In der Schule versagt und doch Karriere gemacht

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Wie prominente Beispiele zeigen, ist gute Schulbildung nicht immer der Grundstein für ein erfolgreiches Berufsleben. Einige Schulversager und Schulabbrecher haben als Sänger, Koch, Schriftsteller oder Erfinder Karriere gemacht. Und mancher hat sogar die Welt verändert.

Jamie Oliver war ein schlechter Schüler. Kochen sei das Einzige, worin er jemals gut war, sagt der der britische Starkoch selbst. Er steht schon mit acht Jahren in der Küche im Pub seines Vaters. Mit 16 verlässt Oliver die Schule, um eine Ausbildung als Koch zu machen.
Der dreifache Formel-1 Weltmeister und Airline-Gründer Niki Lauda bleibt gleich zweimal in einem Wiener Gymnasium sitzen. Auch der Versuch, den Abschluss in einer Maturaschule nachzuholen, scheitert.
In der elften Klasse verlässt Nena das Christian-Rohlfs-Gymnasium in Hagen-Haspe vorzeitig Danach absolviert die Sängerin, auf Wunsch ihrer Eltern, eine Ausbildung zur Goldschmiedin, bevor sie sich ganz der Musik zuwendet.
Mit 15 Jahren hat Albert Einstein keine Lust mehr auf das Gymnasium. Da er vorlaut und respektlos gegenüber seinen Lehrern ist, bekommt er auch Schwierigkeiten mit dem Direktor. Später holt Einstein das Abitur über Umwege nach - und wird der Vater der Relativitätstheorie.
Schauspieler Robert Pattinson ("Twilight") fliegt mit zwölf Jahren sogar von der Schule. Da er keine Hausaufgaben macht, wird in seinem Zeugnis damals vermerkt, dass er sich in der Schule nicht bemühe. Geschadet hat das dem Briten nicht: Er ist heute dick im Geschäft.
Michael Niavarani: Schon während seiner Schulzeit im BRG Wien VII spielte Niavarani Theater. Sehr zum Leidwesen seiner Eltern brach er mit 16 Jahren die Schule ab. Jahre später bekam der erfolgreiche Schauspieler von seiner ehemaligen Schule die Ehrenmatura verliehen.
Mit 16 Jahren verlässt Richard Branson die Schule, da er als Legastheniker schlechte Noten bekommt. Sein Direktor erklärt ihm an seinem letzten Schultag, er werde entweder im Gefängnis enden oder Millionär werden. Der Mann behält Recht: Heute ist Branson Unternehmer und steinreich.
Auch Harald Schmidt ist kein erfolgreicher Schüler. Der Moderator fällt im Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen durch und muss die zwölfte Klasse wiederholen.
Otto Waalkes ist in der Schule nicht gerade erfolgreich. Er hat in gleich vier Fächern Probleme: Mathematik, Latein, Englisch und Religion. Eine Klasse muss er sogar wiederholen - und macht sich später in seinen Programmen über "Englisch For Runaways - Englisch für Fortgeschrittene" lustig.
Schauspieler Uwe Ochsenknecht findet während seiner Schulzeit nur am Musikunterricht Gefallen. Er muss drei Klassen des Ludwig-Frank-Gymnasiums in Mannheim wiederholen und wird mit 15 Jahren schließlich der Schule verwiesen.
Bill Gates gründet mit 14 Jahren seine erste Firma. Sein Studium an der Harvard University bricht er nach zwei Jahren ab, um sich ganz seiner neuen Firma Microsoft zu widmen.
Richard "Mörtel" Lugner ist nicht nur das "Phantom des Opernballs": Schon in der Mittelschule hat er Probleme mit den Sprachen. Trotzdem geht der mathematisch begabte Schüler seinen Weg. Mit Lugners Englisch hapert es allerdings immer noch.
Die Uni-Karriere von Steve Jobs ist eher kurz. Schon nach einem Semester verlässt er das Reed-College, um in einer Garage seine Firma Apple zu gründen. Seine Adoptiv-Eltern und seine leibliche Mutter hätten sich allerdings einen College-Abschluss gewünscht.
Schulwechsel und Sitzenbleiben gehören für André Heller die gesamte Schulzeit hindurch dazu. Der Künstler und Schauspieler sagt später, jede Minute, die er den Unterricht schwänzte, sei für ihn ein Gewinn gewesen. Denn in den Kaffeehäusern traf er auf Literaten wie Friedrich Torberg.
Quentin Tarantino verbringt seine Kindheit meist im Kino. Mit 15 Jahren bricht der Legastheniker die High School ab und beginnt eine Schauspielausbildung. Gut für das Kino - dem er als Regisseur Streifen wie "Pulp Fiction" und "Django Unchained" beschert.
Franz Grillparzer hasst die Schule. Er bleibt nicht nur sitzen, sondern soll sich auch Prüfungsfragen erschlichen haben. Umso bemerkenswerter, dass er später einer der wichtigsten österreichischen Schriftsteller und Dramatiker ("König Ottokars Glück und Ende") wird.
"Den trüben Fleck auf der Landkarte seines Lebens", nennt Winston Churchill einst seine Schulzeit. Lange bevor er britischer Premierminister wird, muss Churchill ein Jahr wiederholen und hat eine Fünf in Latein. Auch in Sport sind seine Noten schlecht.
Christina Stürmer ist nach eigener Ansicht zu faul für die Schule: Sie bricht das Oberstufenrealgymnasium, das sie in Linz besucht, sehr früh ab. Stürmer beginnt eine Lehre als Buchhändlerin, bevor sie sich ganz der Musik widmet und auch in Deutschland Erfolge feiert.
Thomas Gottschalk bleibt in der Schule zweimal sitzen. Später studiert er Deutsch und Geschichte auf Lehramt und schlägt beinahe eine Karriere als Lehrer ein, bekommt aber noch die Kurve zum Moderator.
Iris Berben fliegt dreimal von der Schule und muss die siebte Klasse wiederholen. Mit 17 Jahren will kein Internat sie mehr aufnehmen. Die Schauspielerin hat bis heute keinen Schulabschluss.
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