Achtung, Keimfallen im Alltag: Ekel-Alarm fürs Bad-Handtuch

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Gut zu wissen, wovor man sich im Alltag in Acht nehmen sollte und wann es Zeit ist, sich die Hände zu waschen.

Bei der Toilette achtet man häufig auf Sauberkeit und Hygiene. Problematischer sind daher ganz andere Alltagsgegenstände. Eine Studie der Universität Arizona hat verschiedene Utensilien untersucht und festgestellt: Der Ort mit den meisten Keimen im Bad ist das Handtuch.
Laut einer amerikanischen Studie ist auch im Büro nicht die Toilette der dreckigste Ort. Der Wasserhahn ist hier die Keimfalle Nummer eins, da er am meisten angefasst wird. Je mehr Mitarbeiter ihre Hände waschen, desto dreckiger wird der Hahn. Nach dem Händewaschen den Hahn also besser mit einem Papiertuch anfassen.
Dem Kollegen die Kopfhörer zu leihen ist eher keine gute Idee. Bakterien im Schweiß und Ohrenschmalz lassen sich so übertragen. Gerade In-Ear-Kopfhörer sind ein Brutplatz für Keime aller Art, da das Ohr eigentlich gut belüftet sein sollte. Beim Teilen pfropft man sich auch noch die Bakterien des Anderen ins Ohr. Grundsätzlich sollte man auf eine regelmäßige Reinigung achten.
Handhygiene fängt beim Waschen an - und hört beim Trocknen noch lange nicht auf. Seit Jahren liefert sich die Papiertuch-Industrie einen Studien-Krieg mit den Herstellern druckluftbetriebener Händetrockner. Letztere stehen in der Kritik wahre Bakterienschleudern zu sein. In einigen Studien wurde darauf hingewiesen, dass die Zahl der Keime in der Luft im Vergleich zu Handtüchern deutlich höher sei.
Mittlerweile wurde die Keimbelastung in verschiedenen Kaffeeautomaten mehrfach untersucht. Ergebnis: Tatsächlich sind die Automaten Brutstätte für Keime, egal ob im Büro oder in Privathaushalten. Doch Panik muss deswegen nicht aufkommen. Die meisten Bakterien sind unbedenklich und können höchstens für immungeschwächte Personen gefährlich werden. Wer die Maschinen regelmäßig säubert, kann den Keimen entgegenwirken.
Essensreste, Feuchtigkeit, Hitze - die Küche bietet ideale Voraussetzungen für die Vermehrung von Keimen. Selbst wer sie regelmäßig gründlich reinigt, übersieht oft die Haupt-Bakterienfalle Spülschwamm. Darauf vermehren sich Erreger nicht nur, man verteilt sie auch auf sämtlichen Flächen. Den Schwamm heiß auszuwaschen oder gar in die Waschmaschine oder Mikrowelle zu stecken, erhöht die Anzahl sogar noch. Am besten den Schwamm einmal pro Woche wechseln und Flächen nach dem putzen abtrocknen.
Buffet- und Kantinenessen ist mit Vorsicht zu genießen. Wenn Mahlzeiten lange warm gehalten oder nur lauwarm serviert werden, vermehren sich Bakterien. Deshalb dürfen warme Speisen nicht länger als drei Stunden bereitliegen und sollten mindestens 65 Grad Celsius heiß sein. Wer lauwarme Gerichte vom Buffet verzehrt, riskiert dann einen verdorbenen Magen.
Vorsicht, die Bakterienzahl auf dem Griff eines Einkaufswagens übersteigt sogar die auf dem Handlauf einer Rolltreppe. Die Griffe werden selten gereinigt, darum findet man auf ihnen gefährliche Durchfallerreger.
In der Dusche verstecken sich ebenfalls Keime. Wird das Warmwasser länger nicht gebraucht, können sich in der Zwischenzeit Bakterien festsetzen, die beim nächsten Duschgang vernebelt und eingeatmet werden. Die Ursache liegt vor allem in den Boilern, die häufig zum Energiesparen auf niedrige 45 Grad Celsius eingestellt sind.
Was kaum jemand weiß: Nicht die Metallgriffe sind die wahren Keimfallen im öffentlichen Nahverkehr, da sich Bakterien und Co. auf ihnen kaum vermehren können. Die Sitze in Bus und Bahn dagegen sind viel größere Brutstätten für Krankheitserreger.
Bei Bier lauert die Gefahr am Flaschenhals: In Kneipen weiß man im Regelfall nicht, wie und wo das Bier gelagert wird. Oft stehen die Flaschen in einem Keller und kommen dort mit allerhand Schmutz in Kontakt. Wer direkt vom Flaschenrand trinkt, ist im Regelfall auf der sicheren Seite. Vorsicht gilt an jenen Stellen, die nicht vom Kronkorken geschützt wurden.
Hätten Sie gewusst, dass man sich an der PC-Tastatur genauso schnell einen Krankheitserreger wie einen Computer-Virus einfangen kann? Unglaublich, aber die Tastatur beherbergt fast 70 Mal so viele Keime wie ein Toilettensitz.
Auch die Computer-Maus ist eine Bakterien-Brutstätte. Wer den Schreibtisch öfter wechselt, sollte sich und seinen Kollegen einen Gefallen tun und die Maus desinfizieren. Geeignete Sprays sind in jedem Drogeriemarkt erhältlich.
Selbst wenn man bei der Benutzung von Geräten im Fitnessstudio ein Handtuch unterlegt, schützt dies nicht vollständig vor dem Kontakt mit Keimen. In vielen Fitness-Studios ist es daher üblich, dass man das Fitnessgerät nach der Benutzung an den Kontaktstellen desinfiziert.
Auch auf dem Smartphone wimmelt es vor Keimen. Bei einem Stichprobentest stellte das Wall Street Journal bei acht zufällig ausgewählten Smartphones zwischen 2.700 und 4.200 Durchfallerreger fest. Mit einem Mikrofasertuch und einem speziellen Reinigungsmittel lässt sich das Touch-Display am gründlichsten reinigen.
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