Kindersicherheitstag: Gefahren für Kleinkinder in Alltag und Haushalt

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Kinder müssen alles erkunden, anfassen und in den Mund nehmen. Das führt oft zu Unfällen. Auf diese zehn Gefahrenquellen müssen Sie besonders Acht geben.

Kinderzimmer: Jedes Jahr findet am 10. Juni der nationale Kindersicherheitstag statt. Eine große Gefahrenzone in der Wohnung ist das Kinderzimmer. Die Kleinen können sich in Ruhe austoben, ohne die Aufsicht der Eltern. Deswegen sollten Erziehungsberechtigte mit kindergeeigneten Möbeln, ungefährlichem Spielzeug und einer sachgemäßen Einrichtung vorsorgen. Wir zeigen weitere potenzielle Fallen in der Wohnung.
Tische: Irgendwann wird auch das coolste Kinderzimmer langweilig und das Kind geht auf Entdeckungstour. Hier ist Vorsicht geboten, denn besonders Kleinkinder können an Tischdecken mit eventuell heißen Getränken ziehen, an Teppichen ins Stolpern kommen und sich an Kanten verletzen. Deswegen sollten Eltern spitze Kanten mit einem Schutz versehen und Laufwege freihalten.
Stürze: Es ist unvermeidlich, dass Kinder mal über Gegenstände auf dem Boden stolpern. Das größte Risiko geht aber von geöffneten Fenstern und dem Balkon aus. Kinder sollten deshalb nie alleine im Raum gelassen werden. "Sie haben den Drang, nach draußen zu schauen und fallen durch ihren hohen Körperschwerpunkt schnell heraus", erklärt Inke Ruhe von der "Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder". Auch auf Treppen können gefährliche Stürze passieren. Ein Schutzgitter kann den Zugang zur Treppe versperren.
Steckdosen: Es kann böse enden, wenn ein Kind Steckdosen erforscht. Versehen Sie vorsichtshalber Steckdosen mit einer Kindersicherung. Auch herabhängende Stromkabel, an denen Kinder ziehen können, bergen ein großes Unfallrisiko. Verlegen Sie Kabel deshalb so, dass durch das Ziehen nichts herunterfallen kann.
Verbrennungen: Kinder lernen durch Nachahmung - das führt dazu, dass der Nachwuchs den Herd besonders interessant findet und sich an den heißen Platten schnell die Finger verbrennt. Laut "Mehr Sicherheit für Kinder e.V." sind Verbrennungen und Verbrühungen die zweithäufigste Unfallursache bei Kleinkindern. Nutzen Sie die hinteren Platten zum Kochen und drehen Sie die Topfgriffe nach hinten, um das Unfallrisiko zu minimieren.
Garten: Oft zieht es die Kinder nach draußen, um zum Beispiel Fußball zu spielen. Gefährlich wird es, wenn die Sprösslinge auf Bäume klettern oder mit eventuell giftigen Pflanzen in Kontakt kommen.
Vergiftungen: Giftig können nicht nur Pflanzen sein, sondern auch die zahlreichen Reinigungsmittel. Am besten hält man solche Mittel so unter Verschluss, dass Kinder damit gar nicht in Kontakt kommen können. Laut "Mehr Sicherheit für Kinder e.V." erleiden trotzdem etwa 19.000 Kinder pro Jahr eine Vergiftung.
Ersticken: Auch zu Medikamenten sollten Kinder keinen Zugang haben - nicht nur, weil sie sich vergiften, sondern auch daran ersticken können. Kleinkinder nehmen Dinge häufig in den Mund, um sie kennenzulernen. Gegenstände, die zwischen zwei und drei Zentimeter groß sind, können sie dabei leicht verschlucken. Räumen Sie deshalb Kleinzeug wie Legosteine, Knopfbatterien, Nüsse und Ähnliches weg.
Ertrinken: Selbst wenn das Wasser nicht tief ist, können Kinder in der Badewanne, dem Planschbecken oder dem Gartenteich ertrinken. Kleinkinder verlieren unter Wasser sofort die Orientierung und Schreien oder Zappeln nicht. Lassen Sie Kleinkinder deshalb nicht unbeaufsichtigt und bringen Ihnen möglichst früh Baderegeln und das Schwimmen bei.