu können. Im mobilen Einsatz sind dann ein geringes Gewicht und ein flaches Design wichtig, wohingegen es auf Rechenleistung und eine hohe Displayauflösung nicht so sehr ankommt.

Geeignete Modelle aus dieser Kategorie sind das Dell XPS 13 und das Lenovo ThinkPad X1 Carbon. Letzteres besitzt sogar ein LTE-Modem, sodass Recherchen im Internet und eine permanente Erreichbarkeit der Firma möglich sind. Über diese Eigenschaften verfügt auch das Acer Travelmate P648, das als zusätzliche Stärke über einen VGA-Anschluss verfügt. Das ist gerade bei Präsentationen außerhalb der Firma oft ein großes Plus, da nicht überall ein Projektor mit HDMI-Anschluss zur Verfügung steht.

Im Test hat sich das Surface Book 2 vor allem wegen seiner exzellenten Leistung, seines glasklaren Bildschirms und der beeindruckenden Akkulaufzeit durchgesetzt. Das Allroundtalent vereint viele nützliche Eigenschaften in sich und ist somit für nahezu alle Berufsfelder ein Gewinn. Mobiles Arbeiten ist mit dem 13,5-Zoll Modell sehr gut möglich, wohingegen für Aufgaben, bei denen eine starke Grafik vonnöten ist, das 15-Zoll-Modell sehr gute Dienste leistet. Allerdings müssen die Firma oder Sie als Nutzer bereit sein, die ausgesprochen große Investition in dieses Gerät zu tätigen.

Das Dell XPS 13 bietet ohne Frage eine Menge Vorteile: Es ist kompakt designt, macht optisch etwas her und bietet sehr viel Leistung. Allerdings müssen im Vergleich mit hochpreisigen Modellen einige Kompromisse in Kauf genommen werden. So stehen beispielsweise keine USB-Anschlüsse in Standardgröße zur Verfügung, sondern die Nutzer müssen sich mit Typ-C-Buchsen zufriedengeben, von denen zwei mit Thunderbolt 3 arbeiten. Schwerpunktmäßig konzentriert sich Dell bei diesem Gerät auf klassische Büroanwendungen und stellt entsprechend einen Core i5 aus der achten Intel-Generation zur Verfügung, der für eine ausgezeichnete Rechenleistung sorgt, die dank zuverlässiger Kühlung mit zwei Lüftern quasi nicht reduziert wird.

Eine weitere Stärke des Geräts ist, dass es mit einer Akkulaufzeit von 15,5 Stunden auch im mobilen Einsatz eine sehr gute Figur macht. Die Full-HD-Auflösung des Displays ist für klassische Business-Aufgaben ideal geeignet, stößt allerdings bei intensiven Multimediaarbeiten an seine Grenzen. Lobenswert ist außerdem die zuverlässige Tastatur, die zwar einen knappen Tastenhub besitzt, dennoch aber eine klare Druckrückmeldung bietet. Mit diesem Tool lassen sich Texte schnell und geräuscharm verfassen.© IDG