Die Packungen von "Ariel Actilift" enthalten immer weniger Waschmittel, der Preis bleibt allerdings gleich. Und das obwohl der Rohstoffpreis stark gefallen ist, wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt - die Mogelpackung des Monats.

Der Konzern "Procter & Gamble" hat bei mindestens vier Waschmitteltypen der Marke "Ariel Actilift" die Füllmenge reduziert. Der Preis allerdings bleibt unverändert. Beim Colorwaschmittelpulver und beim Vollwaschmittel Compact sinkt die Menge von 15 auf 14 Waschladungen, wie die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) mitteilte.

Beim Flüssigwaschmittel sind es nur noch 15 statt 16 Ladungen. Die Großpackung sinkt um zwei Ladungen und gibt nur noch 40 Wäschen her.

Die Reduzierung der Füllmenge entspricht einer versteckten Preiserhöhung von sieben Prozent. Bedenkt man, dass Tenside, die wichtigsten Bestandteile von Waschmittel, aus Erdöl hergestellt werden, ist die Preiserhöhung umso unverständlicher. Denn der Erdölpreis ist in den vergangenen zwei Jahren um 70 Prozent gesunken. Deswegen kürz die Verbraucherzentrale "Ariel Actilift" zur Mogelpackung des Monats.

Auch Slipeinlagen sind teurer geworden

"Procter & Gamble ist ein Widerholungstäter. In den vergangenen Jahren hat der Konzern mehrmals die Füllmenge reduziert - von ursprünglich 20 auf mittlerweile 15 Waschladungen. Als Grund für die erneute Reduzierung nannte die Firma auf Nachfrage der VHZZ eine Rezepturverbesserung.

Nicht nur das Waschmittel ist bei "Procter & Gamble" teurer geworden. Auch der Preis für Damenbinden und Slipeinlagen der Marke "Always" ist laut VHZZ kräftig gestiegen, Bis zu 25 % beträgt der Preisunterschied zwischen alter und neuer Packung.

(mh)