McDonald's verliert seit Jahren Kunden. Dank einer neuen Strategie soll sich das jetzt ändern. Liebhabern von Klassikern wie dem Big Mac dürften die Neuerungen gefallen. Wer große Auswahl liebt, hat das Nachsehen.

Wer Essgewohnheiten verändern will, sollte diese Punkte beachten.

Lucy Brady ist Vizepräsidentin von McDonald's. Bei einem Treffen mit Investoren in Chicago gab sie nun die Planungen der Fast-Food-Kette für eine erfolgreichere Zukunft bekannt. Fazit: Die Strategie des Unternehmens wird komplett umgekrempelt.

Seit einigen Jahren sinken die Verkaufszahlen. Seit 2012 hat das Unternehmen in den USA 500 Millionen Bestellungen gegenüber Mitbewerbern eingebüßt.

Gegenmaßnahmen fruchteten nicht. Experimente mit mehr Salaten, neuen Wraps und grundsätzlich gesünderen Produkten scheiterten. McDonald's gewann keine neuen Kunden, zahlreiche alte wanderten zur Konkurrenz ab. Dies ergab eine Kundenumfrage.

Nun will das Unternehmen gewissermaßen zurück zu seinen Wurzeln. "Wir müssen kein anderes McDonald’s werden, sondern ein besseres McDonald’s", sagte Brady. Und diese Maßnahmen sollen dabei helfen:

  • Fokus auf Klassiker

McDonald's will sich auf Urgesteine wie den Big Mac konzentrieren, anstatt mit immer neuen Ideen ein Überangebot zu schaffen. Gleichzeitig will das Unternehmen ein Hauptaugenmerk auf die Qualität der Klassiker legen.

So soll es keine künstlichen Konservierungsstoffe mehr in Chicken McNuggets geben und frisches Hackfleisch wird in Zukunft anstelle von gefrorenem auf die Burger kommen.

Im Gegenzug zur übersichtlicheren Speisekarte soll es klassische Produkte wie den Big Mac schon bald in verschiedenen Größen geben, um Verbrauchern mit großem und kleinem Appetit gleichermaßen gerecht zu werden.

  • Digitale Bestellungen

Bald wird es möglich sein, Essen bei McDonald's via App zu ordern. Dass die App persönliche Vorlieben wie Lieblingsgerichte oder die bevorzugte Zahlungsmethode speichert, soll den Bestellvorgänge erleichtern. Wartezeiten würden so gut wie eliminiert, heißt es.

  • Renovierungen in zahlreichen Restaurants

1,1 Milliarden Dollar sollen für die Renovierung von circa 2.500 Restaurants investiert werden. Dazu gehört auch die Etablierung "elektronischer Kioske". Kunden werden ihre Bestellung dort aufgeben und so die Warteschlange am Hauptschalter umgehen können.

Ihre Bestellungen sollen dann sogar an den Tisch gebracht werden - fast wie in traditionellen Restaurants.

  • Lieferservice

In China, Südkorea und Singapur setzt das Unternehmen schon jetzt fast eine Milliarde Dollar jährlich mit Lieferservices um. Nun soll dieses Geschäftsmodell ausgeweitet werden.

Man sehe sich in einer einzigartigen Ausgangsposition, um in diesem Bereich erfolgreich zu werden, teilte das Unternehmen mit. 75 Prozent aller Einwohner in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Kanada leben in einer Entfernung von weniger als fünf Kilometern zum nächsten McDonald's.

Diesen logistischen Vorteil will das Unternehmen nutzen. (fte)

Bildergalerie starten

Diese Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Ob nun Zwiebeln, Tomaten oder Honig: Einige Lebensmittel werden vermehrt in Kühlschränken gelagert. Viele Produkte mögen die Kälte allerdings gar nicht und verlieren dadurch sogar Geschmack und ihre Qualität.