Bargeld abheben: So vermeiden Sie Gebühren

Bargeld kann ein teures Gut sein: An manchen Automaten fallen Gebühren an, immer mehr Banken verlangen für die Ausgabe kleiner Beträge Geld. Mit diesen Tipps von Stiftung Warentest kommen Sie ohne zusätzliche Kosten an Bargeld.

Nutzen Sie die Automaten Ihrer Bank beziehungsweise des Automatenverbundes. Hier kommen Kunden mit ihrer Girokarte in aller Regel kostenlos an Bargeld. Am leichtesten haben es hierbei die Kunden der Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken. Diese haben das dichteste Automatennetz. Bei den Privatbanken gibt es zum Beispiel die Zusammenschlüsse Cash Group und Cashpool.
Viele Kreditinstitute bieten Apps an, die den Weg zum nächsten kostenfreien Geldautomaten weisen.
Wenn möglich, sollte man einen Bogen um die Geräte spezieller Automatenbetreiber machen, wie sie oft an Flughäfen, Bahnhöfen oder in Einkaufszentren stehen. Cardpoint, Euronet, IC Cash, Notemachine, Cashlink, Reisebank und Co. berechnen in den meisten Fällen Gebühren. Einmal abheben kann da schon mal mit acht Euro zu Buche schlagen.
Eine gute Alternative zu Geldautomaten ist das sogenannte Cashback-Verfahren: Wer beim Einzelhändler bezahlt, kann parallel auch Geld abheben. Laut dem Handelsverband Deutschland bieten mehr als 60 Prozent der Lebensmittelhändler und jedes zweite Warenhaus diesen Service an. Beispiele sind Rewe, Penny, Netto, Denn's und Galeria Kaufhof.
Die Banken der Cash Group (Berliner Bank, Commerz­bank, Comdirect, Deutsche Bank, Hypo­ver­eins­bank, Noris­bank, Post­bank) und die Sparda-Bank Baden-Württemberg haben eine Vereinbarung mit Shell, die es ihren Kunden ermöglicht, dort "Bargeld zu tanken".
Mit vielen Kreditkarten ist das Geldabheben kostenlos, egal an welchem Automaten. Es kann daher sinnvoll sein, anstatt der Girokarte die Kreditkarte zu nutzen. Allerdings gibt's Kreditkarten oft nur gegen eine jährliche Gebühr. Wer die Kreditkarte nicht ohnehin für andere Zwecke benötigt, muss also abwägen, ob sich das für ihn rechnet.
Nachrechnen und Vergleichen lohnt sich auch bei der Wahl des Girokontos: Was kommt mich unterm Strich günstiger? Ein kostenloses Girokonto, bei dem jedoch Gebühren am Automaten anfallen? Oder ein Konto, für das ich zwar Kontoführungsgebühr, dafür aber keine Abhebegebühren bezahlen muss?
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