Während im vergangenen Jahr Mocktails, Urgetreide und die Acai-Frucht im Trend lagen, sieht es 2017 etwas anders. Fest steht aber: Es wird wieder gesund.

Baobab

Ausprobiert: Wie ein Slow Cooker gesundes Essen einfach macht.

Was ist das? Baobab ist die Frucht, die am Affenbrotbaum wächst. Während diese Pflanze in unseren Breiten meist in kleinen Töpfen auf dem Fensterbrett steht, werden die Bäume in Afrika fünf bis zehn Meter hoch und tragen fleißig Früchte.

Die Frucht ist zwischen zehn und vierzig Zentimeter lang, eiförmig und fühlt sich leicht pelzig an. Die Schale enthält bis zu 200 Samen, die im Fruchtfleisch liegen und sehr viel Fett enthalten.

Was kann es? Das Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an eine Mischung aus Birne, Vanille und Grapefruit und enthält viel Vitamin C. Außerdem beinhaltet Baobab Kalium, Calcium, Vitamin B1 und B6 sowie viele Ballaststoffe.

Wie isst man es? Baobab wird in Deutschland vor allem als Pulver benutzt. Man kann es als Soßenbinder nehmen oder in Süßspeisen einrühren, denen es eine fruchtige Note verleiht. Auch als Zusatz für Smoothies eignet sich das Pulver, da es eine langanhaltend sättigende Wirkung hat.

Naan-Pizza

Was ist das? Eine Naan-Pizza ist die etwas gesündere Variante einer Pizza, die ohne Blumenkohl auskommt. Das Naan-Brot kennen die meisten vom Inder. Das dünne Fladenbrot wird dort gerne als Beilage gereicht.

Für eine Naan-Pizza verzichtet man auf den klassischen Pizzaboden und nimmt entweder ein fertig gekauftes Naan-Brot oder stellt aus wenigen Zutaten selbst eines her. In den USA gibt es diesen Trend bereits seit Längerem, nun schwappt er auch langsam nach Deutschland.

Wie isst man es? Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn man den Naan-Boden aus gesundheitlichen Gründen nimmt, sollte man allerdings auf allzu fettige Beläge verzichten.

Er muss auch nicht unbedingt herzhaft belegt sein. Mit einer Sauce aus Jogurt und Obst, zum Beispiel Erdbeeren oder Bananen, belegt, eignet sich die Naan-Pizza auch als süßer Snack.

Algen

Wir verraten Ihnen, was eine rein pflanzliche Ernährung für Folgen hat.

Was ist das? Seit Jahrtausenden sind Algen ein fester Bestandteil des asiatischen Speiseplans. Nur zu uns hat es das neue "Superfood" noch nicht so recht geschafft. Algen kann man zwar in speziellen Geschäften erwerben und auch beim Japaner oder in der Sushi-Bar stehen die grünen Gewächse auf der Speisekarte, in der deutschen Küche ist die Alge aber noch nicht zu finden.

Als Lebensmittel werden vor allem drei Algengruppen genutzt: Braun-, Rot- und Grünalgen. Diese umfassen beliebtere Sorten wie Wakame, Meersalat und Flügeltang. Für Sushi wird vor allem die Nori-Alge verwendet.

Auch das Frankfurter Zukunftsinstitut sieht Algen als neues Trendfood. "Als "Powerfood" aus dem Meer haben Algen ein großes Zukunftspotenzial. Sie sind reich an Eiweiß und Balaststoffen, haben kaum Fett und wenig Kalorien", ist im Food Report 2017 zu lesen.

Was kann es? Algen werden nicht zu Unrecht als Superfood bezeichnet: In der traditionellen chinesischen Medizin setzen die Menschen Algen seit Jahrtausenden zur Blutdrucksenkung ein. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Algen eine positive Wirkung auf Magen und Darm haben können.

Es gibt Theorien, die besagen, dass der hohe Algenkonsum in Japan dort zu der sehr niedrigen Brustkrebsrate beitragen.

Neben den gesundheitlichen Wirkungen sind Algen auch noch Mineralstofflieferanten: Zink, Jod, Vitamin B12 und die Vitamine A, C und E sind in den Pflanzen enthalten. Auch Jod steckt in großen Mengen in Algen drin. Der Nährstoffgehalt schwankt jedoch zwischen den verschiedenen Algenarten.

Wie isst man es? Das kommt ganz auf die Algenart an. Nori-Algen kann man in Streifen schneiden und zum Garnieren verschiedener Speisen verwenden - zum Beispiel über Salat oder Nudeln. Getrocknet und gemahlen eignet sich die Nori-Alge als Gewürz für Fisch, Salatsaucen oder Suppen.

Wakame-Algen gibt es hier nur getrocknet zu kaufen und ist ein klassischer Bestandteil der beliebten Miso-Suppe. Aber auch als Salat oder als Gemüsebeilage zum Fisch kann man sie verwenden. Vorher müssen die getrockneten Blätter allerdings gründlich abgespült und ein paar Minuten in lauwarmem Wasser eingeweicht werden.

Kimchi

Jein, sagen Experten - obwohl es schon vielen das Leben rettete.

Was ist das? Dieser scharf-säuerliche Kohlsalat ist in Südkorea an jeder Ecke zu bekommen. Auch bei uns setzt er sich nun langsam durch. Kimchi ist im Prinzip fermentierter Chinakohl mit Rettich, Ingwer, Chili und Knoblauch. Traditionell wird diese Mischung zu kleinen Paketen geformt und in Tontöpfen gelagert. Dort findet dann der Gärungsprozess statt, durch den der Kohl haltbar gemacht wird. Dieser Prozess dauert einige Tage.

