Ob auf dem Bau, als Reinigungskraft oder als Elektriker - in vielen Jobs müssen die Hände einiges aushalten. Lösemittel, Reinigungsmittel, aber auch Staub und Dreck können die Haut strapazieren und belasten.

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"Mitunter kann dies auf Dauer sogar zu Schädigungen und Erkrankungen führen", warnt Axel Mayer von der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM). Was können Beschäftigte also tun?

Schützen

"Im Handel frei verkäufliche Handcremes sind in der Regel nur zur Pflege geeignet - sie reichen nicht als Hautschutz", erklärt Mayer. Zudem könne es bei Kontakt mit Arbeitsstoffen zu schädlichen Wechselwirkungen kommen. Also unbedingt geeignete Schutzhandschuhe und Hautschutzmittel verwenden, rät Mayer. Der Arbeitgeber muss beides seinen Beschäftigten zur Verfügung stellen.

Wenn alle Mitarbeiter mit vergleichbaren Stoffen hantieren, reicht ein einheitliches Hautschutzmittel. Treten Allergien gegen Inhaltsstoffe auf, benötigt ein Beschäftigter ein individuelles Hautschutzmittel - ebenso, wenn sein Arbeitsbereich spezielle Anforderungen hat. Informationen zu geeigneten Produkten erhält man etwa bei Vorgesetzten, Betriebsärzten, der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Personalvertretung.

Reinigen

Schmutz und Staub sollten Arbeitnehmer nicht mit einer Bürste wegschrubben. Denn das belastet die Haut zusätzlich. Mayer rät zudem: "Auf keinen Fall sollten mehrere Mitarbeiter gemeinsam eine Handbürste benutzen." Das gilt nicht nur bei vorgeschädigter Haut. Denn dabei kann man Keime in die Haut einmassieren, und das kann zu entzündlichen Reaktionen der Haut führen. Besser ist eine schonende Reinigung - mit einer milden Hautreinigungslotion.

Pflegen

Nach der Arbeit sollte man die Haut mit Nährstoffen versorgen, also eine Pflegecreme auftragen. "So bleiben die Hände geschmeidig und sind besser vor kleinen Rissen oder Schädigungen geschützt", erklärt Mayer.  © dpa

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