Zum heutigen Weltspartag lohnt es sich besonders, über die eigenen Ausgaben nachzudenken. Mit ein paar Tricks lassen sich diese effektiv eingrenzen - und Sie sparen dabei bares Geld.

Am Weltspartag packen Kinder alljährlich ihr Erspartes zusammen und tragen es mit leuchtenden Augen zur Bank. Ein schönes Ritual und zugleich vielleicht ein Anlass, selbst über das Sparen nachzudenken. Laut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact legen die Deutschen im Schnitt monatlich immerhin 166 Euro beiseite. Wir verraten Ihnen einige ganz einfache Tipps für den Alltag, mit denen Sie zusätzlich bares Geld sparen können - ohne sich dabei einschränken zu müssen.

Wasserkocher oder Mikrowelle nutzen: Sie sind schneller und effizienter als Töpfe. Zum Vergleich: Um 250 Milliliter Wasser in einem Topf mit Deckel auf dem Elektroherd von 1 auf 90 Grad zu erhitzen, werden 77 Wattstunden Strom benötigt. Die Mikrowelle braucht 53 und der Wasserkocher sogar nur 35 Wattstunden.

Geräte ganz ausschalten: Wer immer das Stand-by ausschaltet, kann pro Jahr etwa 90 Euro sparen. Besonders einfach geht das mit Steckdosenleisten mit integriertem Schalter.

Bei niedrigen Temperaturen waschen: Rund 45 Euro lassen sich jährlich sparen, wenn man statt mit 60 Grad möglichst oft nur mit 30 Grad wäscht und auf die Vorwäsche verzichtet. Die ist bei normaler Verschmutzung auch nicht nötig. Und moderne Waschmittel reinigen schon bei niedrigen Temperaturen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt jedoch davor, dass zum Beispiel stark verschmutzte Putz- und Spültücher im Schonwaschgang nicht wieder rein werden. Den Kochwaschgang bei 90 Grad schätzt das Institut jedoch - außer bei akut ansteckenden Krankheiten - als überflüssig ein.

Richtig dosieren: Füllen Sie Duschgel und Shampoo in Pumpspender ab. Dadurch lässt sich Überdosieren vermeiden.

Kühlschrank auffüllen: Tatsächlich verwendet ein gerade eben erst befüllter Kühlschrank viel Energie darauf, seinen frischen Inhalt auf die Zieltemperatur herabzukühlen. Ein volles Gerät kühlt anschließend jedoch einzelne Lebensmittel viel schneller. Denn die bereits im Kühlschrank gelagerten Produkte funktionieren dann wie Kühlakkus. Außerdem geht weniger Energie verloren, wenn ein voller Kühlschrank geöffnet wird, da weniger Luft entweicht. Notfalls kann man leere Fächer auch mit Styropor oder Wasserflaschen auffüllen.

Auf Solarkraft setzen: Nicht nur die großen Solarzellen auf Hausdächern erzeugen Energie. Auch viele alltägliche Geräte sind mit eingebauten Solarzellen erhältlich. Wenn Sie einen kaputten Wecker oder Taschenrechner durch ein sonnenbetriebenes Gerät ersetzen, sparen Sie zukünftig die Batterien.

Beim Fahren sparen: Nicht nur das Auto bestimmt über den Benzinverbrauch - auch die Fahrweise hat einen maßgeblichen Einfluss. Der ADAC rät dazu, flott zu beschleunigen, möglichst rasch die Gänge hochzuschalten (bei einer Drehzahl von rund 2.000 Umdrehungen pro Minute) und die Geschwindigkeit mit niedrigen Drehzahlen beizubehalten. Vorausschauendes Fahren spart zusätzlichen Sprit, denn für jeden Bremsvorgang wird Energie benötigt.

Clever einkaufen: Sich vorzubereiten, ist der beste Tipp für den Einkauf im Supermarkt. Schreiben Sie im Vorfeld eine Einkaufsliste und vermeiden Sie häufige und spontane Gänge zum Supermarkt. Auf diese Weise werden Sie von Angeboten und ihrem Appetit nicht so leicht verführt. Apropos Angebote: Hier lohnt sich oft ein Preisvergleich mit ähnlichen Produkten, die möglicherweise weniger auffällig platziert sind, zum Beispiel in den unteren Regalreihen. Bei Produkten, die Sie häufiger kaufen, wie Butter oder Milch, sollten Sie den Durchschnittspreis als Referenzwert im Kopf haben.

Bar bezahlen: Beim Bezahlen mit Kredit- oder Bankkarte hat man weniger Kontrolle über das ausgegebene Geld. Wer sich jedoch ein realistisches Tages- und Wochenbudget errechnet und das hauptsächlich in bar ausgibt, behält den Überblick über seine Finanzen.

Ausgaben auflisten: Wenn Sie Ihre Ausgaben schriftlich festhalten, wird das ausgegebene Geld sichtbar und hält Sie im besten Fall von sinnlosen Spontankäufen ab. Wer sowieso viel Zeit vor dem PC oder am Smartphone verbringt, sollte sich eine der vielen "Personal Finance"-Apps herunterladen und hat damit seine Budgetplanung immer dabei. (dpa/sag)