Was kann es? Kimchi beinhaltet - wie Sauerkraut - viel Vitamin C. Auch Vitamin A ist enthalten. Durch die Fermentation entstehen Milch- und Essigsäuren. Diese helfen dabei, Keime abzutöten.

Wie isst man es? Kimchi wird praktisch zu allem dazu gegessen - auch zum Frühstück. Wer nicht gleich so überstürzt einsteigen möchte, kann Kimchi auch erst einmal in einem koreanischen Restaurant probieren.

Gefrorener Blumenkohl

Was ist das? Kohl ist cool - dieses Motto gilt schon seit Jahren. Ob Grünkohl oder Kimchi - das Gemüse gehört mittlerweile zum festen Speiseplan. Neu ist allerdings diese Verwendung: gefrorener Blumenkohl als Smoothie-Basis. Hört sich erst einmal nicht so lecker an, soll aber gut schmecken.

Was kann es? Den gefrorenen Blumenkohl soll man aus den Smoothies gar nicht herausschmecken, das sagen zumindest viele Foodblogger. Wer öfter mit Blumenkohl kocht, weiß, dass das Gemüse häufig einfach den Geschmack der verwendeten Gewürze und Zutaten annimmt. Zudem soll er das Getränk cremiger machen.

Außerdem ist diese Zubereitungsvariante ein guter Weg, Kindern eine extra Portion Gemüse zu geben - ohne, dass sie es merken. Blumenkohl enthält Vitamin C und B6, sowie Magnesium und Ballaststoffe.

Wie isst man es? Einfach den Blumenkohl kleinschneiden, einfrieren und beim nächsten Smoothie mit dazugeben. Ein Beispielrezept findet sich auf der Seite der amerikanischen Foodbloggerin Julie Fagan. Sie hat einen Banane-Erdbeer-Smoothie kreiert, der auch gefrorenen Blumenkohl enthält.

Jackfrucht

Was ist das? Die Jackfrucht kann bis zu einem Meter lang und zehn Kilo schwer werden. In Indien werden vor allem die Kerne der Frucht verzehrt. Aus diesen wird das Mehl für die traditionellen Speisen Chapatti und Papadums hergestellt.

Geröstet und gesalzen sehen die Kerne den Erdnüssen ähnlich und dienen als Knabberei. Ungeröstet schmecken die Kerne wie Esskastanien. Ist das Fruchtfleisch reif, erinnert der Geschmack an Ananas und Banane.

Was kann es? Unter Vegetariern und Veganern ist die Jackfrucht schon lange ein Geheimtipp. Denn: Ist die Frucht noch unreif, kann man das Fruchtfleisch wie Hähnchenbrust verwenden. Außerdem ist sie besonders reich an Stärke, weswegen sie in ihren Herkunftsländern als Grundnahrungsmittel verwendet wird.

Die Frucht enthält viel Kalzium, die Kerne viele B-Vitamine, Magnesium und Eisen.

Studie zeigt: Manche Lebensmittel können zu Herzinfarkt führen.

Wie isst man es? Die unreife Frucht eignet sich gut als Fleischersatz: Einfach in Stücke oder Streifen schneiden und zu Currys oder in den Wok geben. Die Samen kann man wie Bohnen kochen oder sehr kleine Samen als Reisersatz verwenden.

Unreife Früchte benutzen viele als Gemüseersatz, die reifen Früchte hingegen können wie Obst verwendet werden, also im Obstsalat, als Sorbet oder als Püree.

Pasta-Alternativen

Was ist das? Hier gibt es zwei unterschiedliche Formen: Zum einen spricht man bei Gemüse-Pasta von Gemüse, das mithilfe eines Spiralschneiders in Nudelform geschnitten wurde und als Ersatz dient.

Zum anderen gibt es aber auch immer mehr Nudeln, die aus Hülsenfrüchten hergestellt werden, zum Beispiel aus Linsen oder Erbsen. Diese sehen tatsächlich aus wie richtige Pasta und werden auch so verwendet.

Was kann es? Spiralisierte Pasta aus Zucchini oder Möhren haben den Vorteil, dass sie weitaus kalorienärmer als ihre italienischen Verwandten sind. Im Vergleich: Zucchini haben auf 100 Gramm 23 Kalorien, Pasta im Durchschnitt 350 bis 380 Kalorien.

Natürlich darf man nicht erwarten, dass Zucchini als Grundlage genauso schmeckt wie Nudeln aus Mehl. Aber mit Pesto oder einer Tomatensoße sind sie eine gute, leichte Mahlzeit.

Pasta aus Hülsenfrüchten ist vor allem für Menschen geeignet, die Gluten nicht gut vertragen, da Linsen, Bohnen und Co. glutenfrei sind. Außerdem enthalten sie sehr viel mehr Eiweiß als Pasta aus Getreide und sind so für Sportler gut geeignet.

Wie isst man es? Wie normale Nudeln aus Getreide. Bei Nudeln aus Hülsenfrüchten muss man die geringe Kochzeit beachten. Nudeln aus Gemüse werden meistens nur in der Mikrowelle gedämpft oder in der fertigen Sauce kurz mitgekocht.

Mit einem Gemüseschäler kann man aus Zucchini auch Ersatz für Lasagneplatten herstellen. Die Scheiben werden dann anstelle der Platten in der Lasagne verwendet.

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Diese Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

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