Die fiesesten Lebensmittelkeime

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Auf unseren Lebensmitteln lauern manchmal sehr fiese Keime. Einige von ihnen können sogar tödlich sein.

Salmonellen: Als Auslöser von Massenerkrankungen sorgen sie regelmäßig für Schlagzeilen. Meist schleichen sich Salmonellen über weiche Eier ein. Auch die Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch ist hoch, wochenlang.
Campylobacter: Sie treten am häufigsten auf und verursachen schwere Durchfälle, Brechreiz und Magenkrämpfe. Die Übertragung erfolgt vor allem über Geflügel. Gutes Durchgaren schützt vor Infektion.
Kolibakterien: Sie sollen den Darm schützen, doch einige Stämme richten sich gegen den eigenen Wirt – mit tödlichen Folgen. Die besonders gefährlichen EHEC-Bakterien verstecken sich vor allem in Rohmilch und Fleisch.
Shigellen: Der Name klingt nach einem Inselparadies, doch das trügt. Viele Deutsche ziehen sich die Infektion allerdings tatsächlich im Ausland zu – zum Beispiel über kontaminiertes Wasser.
Yersinia (pestis): Der Pest-Erreger hat lange gewütet, jetzt gilt er in Europa als besiegt. Ein anderer stamm löst heute noch Krämpfe und Erbrechen aus. Bevorzugter Übertragungsweg: rohes Schweinefleisch.
Vibrio cholerae: 2016 erkrankten weltweit mehr als 130.000 Menschen an Cholera. Größter Gefahrenherd ist verseuchtes Wasser. Erkrankten droht der Kollaps durch Flüssigkeitsverlust.
Listerien: Sie sind selten, aber besonders heimtückisch. Statt des üblichen Durchfalls gaukeln sie uns einen grippalen Effekt vor, sorgen aber heimlich für eine schwere Vergiftung des Bluts.
Clostridien: Die Keime überstehen auch extreme Hitze und kommen vor allem in verdorbenen Konserven vor. Die Vergiftung, gerade durch das Clostridium botulinum, ist lebensgefährlich. Es drohen Atem- und Herzstillstand.
Staphylokokken: Die kugelförmigen Bakterien sind auf unserer Haut zuhause. Gelangen sie durch Wunden oder die Nahrung in den Körper, können sie Übelkeit und Durchfall, aber auch schwere Organschäden verursachen.
Bacillus cereus: Vor allem wer Reis unter 65°C warm hält, ist durch diese Toxine gefährdet. Die Folge sind Durchfälle und Erbrechen. Auch milzbrand-ähnliche Erkrankungen werden dem Erreger zugeschrieben.
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